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Rotterdam Marathon

Von NicoleT am 14.04.2008

Nachdem ich seit drei Stunden aus Rotterdam wieder da bin, will ich nun noch mal einen Abschlussbericht schreiben. Wir sind bereits am Samstag gefahren, und als ich früh aufgewacht bin, hatte ich Halsschmerzen- das durfte doch wohl nicht wahr sein !!! Aber tapfer sein, vielleicht wird es noch alles wieder, eine ASS+C eingeworfen und ab ging es. Aber es wurde den ganzen Tag nicht besser, ich fühlte eine Grippe auf mich zukommen. Aber versuchen wollte ich es natürlich trotzdem. Die Nacht habe ich schlecht geschlafen ( wer schläft schon in der Nacht vor einem Marathon gut ???) und morgens hatte ich immer noch Schluckbeschwerden. Na ja. Morgens aus dem Fenster geschaut und juhu es war trocken. Was anziehen also ? Ich habe mich für T-Shirt, Weste und 3/4-viertel Tight entschieden, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellen sollte. Wir waren relativ spät dran und haben dann verzweifelt die Kleiderbeutelabgabe gesucht, bis wir dann erfahren haben, dass es keine gab. O.K. Dann also ab zum Start. Da war es schon sehr voll und die Stimmung war gut. Punkt elf Uhr fiel der Startschuss und ab ging es. Insgeheim hatte ich ja mit einer Zeit unter 4 Std. geliebäugelt und bin dann auch erstmal so angegangen. Zuerst ging es über die Erasmusbrücke, wo die Stimmung schon super war. Bei km 10 hatte ich knapp 56 Minuten, das lag voll in meinem Zeitlimit. Aber bei km 15 merkte ich schon, dass ich das Tempo wohl nicht halten kann, ich fühlte mich schwindelig. HM in 1h58, aber kein Gedanke, das Ganze noch mal so schnell zu laufen. Kurz danach hab ich dann erstmal ein Powerbar genommen. Bei km 25 ging es wieder zurück über die Erasmusbrücke. Dort war es relativ windig und natürlich stieg die Strecke etwas an und ich musste GEHEN - ein Alptraum ! Es war superwarm, die Sonne brannte, ich verfluchte meine Weste und sehnte mich nach einem Top. Zudem kam hinzu, dass es nur alle 5-6 km Getränke gab ( das ist wirklich das Einzige, das man an dem Rotterdam-Marathon bemängeln kann ). Das mag ja für die schnellen Läufer reichen - mir nicht. Also es lagen noch 17 km vor mir. Ich bin langsam wieder angetrabt, aber es lief immer noch sehr "unrund". Aber tapfer weiter. Bei km 29 kamen uns dann die unter 3 Std. Läufer entgegen und die waren dann schon bei km 40. Wieder ein paar Schritte gehen, was für eine Schmach ! Ob ich es wohl bis dahin auch noch schaffen konnte ? Bei km 30 hab ich dann noch ein Power Bar eingeworfen und tapfer weiter gekämpft. Das Publikum war super - ich hab zwar nix verstanden -, aber es standen auch in den Randbezirken massenhaft Zuschauer die uns angefeuert haben, laute Musik, Sambabands, total klasse. Ab km 32 fiel es mir dann wieder etwas leichter, aber um mich herum mussten unheimlich viele Läufer gehen, so was hatte ich noch nicht erlebt. Ich schaffte nur noch einen Sechserschnitt, und an den Getränkeständen musste ich auch gehen, weil ich so viel trinken musste.  Das kostet natürlich Zeit, aber die 4 Stunden-Marke hatte ich eh längst abgeschrieben. Aber vielleicht klappt es ja noch unter 4:10. Selbst beim km 40 musste ich noch mal trinken. Letztendlich bin ich nach 4:07 ins Ziel gekommen, abgekämpft, aber doch zufrieden, mich aus dem Tief wieder rausgekämpft zu haben. Dies war mein fünfter Marathon und meine zweitbeste Zeit, ist doch o.k. !!! Insgesamt hat mir der Rotterdam-Marathon sehr gut gefallen, die Strecke war gut, die Zuschauer spitze ! Und beim Abendessen ist mir eingefallen, das ich zum ersten Mal nach einem Marathon NICHT gesagt habe " Das mache ich nie wieder" !   

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