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Kaki

Neues aus Dschungeldorf

Von Kaki am 15.06.2014

Es war schon sehr krass, was ich gestern bei meinem ersten Trainingslauf nach dem schweren Gewittersturm "Ela" am Pfingstmontag zu sehen bekam: Mein Freund der Baum ist tot, er starb - zwar nicht im frühen Morgenrot, wie es die Sängerin Alexandra in den Sechzigern besang - sondern eher am späten Abend ... und auch nicht nur einer, sondern angeblich 17.000 - 20.000 (!) im Düsseldorfer Stadtgebiet. Beim legendären Orkan "Kyrill" im Jahr 2007 waren es zum Vergleich nur 800.

Als verantwortungsbewußter junger Familienvater hielt ich mich an die Warnhinweise und Vorgaben der Stadt- und Forstverwaltung, sowie der Feuerwehr, die öffentliche Parkanlagen und Wälder nicht zu betreten, da noch immer Gefahr von losen, in den Baumkronen hängenden, Ästen ausgehe.
So plante ich meinen Trainingslauf nicht in meinem gewohnten Laufrevier im Aaper- und Grafenberger Wald in Düsseldorf zu absolvieren, sondern raus zu laufen in die Felder zwischen Ratingen und Mettmann. Aber es war gar nicht so leicht sich während des Laufes eine geeignete Streckenführung zu überlegen, da wir doch schon recht im "Grünen" wohnen. Da blieb es nicht aus, dass es doch hin und wieder Abschnitte gab, die es unter Bäumen zu laufen galt. Besonders ein etwa 500 Meter langes Laufstück an einem Waldrand konnte nicht von mir umlaufen werden und so hieß es für mich Augen zu und durch - oder doch besser Augen auf und Obacht: Denn da lagen auf dem Weg doch tatsächlich in regelmäßigen Abständen von zehn bis zwanzig Metern umgestürze Bäume oder dicke Äste quer zur Laufrichtung, die es galt oben drüber, unten durch oder an der Seite irgendwie vorbei, zu passieren. Und überall waren Laub, Laub, Laub und Zweige, Zweige, Zweige. So etwas kannte ich bisher nur von einem Dschungeltrip in Malaysia. Zu recht, dass die Medien mittlerweile von "Dschungeldorf" statt von Düsseldorf sprechen. Es war tatsächlich die grüne, fast undurchdringbare Hölle und der Begriff "Natural Running" bekam eine ganz neue Bedeutung!

Nachdem ich aus dem Wald endlich raus war hieß es dann freier Lauf für freie Läufer - Easy Running - ohne aufpassen zu müssen, mit den Laufschuhen oder Laufklamotten irgendwo im Geäst hängenzubleiben oder einzufädeln. An den Fuß- und Radwegen stapelten sich Zweig-, Ast- und Baumstammberge der Aufräumarbeiten in den Straßen und Gärten.

Kurz vor Laufende mußte bzw. wollte ich noch einmal eine Straße durch ein kleines Waldstück passieren. Doch was war das? Ein Transportpanzer vom Typ Fuchs versperrte die Straße und ein Soldat ließ weder Autos noch mich als Läufer passieren, da Räumpanzer vom Typ Dachs im Wald mit schwerem Gerät an der Arbeit waren. Fuchs und Dachs in olivgrüner Tarnfarbe vor grüner Blätterwand. Wie leicht kann man da vorlaufen - warum gibt es eigentlich keine Panzer in neonorange?!-
Also noch einmal eine neue Streckenänderung mit etwas Umweg vorgenommen und auf einem kleinen Waldpfad wieder durchs dicke Grün (Hölle, Hölle, Hölle) zum Ortsrand von Düsseldorf-Gerresheim und dann ab nach Hause.

Fazit:
Sturm "Ela" hat an Pfingsten in Düsseldorf ganze Arbeit geleistet, Bruch an allen Ecken und Kanten, großes Aufräumen, Tarnfahrzeuge müssen besser markiert werden und Laufpace war für den Arsch.
Dennoch nach knapp 15 Kilometern heil und unversehrt am Trainingsziel an- und mit dem Leben davongekommen. Denn bei dem, was ich da zum Teil an tonnenschweren Ästen und Bäumen auf dem Boden sah, hätte man bei einem Trainingslauf am vergangenen Montagabend doch tausend Tode sterben können ...

Hurra, ich lebe noch!
Der Dschungelkämpfer aus Dschungeldorf

Und wer es sich nicht recht vorstellen kann - hier gibt es ein paar Impressionen meines Laufreviers im Aaper- und Grafenberger Wald in Wort und Bild:

(Quelle: Spiegel Online)


(Quelle: Handelsblatt)

(Quelle: Bild.de)

Kommentare


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Bin gerade von einem Trainingslager in D'dorf zurückgekommen. In der Stadt sieht es immer noch schrecklich aus, soweit es die Bäume betrifft.

Hey! Ein neuer Blog!

Muss übel gewesen sein, bei euch. Hier wurde man nur gegrillt, ganz ohne Sturm. Letztendlich wahrscheinlich angenehmer.

Viele Grüße, Christiane

Hi Kaki,

bei so einem Dschungelrun spart man auf jedenfall das Koordinationstraining

und benutzt mal ganz andere Muskeln!

Gruß Traumboot

 

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