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Beff

Schock in der Marathonvorbereitung - Laufen - ja oder nein?

Von Beff am 03.05.2011

Hey liebe MSP'ler ...

was soll ich sagen ... lange ist alles gut gelaufen, aber jetzt hat es mich wohl doch noch erwischt - wieder mal - und wieder mal 2 Wochen vor dem Marathon ... gibt's das denn?????

Nach meinem schnellen 10er (37:..Min.) habe ich den Montag pausiert und habe da schon gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Bin am Dienstag dann noch meine 6x1000er gelaufen und die liefen ganz ok ... doch Mittwoch war alles anders ...

Heftigste Schmerzen im Achillessehnenbereich ... ihr könnt euch denken wie ich mich fühle und gefühlt habe ... am Donnerstag probierte ich nochmals zu laufen, doch nach 4 Km trat ich wieder den Heimweg an von Schmerzen geplagt. Freitag und Samstag legte ich schließlich eine Zwangspause ein aber ich hatte mit jedem Schuh den ich anhatte Probleme, immer wenn Druck auf die Achillessehne kam sofort Schmerzen ... barfuß hatte ich größtteils keine Probleme.

Am Samstag bin ich also los in die Stadt "gekrochen", halb hinkend zum Einkaufen und da bog ich dann doch zur Apotheke ab und holte mir ein Schmerzmedikament um zumindest den Hinkmechanismus zu vermeiden und "normal" gehen zu können. Zuhause habe ich weitertherapiert mit Eisbädern, Kühlpacks, Deep Frections, Zahnbürstenmassage und allen möglichen Techniken die ich als angehnder Physio so kannte.

Sonntag die Schmerzmedikamente weggelegt ... auf's Rad gestiegen - lockere 21 Km gekurbelt ... dabei hatte ich keinerlei Schmerzen, also am Montag gleich nochmal 20 Km im KA-Bereich - wieder ohne Schmerzen. Jedoch habe ich mir sofort einen Termin beim Orthopäden meines Vertrauens geholt bei dem ich dann schließlich heute am Dienstag war.

Die Diagnose stand schon vor der eigentlichen Inspektion auf der Karte: "Achillodynie bei Peritendinitis" - d. h. Achillessehnenentzündung speziell am Ansatz des Fersenbeines ... damit hatte ich schon gerechnet!! Gut, dass ich meinen aktuellen Trainingsschuh dabei hatte.

Da im selben Haus ein Orthopädiemechaniker ist, nahm mich mein Orthopäde gleich dort mit hin ... nach einer kurzen Anamnese und einer Betrachtung meiner Schuhe war folgendes klar:

Die Fersenkappe des linken Schuhs war tatsächlich um 6mm höher als rechts ... mit der zusätzlichen Biegung der Fersenkappe nach vorn wurde die Achillessehne bei jedem Schritt, v.a. bei schnellen Läufen, stark mechanisch beeinträchtigt ... die Ursache ist wohl gefunden und nun steh' ich da mit dem Schuh in der Hand und Schmerzen - was tun?

Mein Orthopäde drückte mir noch eine Bandage in die Hand und meinte ich könne den Marathon laufen wenn ich danach total regeneriere - es sei definitiv nichts gerissen und er spritze mich auf jeden Fall nicht, da die Marathonvorbereitung ansonsten für den A**** war. Der Orthopädiemechaniker gab' mir noch zwei 5mm dicke Fersenkeile für jeden Schuh, damit ich etwas höher stehe.

Kaum zu Hause angekommen zog' ich also Bandage an, Keile in die Schuhe und los ging es. Das Anfangsgefühl war ganz gut, also gab' ich Gas und legte 7,7 Km in 30 Minuten zurück ... danach locker nach Hause, jedoch wieder Schmerzen - zwar etwas besser aber dennoch bedingt stark. Habe nach einem Eisbad zu Hause gleich wieder ein Tape angelegt und werde nun weitertherapieren.

Der Marathon ist am Samstag den 14. Mai ... und die Frage lautet: Laufen - ja oder nein??

Ich werde morgen regenerieren, und am Donnerstag meinen anderen Schuh anziehen und schauen ob es damit besser geht zu laufen ... ich halte euch auf jeden Fall auf dem laufenden ... oder kriechenden :P ...

Ich kann nur eines sagen ... ich bin sauer, im Moment etwas demotiviert und verärgert ...

"Erst durch die Krankheit habe ich Angefangen nachzudenken, wäre ich nicht krank geworden, wäre ich vermutlich ein dummer Esel geblieben."

In diesem Sinne, sportliche Grüße, Beff

Kommentare

Oh Beff, ich wünsche dir gute Besserung. Das ist ja nun wirklich ärgerlich. Ich drücke dir die Daumen, dass es noch was wird. Lg Rennhuhn

Vielen Dank für eure Genesungswünsche ... der Ruhetag hat mir heute schon mal ganz gut getan und habe gleich alle möglichen Maßnahmen ergriffen und weitertherapiert!

Die Schmerztabletten habe ich jedoch zur Seite gelegt um der Entzündungsphase des Körpers einen physiologischen Ablauf zu ermöglichen.

Danke Dollberg für deinen Erfahrungsbericht - davon kann man immer noch am meisten rausziehen für sich selbst. Aber auch an den Rest vielen Dank für die "geschickte" Motivation, dass kann ich gebrauchen.

Ich werde euch weiter berichten, sportliche Grüße, Beff

Hallo Beff,

ich putze aus diesem Grund seit 2 Jahren meine Zähne morgens und abends auf unserer Treppe. Meine Hilfe war: Dehnen was das Zeug hält.

Ganz kurz: Als bei mir die Probleme anfingen habe ich gedacht es wäre aus. So weh tat das. Den Tipp mit dem extremen Dehnen habe ich von einem Freund. Das ist am Anfang ungewohnt und auch nicht ganz schmerzfrei. Aber es trat relativ kurzfristig Entspannung ein - bei mir waren es 3 Tage. Mittlerweile ist es Gewohnheit.

Ich dehne mich ansonsten eher wenig, aber die Achillessehne bekommt täglich eine Sonderbehandlung (siehe oben - morgens und abends je 5 Min.) Zudem vor und nach dem Laufen. Und wenn Du an einer S-Bahn-Haltestelle jemanden an der Bürgersteigkante schräg stehen siehst - das bin ich!

 

Ich bin seit dem echt schmerzfrei - lediglich in der letzten Phase einer Marathonvorbereitung kommt mal der ein oder andere Zucker - aber generell ist es eigentlich kein Thema mehr.

Soweit - Alaaf !

von Dollberg

hallo Beff

ich denke, dass du als erfahrener Läufer schon das Richtige machst. Klar ist es voll besch... denn du wolltest ja in Bad Waldsee richtig was reissen. Wenn du jetzt Ruhe bewahrst-siehe runningquckly- und noch ein kleines Wunder passiert- dann wirds schon klappen. wir sehen uns! ich halte dir alle Daumen!!

lg tt

Hier ist guter Rat teuer...

Du willst sicher unter 3 Stunden laufen und da taucht schnell die Frage auf: Macht das die Sehne mit?

Wenn du es ganz langsam angehen willst, könnte es sein, dass alles gut geht. Aber wer will schon langsamer laufen, als er normal kann?

Dass was dir passiert ist, macht auch mich bange. Man trainiert und trainiert... ist in guter Form und plötzlich ist man verletzt. Das kann einige Tage vor dem Wettkampf sein, oder auch erst während der 42 Kilometer. Beides ist ärgerlich und macht einen traurig. Ärgern sollte man sich aber dennoch nicht.

Beff, ich wünsche dir eine ganz schnelle Besserung, vielleicht klappt es ja noch bis zum 14. Mai.

LG

Weilersigi

Ich würd Ruhe geben, evtl die ganzen 2 Wochen, dann aber mitlaufen. Wird vielleicht kein Bestzeitenmarathon, aber ohne Erwartungsdruck ists auch mal schön. Schaffen tust du ihn allemal.

Viel Glück und gute Besserung.

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