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Rund um den Dümmer

Von Falke67 am 22.02.2009

Sonntag mittag am Dümmer. Trotz Nieselregens und müder Beine mache ich mich auf die Strecke. Einige Spaziergänger blicken mir mit mitleidigen Blicken nach, aber es nützt nichts mein selbstgestecktes Ziel wartet auf Erledigung, lass die anderen ruhig ´ne ruhige Kugel schieben.

Die ersten vier Kilometer geht es über Sand- und Schlackewege. Der Gegenwind ist zwar noch erträglich, aber trotzdem denke ich mit Grauen an den weiteren Weg. Bis zum Halbmarathon beim Paul Moor Benefiz Marathon in Bersenbrück sind es nur noch vier Wochen  und der soll noch meinen eigenen Erwartungen unter 01: 50, 00 h beendet werden.

Meine Brillengläser beschlagen unterwegs immer wieder und die Sicht ist bescheiden, jetzt wären Scheibenwischer nicht schlecht. Ab Überquerung der Huntebrücke bei Kilometer 4, 5 geht es auf Asphalt weiter. Die Landschaft ist einfach phantastisch. Durch die Wiedervernässung des Ochsenmoores läuft man durch eine einmalige Seenlandschaft. Ab Kilometer 7,7 wechsele ich auf einen ausgetretenen Wald- und Wiesenfahrt, der mich Richtung Hüde bringt. Leider entpuppt sich das ständige Pfützenspringen als äußerst zeitraubend und fordert unnötige Kräfte. Aber ab Kilometer 9 folgt wieder ein befestigter Weg der sich gemächlich an den Dümmer schmiegt. Gern hätte ich jetzt ein wenig getrunken, aber leider habe ich meinen Trinkgürtel zuhause gelassen.

Also Zähne zusammenbeißen und weiter. Der Blick auf den See gerichtet treibt es mich weiter. Kilometer 12 in 01: 02, 21 h, das ist noch richtig gut geht es mir durch den Kopf. Aber meine Waden melden sich inzwischen doch verstärkt und der Regen nimmt zu.

Kilometer 13, 5 Lembruch ist erreicht und ich möchte nur noch einen heißen Kaffee, ein großes Stück Apfelkuchen und ein ausgedehntes, heißes Bad in meiner Badewanne. Die Welt liegt gottverlassen vor mir, so scheint es jedenfalls für mich. Kein Schwein wagt sich raus bei diesem Mistwetter und ich ...

... ich laufe immer noch. Aber mein Tempo ist deutlich langsamer geworden. Ab Kilometer 15 denke ich kurz darüber nach eine kurze Gehpause zu machen, verwerfe den Gedanken aber ziemlich rasch wieder. Da mußt du jetzt durch, Alter!

Und so quäle ich mich bis Kilometer 17,5 relativ gemächlich und mit wachsendem Unbehagen dahin. Auf dem letzten Kilometer packt mich nochmal der Ehrgeiz, oder ist es einfach der Wunsch nicht total fertig im Ziel anzukommen, das ich schließlich nach 01: 44, 23 h erreiche.

Fazit: Ein Lauf an der Grenze, aber ich hab ihn gepackt und nie hat mir ein Stück Apfelkuchen besser geschmeckt als nach diesem Lauf. In diesem Sinne wünsche ich einen guten Start in die neue Woche.

Kommentare

So für den Spätsommer habe ich mir auch eine Umrundung dieses Gewässers vorgenommen, als Vorbereitung für Köln.

Dank deiner sehr schönen Beschreibung kann ich mir schon ungefähr vorstellen, wie es werden wird.

Glück auf für Bersenbrück!

klasse beschrieben, als ob man selbst mitgelaufen wäre. den Apfelkuchen hast du dir wahrlich verdient!

Für deinen HM in 4 wochen wünsche ich dir von ganzem Herzen alles Gute und viel ERFOLG! Du schaffst das! wer bei dem Sch....wetter so super läuft, der macht den HM doch mit links! und ausserdem ist da viiieeel besseres Wetter!

Ich wünsche dir auch einen guten Start in die Woche und...bleib gesund!

grüßle Traudl

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