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Rheinsteig-Extremlauf 2012

Von dasmuli am 01.06.2012

Da der Start des diesjährigen Rhex wieder für 8:00 Uhr angesetzt war, sind wir (derHallo, Mumpitz und ich) schon um 6:00 Uhr aufgestanden, haben gefrühstück und sind zum Start des Laufes nach Ramersorf gefahren.

Hier war eine so-etwas-von ruhige und gelassene Stimmung, wie bei einer Familienfeier - letzendlich ist es das auch. Viele der Läufer stehen jedes Jahr wieder an der Startlinie und freuen sich auf einen tollen Lauf.

Pünktlich um 8:00 wurden 294 Stoppuhren gestartet und das Läuferfeld setzte sich recht flott in Bewegung. Zuerst muste Ramersdorf durchquert werden bevor es dann in den Wald des Siebengebirges ging.

Erster Anstieg "Foveaux-Häuschen" dann runter und gleich wieder rauf zum "Dornheckensee". Die Anstiege sind nicht von "schlechten Eltern", doch auch bergab geht es "extrem".

Danach ein wunderschöner Blick über das Rheintal beim Laufen oberhalb der Weinberge von Dollendorf. Die gesammt Strecke ist mit 12 Verpflegungspunkten bestückt, an welchen ausnahmslos mega-nette Leute die Läufer mit Getränken, Bananen und Co versorgt haben. Aber auch mit einer Menge Sprüchen, Ratschlägen und Beistand. Ein Klasse-Team.

Jetzt kam was kommen musste, der Aufstieg zum Petersberg.

Hier trennt sich "die Spreu vom Weizen". Der Anstieg ist wirklich heftig. Und gleich danach wieder herunter zur Seufzerbrücke. Das zehrt ganz schön an den Kräften. Jetzt wieder rauf zum Geisberg, dann runter zum Milchhäuschen um Schwung für den steilen Aufstieg zum berüchtigten Drachenfels zu nehmen. Da hier leider im Moment Bauarbeiten sind, wurde die Strecke ein wenig abgeändert, doch wurde auf den leckeren Kirschstreusselkuchen nicht verzichtet. Bei spektakulärer Aussicht, Bagger, Baubude und Bauzaun und im Hintergrund der Rhein nahmen sich viele Läufer den Moment um den Kuchen zugeniessen.

Jetzt ein fast unendlich langer Abstieg nach Rhöndorf um gleich wieder rauf zur Löwenburg zu gelangen. Der krasse Wechsel von rauf und runter hatte meine Beine echt müde gemacht - wohl auch weil ich die Berge viel zu schnell runter bin, aber es ging, wenn auch etwas langsamer, weiter.

Gleich nach der Löwenburg der Abstieg ins Schmelztal und wieder hinauf zum letzten Berg auf unserem 34km Weg, dem Hämmerich.

 

Jetzt blieben noch ca. 5 km und eingeleitet wurden sie von einem Abstieg der Extraklasse, steil und ausnahmsweise nicht matschig. Doch schon nach 10 m bin ich mit dem rechten Fuss umgeknickt. Das war äusserst unangenehm so kurz vor dem Ziel. Humpelnd bin ich die 1. Hälft runter um dann die 2. Hälfte langsam zu laufen. Unten angekommen stand ich endlich wieder auf einem geteerten Weg. Die Berge lagen hinter mir und nur noch ca. 4 km durch die Ortschaft bis zum Ziel.

Alles was der Fuss noch hergab lief ich durch Bad Honnef, durch den Umzug des Schützenvereins der mir einen ganzen Meter Platz zum Laufen liess, durch die Unterführung, über zwei Brücken bevor ich auf der Insel Grafenwerth ankam. Von hier sind dann nur noch wenige Hundert Meter zu laufen. Am Schluss war ich in 3:28h im Ziel und .... fix und fertig.

Rhex 2012

Hier gab es alles was das Läuferherz begehrt: Wasser, Cola, Bier, Bretzel, das Team vom roten Kreuz das sich auch um umgeknickte Fussknöchel kümmerte .. und und und.

"Suma-sumarum" ein sehr empfehlenwerter Lauf.

Kommentare

..der Fuss ist auch schon wieder in Ordnung. Immer schön in Bewegung halten fand ich, ist die beste Lösung. Und hat prima geklappt.

 

Dieses Jahr habe ich mir beim Laufen über das Wort "Extrem" Gedanken gemacht.

Nach 3h 28 min war ich dann so weit und ich würde als "extrem" die Wechsel bezeichnen welche auf der ganzen Strecke sind.

Beispiel: ein langer Abstieg bei dem man schon meint, er höre gar nicht mehr auf, doch endlich unten angekommen, sind es keine 10m gerade aus und schon geht es wieder steil bergauf.

Da haben gerade die vorderen Oberschenkelmuskeln ganz schön drunter zu leiden.

Aber wie heisst es so schön: der Schmerz geht (nach ein paar Tagen) der Stolz bleibt !

Hallo Muli,

 

schöner Bericht. Ich kenne den Lauf nicht, aber das hört sich ziemlich interessant an. Gute Besserung für Deinen Fuß.

 

Viele Grüße

Thomas

 

Hallo Muli,

hab' den Bericht nur kurz überflogen. Danke schonmal dafür!
Und einige der markanten Punkte werde ich dieses jahr auch selbst noch er- oder versuchen zu überleben ;-)

Viele Grüße

Andy

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