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Hallo lieber Spasslaeufer,
zunächst meinen Respekt und meine Gratulation für Deine Januarserie. Tolle Leistung, das kann nur beurteilen, wer es schon einmal gemacht hat.
Nun zu Deiner Frage: Lässt sich tägliches Laufen mit der Vorbereitung auf einen längeren Lauf vereinbaren?
Meiner Erfahrung nach, lässt sich dies sehr gut vereinbaren, obwohl viele Fachleute anderer Meinung sind. Eigenerfahrung ist aber besser als jegliche Theorie, deshalb kann ich Dir nur empfehlen, Deine Grenzen selbst zu testen.
Ich habe meine Bestzeiten kontinuierlich verbessert, trotz oder wegen des Täglichlaufens. Meine Regenerationszeit ist um ein vielfaches kürzer geworden. Das Leistungsniveau in Bezug auf die Wochen-KM konnte ich KM für KM nach oben verschieben, dabei gleichzeitig die Verletzungshäufigkeit reduzieren.
Ich kenne viele Läuferkollegen, die sich nach 12 Wochenplänen auf den Marathon vorbereiten. Sonst laufen sie nur zwei bis drei Mal die Woche. Nun, hochmotiviert wird die Belastung viel zu schnell gesteigert, Verletzungen sind vorprogrammiert, die ambitionierten Ziele nicht erreichbar. Die Folge: Frust
Der Täglichläufer hält seine Grundlagen in Bezug auf Ausdauer, Regenerationsfähigkeit und physische Belastbarkeit immer auf hohem Niveau. Vor den Wettkämpfen muss nur noch die Schnelligkeit und die Tempohärte trainiert werden, alles andere ist bereits vorhanden.
Nun zu Deiner zweiten Frage: Braucht der Körper zwischendurch Erholung?
JA !!! unbedingt. Erholung muss aber nicht „Sofasitzen“ oder Pausentag heißen. Wir kennen das sicherlich alle: Nach einem harten Training ist man am nächsten Tag richtig platt. Doch nach einem lockeren „Schlenderlauf“ fühlt man sich gleich viel besser.
Deshalb, aus meiner Sicht ganz, ganz wichtig. Nach einer Tempoeinheit folgt eine Regenerationseinheit. Der Profi lässt sich am Regenerationstag auch nicht von „Walkern“, „Anfängern“ oder „hübschen Frauen/Männern“ zu einem schnelleren Tempo verleiten. Vernunft und Sturheit ist an diesem Tag angesagt.
Alle die sich bei diesem langsamen Tempo schämen, können sich ja einen Zettel um den Hals hängen: „Heute ist Regeneration, sonst laufe ich schneller“
Die meisten Hobbyläufer laufen die „Langsamen TE“ zu schnell, die „Schnellen TE“ zu langsam. Somit sind der Weiterentwicklung enge Grenzen gesetzt. Immer drandenken: Am Regenerationstag sammle ich die Kraft für den nächsten Tag.
Mein Fazit: Täglichlaufen hat nur Vorteile und macht eine Menge Spass !!!
Sportliche Grüße,
EFah
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