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Jakobsweg zu dritt

Von Ponschi am 27.01.2013

Nachdem ich vor zwei Jahren einen Unfall hatte, musste ich mein größtes Hobby, das Laufen, an den Nagel hängen. Nach vielen Operationen und vieler Rückschläge hatte ich mich irgendwann damit abgefunden, nie wieder Laufen zu können. Da ich genug Zeit hatte zu lesen, stieß ich dann auf das Buch von Hape Kerkeling, "Ich bin dann mal weg". Für mich war plötzlich klar, wenn ich schon nicht laufen kann, dann gehe ich eben wandern und wenn wandern, dann auf den Camino de Frances.

Doch auch noch etwas war klar, wenn ich mich auf den Camino begebe, dann auf keinen Fall ohne meinen treuen Begleiter, Beschützer und Freund, meinem Hund Sharik. Also habe ich mich mit der Planung beschäftigt und musste schnell feststellen, dass es mehr als schwierig ist, sich mit einem Hund auf den Camino zu begeben. In allen Foren und Büchern wird davon abgeraten, sich diese Strapaze anzutun, denn in Spanien sind Hunde nicht besonders willkommen. Mann kommt in keine der Herbergen rein und in den Pensionen und Hotels bekommt man in der Regel auch kein Bett. Doch damit war es mal wieder passiert, was bei mir immer passiert, wenn jemand behauptet, "es geht nicht", jetzt erst recht.

Als erstes habe ich mir ein Zelt gekauft, leicht und groß genug, für meinen Hund, einen Rucksack und für mich. Das erste Problem war damit schon mal gelöst. Was die Tour durch Spanien erheblich erleichtern würde währe eine Begleitung, doch wer geht schon 900 Kilometer ohne jeden Abend in einem bequemen Bett liegen zu können. Wer möchte fast jeden Tag im Zelt übernachten, auf einem Campingkocher das Essen selber zubereiten und auf noch viele andere Bequemlichkeiten verzichten?

Doch es gibt immer wieder Zufälle im Leben. Da mir die Ärzte ja bescheinigt hatten, nie mehr laufen zu können, und ich in Bonn einen Tommy erleben konnte, der sich auch keinem ärztlichen Rat unterwirft, bin ich meinen alten Grundregeln wieder gefolgt, "geht nicht gibt es nicht" und "glaube keinem Arzt alles". Nachdem ich mich von Tommy verabschiedet hatte bin ich nachhause und habe mir meine Laufschuhe angezogen. Währe doch gelacht, wenn der Tommy nur für sich einen Marathon geschafft hat. So bin ich dann im Oktober in Köln mit einer Butzehexe an den Start zum Halbmarathon gegangen. Bei unserem gemeinsamen Lauf durch Köln haben wir uns auch über mein Vorhaben, dem "Camino de Frances" unterhalten und wie aus der Pistole geschossen kam die Aussage, "da möchte ich auch hin". Ich habe ihr alle Strapazen aufgezählt, Hund, Zelt, und, und, und, doch ihre Entscheidung stand fest, sie möchte mit. Einzige Bedingungen von mir waren; sie muss sich mit meinem Sharik anfreunden, der Besen bleibt zuhause und gekocht wird kein Zaubertrank.

Um zu sehen, ob mein Sharik sich mit einer Hexe verträgt und sie auch ohne Besen größere Distanzen zurück legen kann, haben wir im Dezember eine mehrtägige Wanderung auf dem Albsteig unternommen, mit Rucksack und Hund. Das Ergebnis war mir zwar schon im Vorfeld fast klar und hat sich auch bestätigt, wir Drei sind ein unschlagbares Team und die 900 Kilometer werden bestimmt ein supertollen Erlebnis.

Ab dem 28.September werden wir uns auf den Weg machen und natürlich reichlich Bericht erstatten.

Kommentare

Hey Ponschi.

Na das ist doch eine grossartige Sache.

Habe auch schon einiges über diesesn Weg gehört und auch HPs Buch gelesen. Bin mir sicher, da werdet Ihr viele neue Erfahrungen machen und so einiges erleben. Wirklich eine tolle Idee.

Ich wünsche Euch viel Erfolg auf Eurem Weg und vor allem verdammt viel Spass.

 

Freue mich schon auf Eure Blogs :-)

 

viele Grüsse aus dem kühlen Süden ... muli

Hallo FRguy,

wenn das Wetter mitspielt werden wir vom 16. evtl. auch schon vom 15. bis zum 18.März auf dem Rennsteig unterwegs sein.

Wer sich um Frau Ponschi kümmert ist noch nicht geklärt. Die vorgeschlagenen Marathons hören sich auf jeden Fall gut an, Düsseldorf ist ja schließlich nicht dabei :-) Ich weiß, dass du als gebürtiger Düsseldorfer Verständnis hast, dass eine Kölnerin die verbotene Stadt nicht betritt. Da müsstet ihr euch mal kurzschließen.

Ich hätte da auch noch 2 Fragen:

A: Wann findet das Probewandern am Rennsteig statt?
B: Wer kümmert sich im Oktober um Frau Ponschi? Es gibt im Oktober so schöne Marathons in Süddeutschland, Österreich und einen am Gardasee ...

Liebe Traudl, lieber Josef !

Ich wünsche euch von ganzen Herzen das mit dem Jakobsweg das in euch erreicht was ihr erreichen wollt.Ich würde so gerne mitgehen aber die Zeit und die Gesundheit spielen nicht mit.

Es gibt soviel in mir aufzuarbeiten..ich weis nicht obe die 900 Km dafür reichen würden.Ich bin wahrscheinlich vor neue Aufgaben gestellt und ahne nichts gutes.An meiner Lebenseinstellung wird sich daran aber auch nichts ändern...es kommt wie es kommt und daruaus ziehen wir unsere Stärke.

Wenn ihr euch auf die Reise macht dann denkt daran das ich im Geiste mit gehe

@ traumboot, du hast das mit dem Hund schon richtig erkannt, er ist ein gefährlicher Kampfhund!!! Auf unsere Generalprobe am Rennsteig freue ich mich schon, denn die Gegend ist zu schön, um sie nicht zu erwandern.

@ Hexe, beim zaubertrank gibt es eine Ausnahme, den trockenen Roten. Natürlich ist Sharik ein Kampfhund, denn wie schafft er es sonst, die Einbrecher tot zu schmusen. Eines noch, mir kommt kein Besen ins Zelt.....

@traumboot- da kannst du dich verlassen- ohne Generalprobe geht da gar nix. und ausserdem freue ich mich dich wieder mal zu sehen. ob wir wie erst geplant schon zum Rennsteig kommen oder doch, wenn die Schneemassen weniger sind...werden wir dir noch rechtzeitig sagen.

liebes grüssle von der Hexe

so kenn ich euch,

mit dem gefärlichen Kampfhund Sharik die Pilger in Angst und Schrecken versetzen.

Aber kommt erst mal zur Generalprobe zum Rennsteig !!

Aaalsooo das mit dem Halbmarathon in Köln- day war ja schon ein Schlüssel erlebnis für mich. Jetzt mal kurz zur Albwanderung. Wer da wen mit zaubertrank abgefüllt hat und gewandert bzw gelaufen ist als ob da kein verletzter Fuß war etc.... das lassen wir mal.

Dann thema kampfhund: ich habe auch viel über den camino mit und ohne hund gelesen. Das klappt schon. Vor allem sharik habe ich festgestellt ist gar nicht so gefährlich wie er aussieht. 

 

Ob ich meinen besen wirklich zuhause lasse..... so ganz sind wir da ja noch nicht zum ergebnisgekommen. Da werden wir wohl nochmal wandernd diskutieren müssen und dabei von dem roten zaubertrank trinken..... denn der verleiht Flügel. ...

Ich freue mich auf das Abenteuer Camino mit euch beiden. Zelt,  regen und andere "Probleme" werden mich nicht aufhalten. 

Hexhex ;-)

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