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42erMichel

FRANKFURT - wird für mich ein unvergessliches Wochenende bleiben

Von 42erMichel am 30.10.2007

Nur ein "paar" Minuten für Andere, ein Quantensprung für mich!

Hallöle, ihr ALLE an den Bildschirmen!!

Was soll ich noch über ein einfach nur PERFEKTES Wochenende hier schreiben, eigentlich kann ich erst mal nur wiederholen: DANKE an Karsten und dem ganzen MSP Team für diese Wahnsinnsaktion, die 12 Laufverrückte zu einzigartigen Gewinnern werden ließ! Nein - das stimmt eigentlich nicht. Denn wie wir ganz schnell am Samstag am VIP - Tisch der Firma Polar erfahren konnten, sind wir nicht EINZELNE Läufer, sondern es wurde uns schon nach wenigen Augenblicken klar: obwohl wir uns noch nie gesehen haben waren wir DAS TEAM!! Wie wenn wir uns zu unserem x-ten Wettkampf getroffen hätten. Schön war es, die gelesenen Worte und Erlebnisse der Vorbereitung ("...wer war denn das von euch, der jenes geschrieben hat...") den jeweiligen Menschen zuzuordnen.

Es war für mich von der Anreise, über die spitze Unterkunft, den Teammitgliedern und dem Wettkampf mit seiner tollen Atmosphäre einfach nicht zu toppen - ich wüsste nicht, an welcher Stelle es besser hätte klappen können.

Bei meinem kleinen Wettkampfbericht, will ich von dem schreiben, was ich alleine am Sonntag erleben durfte. Bei der Kleiderbeutelabgabe ging ich leider verloren, und stand plötzlich allein da. Da ich noch den obligatorischen Gang zur Toilette antreten wollte, stellte ich mich an die kleine Läuferschlange vor dem besagten Örtchen - und zwar direkt in der Halle - an. Nicht ahnend, dass der Zugang zu den insgesamt 6 Möglichkeiten (3 stehende, 3 sitzende) sowohl von der Halle, als auch vom Flur möglich war. Sprich: es ging nicht vorwärts. Noch 16 Minuten bis zum Start! Ich überlege, ob es noch Sinn macht, mich irgendwo in Startnähe anzustellen. Dachte aber: nein bleib hier in dieser Schlange. Wie auch immer, Resultat war, dass ich 4 Minuten vor 10 durch die Zuschauer drängelnd über die Absperrung kletternd im Starterpulk stand. Und da traf ich nochmals Tom, der sich auch gerade neben mir einfand. Wie sich später herausstellte, waren wir ziemlich weit vorne in unserem Block gelandet, denn schon nach nicht einmal 2 Minuten durfte ich meine Polaruhr aktivieren - wollte ich doch die Daten (Puls und Geschwindigkeit) aufzeichnen. Der Lauf war für mich gigantisch! Tolle Stimmung, tolle Strecke, tolle Musiker an der Strecke. Noch nie war einer meiner bisher gelaufenen 4 Marathons so kurzweilig. Ganz schnell fand ich mein Tempo, dass ich die ganze Strecke hindurch halten konnte. Zu keinem Zeitpunkt musste ich wirklich kämpfen - es war einfach unglaublich. Die Uhr benutzte ich nur zur Geschwindigkeitskontrolle, da ich ja immer die Tendenz habe, zu schnell zu werden. Dann bei ca. km 36 schaute ich mir mal meine Nettozeit an, und konnte es nicht glauben, dachte wirklich, ich hätte zwischendurch mal den Pausenknopf erwischt. Das gab Mut! Und so locker bin ich noch nie die letzten 6km angegangen; mich immer noch bremsend. Dann, nachdem das km 40 Schild passiert war, traute ich langsam aber stetig mein Tempo anzuziehen und noch an ein einigen Läufern vorbeizuziehen. Zu den letzten 100Metern in der Halle brauch ich nichts zu schreiben (fände auch keine Worte dafür), ihr habt es selbst erlebt. Gleich auf der roten Matte habe ich dann meinen Knopf gedrückt, und konnte es nicht fassen: Innerhalb von 3 Wochen (wer mir das vor einigen Monaten gesagt hätte, wäre von mir für verrückt erklärt worden) habe ich dank dieser Aktion 2 mal meine persönliche Marathonbestzeit unterboten. Anfang Oktober um sage und schreibe 1 1/2 Minuten. Und jetzt, in Frankfurt den persönlichen Quantensprung um nochmals 10 Minuten auf 03:21! In den 20ern wollte ich ja schon ankommen, rechnete aber max. mit einer 27 hinten. Aber 21..... 21? Wäre doch schön, wenn statt der 2 irgendwann mal ein.....1..........stehen würde??!! Sind doch NUR noch 1 1/2 Minuten.............

Montag morgen spürte ich denn auch beim Treppe abwärts gehen ganz leicht ,tief im innern meine Oberschenkelmuskeln! Spätnachmittags konnte ich dann unseren Sohn überzeugen, dass es jetzt doch sicher für ihn schön wäre, im Abendsonnenschein noch bissle mit seinem Cityroller zu rollen.....so ganz gemütlich.........gar nicht schnell............und keinesfalls mehr als 7km...Und ich erklärte mich auch bereit ihn dabei zu begleiten...ohne Cityroller......dafür aber mit Laufschuhen ausgestattet. Und es tat mir saugut. Ganz laaaangsam, ganz locker.

Ich hoffe, ihr könnt bei eurer Regeneration auch noch von den intensiven Wettkampferlebnissen zehren!

Euch allen nochmals Glückwunsch zum gefinishten Marathon!!

michael

   

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