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Ralf 67

Der Rheinsteiglauf, oder ein vollständig schöner Tag mit MSP Freunden.

Von Ralf 67 am 01.06.2010

Hallo liebe MSPler, Ponschi hat ja schon einen wundervollen Bericht in seinen Block hereingestellt. Dennoch möchte ich es nicht versäumen, wie von mir gewohnt, auch noch ein wenig Prosa über euren Häuptern auszuschütten. Diesesmal fällt es mir besonders leicht, da die Veranstaltung zu einem besonderen Event geworden ist.

Das lag natürlich nicht daran, dass für dieses Wochenende der Mittelrhein Marathon auf der gegenüberliegenden Rheinseite geplant war. Denn da hatte ich noch nicht den Forumsbeitrag von „derhallo" gelesen, der ein Treffen von einigen MSPlern am Rheinsteig vorschlug.

Nachdem ich auf der Website die Veranstaltung studiert hatte, war mir klar, wo ich an diesem Wochenende laufen würde. Wenn es, durch die Aussicht eines MSP-Treffens überhaupt noch einer zusätzlichen Entscheidungshilfe bedurft hätte.

Der Abend zuvor war geprägt (was bei mir seltener vorkommt) durch gemeinschaftliches Fernsehen mit Freunden, das Fussballspiel, der Boxkampf und nicht zuletzt der Song Contest sorgten dafür, dass ich nur drei Stunden geschlafen hatte, als der Wecker um kurz vor halb fünf klingelte.

Na ja selber schuld und erst recht daran dass ich noch nachmelden musste. Schließlich wusste ich ja schon seit drei Wochen von meiner Teilnahme.So erreichte ich gegen halb sieben den Startort in Bonn. Ein auf hoher Lautstärke gedrehter, plärrender Lautsprecher empfing mich mit Musik von der „deutschen Welle" aus den 80ern. Einzelne Läufer liefen auf die Zentrale der Deutschen Telekom zu, in der es die Startunterlagen gab. Ein einsames Startbanner stand neben den Lautsprechern im Regen. Kurzum ein eher trostloses Bild.

Nach meiner Anmeldung und dem anschließenden Abspulen von diversen Ritualen meldete ich mich telefonisch beim Hallo um zu hören, ob er vielleicht schon eingetroffen sei. Eine nette Frauenstimme (die sich mir später als Mumpitz vorstellte) erklärte mir, bereits auf dem Weg zu sein.

Dann kamen sie alle ganz schnell zusammen, Mumpitz, der Hallo, Ponschi, Muli,und Jose (ein Spanier mit stark rheinländischem Akzent).Nach dem Kennenlernen ging es dann wieder recht schnell, denn der Starterfolgte schon sehr bald.Ein Startphoto (geschossen von Mumpitz) und schon ging es los. Der Regen, der kurz vor dem Start wieder eingesetzt hatte, ließ nach und sollte auch erst nach dem Lauf wieder stärker einsetzen.

Gleich nach den ersten hundert Metern zeigte die Strecke bereits ihr Gesicht, es ging am Anfang stetig bergan unterbrochen durch Treppenpassagen an denen sich anfangs die Läufer stauten. Doch nach der ersten Verpflegungsstelle (bei km 3) hat sich das Feld bereits ein wenig sortiert gehabt.

Das Laufen war durch das aufgeweichte Geläuf nicht gerade einfach, deshalb war ich ganz froh mit der Harzquerung und dem Rennsteiglauf schon Crossläufe dieser Art und mit ähnlichen Steigungen und Gefällstrecken hinter mich gebracht zu haben.Trotzdem fluchte ich manchesmal nicht schlecht, dass ich meine Strassenschuhe und nicht, wie jeder normale Mensch meine Trailschuhe eingepackt hatte. Mit diesen „Ballettschuhen"unterwegs zu sein verlangte ein um das andere Mal besondere tänzerische Fähigkeiten.

Insbesondere beim Berganlaufen aufdie vielen Berge, wo man sehr oft gar keinen Abdruck setzen konnte und den gleichen Schritt häufig ein zweitesmal ansetzen musste. Und natürlich beim Bergab laufen wo manimmer wieder wild mit den Armen rudernd und Serpentinen laufend nach festem Grund suchen musste. So ging es ein um das andere mal mit gesenktem Haupt durch den Wald und über die Piste.

Dennoch öffnete sich immer wieder überwältigende Ausblicke auf den Rhein, den Drachenfels und auf das naheliegende Umland. So zum Beispiel bei Dollendorf wo wir trotz des Wetters mit einem grandiosen Fernblick belohnt wurden. Immer wieder standen Zuschauergruppen und Freunde der Läufer am Wegesrand und feuerten ihre Lieben an. Mittendrin unsere „ rasende Repoterin und Photografin" (O Ton Ponschi) Michaela die uns immer wieder ablichtete.

Nach dem Petersberg folgte der Geisberg (für mich der am wenigsten begehbare), obwohl wir doch vom Veranstalter ausdrücklich vor dem noch folgenden Drachenfels gewarnt wurden.Dort angekommen stellten sich die entgegenkommenden Spaziergänger eher als eine mögliche Gefahr dar, als die Wurzeln und die abgeschliffenen aus dem Boden herausragenden Steine. Doch mit gegenseitiger Rücksichtnahme (wohl eher auf Seiten der Spaziergänger) erreichten wir dann doch den Fuss des Berges um, dann gleich in den vierten Anstieg der Breiberge hineinzugeraten.Mittlererweile gut eingelaufen und mit den Bodenverhältnissen immer besser klarkommend war auch dieser Berg schnell genommen und es ging auf die Bergabpassage in Richtung Schmelztal.

Irgendwie hatte ich diesen Anstieg als letzten im Kopf abgespeichert, so dass ich die Berganpassagen zum Himmerich doch nur etwas schwerfälliger hinaufkam. Dank der beeindruckenden Anzahl von Verpflegungsstellen (laut Muli sollen es 12 oder 13 gewesen sein) war aber auch dieses letzte Stück zu meistern. So ging es durch Bad Honnef zur Insel Grafenwerth, wo sich auch das Ziel befand.

Dort wurden wir bereits schon wieder von unserer Photografin und dem alkoholfreien Weizenbier erwartet. Schnell war unsere Gruppe wieder zusammen und pünktlich setzte der Regen wieder ein.

Zu einem vollständig schönem Erlebnis wurde der Tag, als wir von Mumpitz und dem Hallo noch zum Kaffee und Kuchen eingeladen wurden. Voller Staunen erfuhr ich dass Muli und der Hallo auch backen können und sich tags zuvor in der Küche abgemüht hatten. Für einen Maggikoch wie mich, der sich allenfalls eine Pizza selbst auftaut eine beeindruckende Sache.

So saßen wir nach dem Lauf noch fast drei Stunden zusammen und erzählten uns eine Geschichte nach der anderen. Leider verging die Zeit dann doch sehr schnell und ich musste an meine Heimreise denken. So gingen wir auseinander, nicht ohne die Zusage, für einen weiteren gemeinsamen Event zu sorgen.

In guter Hoffnung das dies funktioniert möchte ich mich ganz herzlich bei Euch allen für diesen wunderschönen Tag danken.

Insbesondere natürlich unseren Gastgebern, die diesem schönen Tag den Rahmen gaben und uns mit Photos vom Lauf beglückten.Es war wunderschön!!!

Ralf

Kommentare

starker Bericht! schade, dass ich nicht dabei sein konnte.... treffen mit msp-leuten ist immer etwas besonderes. Wir haben hier wirklich tolle Leute und es ist so toll, den/die eine/n oder andere/n real kennenzulernen.

Hallo Ralf, 

sehr schöner Bericht. Man kann sich die Strecke lebhaft vorstellen, das auf und ab, egal ob Strecke oder Laufkraft ;-) Die Bilder sprechen jedenfalls nur von den "aufs". 

Es hat mich sehr gefreut, Dich persönlich kennen zu lernen. Bei einem nächsten Lauf läufst Du mir bestimmt mal wieder vor die Kamera. Es wird mir eine Freude sein. 

Viele Grüße
Michaela 

Hallo Ralf,

bitte nicht zu viel des Lobes - und wenn dann auch die vollständige Geschichte zu den "Back-Künsten" ;-)

Beim ersten Kuchen mussten wir ein zweites Mal anfangen, da Mehl, Butter und Kakaopulver einfach nicht zu einer cremigen Masse werden wollte - wir hatten Mehl mit Quark verwechselt. Aber gut, hat ja anscheinend geschmeckt...

Hat mich sehr gefreut Dich kennen zu lernen. Ich freue mich schon auf den nächsten gemeinsamen Lauf!


Viele Grüße

Marco

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