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NorSportBert

4. lange Trainingseinheit: Münster Marathon

Von NorSportBert am 17.09.2011

Für den MüMa 11.09.11 hatte ich mich schon lange angemeldet - ohne irgendeine Ahnung, ob ich denn dann fit genug bin. 2007 war der MüMa meine erste erfolgreiche Marathonteilnahme und danach war ich jedes Jahr angemeldet. 2008 fiel aus beruflichen Gründen sehr kurzfristig aus, 2010 war ich eine Woche vorher verletzt, nicht lauffähig.

Und ob es dieses Jahr bis ins Ziel reicht, war auch noch nicht sicher. Also los.

Samstag gab es die Marathonmesse und Startnummerausgabe bis 19:00. Die Pastaparty war mit 7:50 Euro ohne Getränk nicht billig. Aber relativ gut. Um 19:30 wurde fleißig abgebaut, Läufer oder Besucher störten. Also Toilette, Auto und nach Hause.

Sonntag 6:30 nach leichtem Honigbrot-Frühstück ins Auto und wieder nach Münster. Plan: rechtzeitig vor 8:00 am Parkplatz Hindenburgplatz direkt neben dem Start ankommen. Klappte auch, der Platz war schon ziemlich voll. Parkgebühr 3,- Euro, in Ruhe die Oberbekleidung am Auto umziehen, Dixi, etwas trödeln und Einreihen im Startbereich.

Klar, der 11.09. war vor dem Start Thema und es gab eine Gedenkminute.

Um 9:00 starteten 3.053 Marathoni. Und ich. Vor mir liefen die 4:15er und 4:30er Ballons, wenn dies so bliebe, wäre ich voll zufrieden. Die ersten 10 km führten durch die Innenstadt: erst fast bis zum Prinzipalmarkt, dann eine große Schleife, wieder fast Prinzipalmarkt und weiter zum Aasee. Der Aasee wurde weitgehend außer Sichtweite umrundet. 15km waren geschafft und Zweifel kamen auf. Der Parkplatz wäre gerade gut zu erreichen... Das Tempo wurde ganz deutlich langsamer, die Ballons waren längst außer Sichtweite.....

Naja, es näherte sich der markante HM-Punkt: direkt über der A1. Ein Stückchen weiter in Nienberge folgte der zweite Staffel-Wechselpunkt: Marathoni links, Staffelläufer rechts.

Zwischen Nienberge und Roxel war die Strecke sehr ländlich und der Weg relativ eng. Zum Laufen reichte es gut, Radfahrer störten aber schon etwas und für den Krankentransporter, der mit Blaulicht vorbei wollte, mußte man ganz an den Rand des Weges. Aber selbst hier lief man nicht ganz ohne anfeuernde Zuschauer. 

In Roxel waren wieder deutlich mehr Zuschauer und dann waren 30 km geschafft, das Ziel Prinzipalmarkt kam im Kopf wieder in Reichweite und die Geschwindigkeit nahm etwas zu. 

Die ziemlich am Ende gewonnene Laufbegleiterin zeigte mir, das relativ schnell Laufen immer noch ging. Und sie hat den Rest ohne Gehpausen absolviert. Also haben zwei profitiert.

Ein Endspurt kurz vor dem Ziel mit Überholen einiger ausgepowerter Marathoni mußte aber doch noch sein. Sie hat nicht mitgehalten und im Ziel berichtet, dass sie aufpassen mußte, bei dem glatten Kopfsteinpflaster nicht auszurutschen.

1.983 Läufer, 436 Läuferinnen und 1.012 Staffeln haben das Ziel (rechtzeitig) erreicht. Beeindruckt hat mich die gute Organisation, überall waren orangene Helfer zu sehen und die vielen Versorgungs- und Erfrischungsstationen führten zu vielen kleinen Gehpausen. Trinken im Laufen? Nee - nix für mich.

Es gab viele Unterhaltungsstationen, um Läufer und Zuschauer bei Laune zu halten. Als der Moderator einer Station ziemlich am Ende des Laufs die Leistung der Läufer lobte, fragte ich meine gerade frisch gewonnene Laufbegleiterin, ob er das mit Anführungszeichen gesagt habe. Sie meinte, die dicken Anführungszeichen seien gut zu hören gewesen. Sie war mit ihrer Leistung aber auch nicht zufrieden, sie war schon mal eine 3/4h schneller.

Fazit: bei einer enttäuschenden Zeit von knapp über 5:00 h war dies kein Marathonlauf für mich. Aber eine gute lange Trainingseinheit. Durchhaltevermögen und Ausdauer wurden erfolgreich getestet.

Und für 2012 bin ich schon angemeldet. 

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