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Rennhuhn

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Hilfe, ich trainier Marathon!

Von Rennhuhn am 28.07.2011

Der erste intensive Trainingsmonat vor dem Marathon ist fast um. Ich bin ganz zufrieden. Aber irgendwie komme ich nicht vorran, so habe ich das Gefühl. Stimmt objektiv nicht ganz, aber naja.

Der intensive Trainingsplan began am 1.7 und sah folgende Einheiten vor, diese habe ich aufgrund der Empfehlungen von Runners erstellt. Diese Empfehlung war gut und klang umsetzbar. 

Die Woche beginnt Montags mit einer Pause. In den Ferien nutze ich die etwas mehr freie Zeit zum schwimmen. Ob ich das auch nach den Ferien noch hinkriege? Wir werden sehen.

Dienstags ist ein leichter Lauf bis 10km vorgesehen. Die Pace soll 7:30 sein, je nach Wetter ist das ein tolles Tempo. So bei 30 Grad oder schwülen Wetter. ;)

Mittwochs ist wirklich mal ganz Pause. Nagut, ich mach dann halt meinen Papierkram, aber ich laufe nicht. 

Donnerstag soll ich 8km Templauf in 6:30 absolvieren. Ähhhh, ja, schaffe ich aber nie.... 

Freitag 10km in 7:30.

Samstag Pause und Zeit für Fußball gucken oder so.

Sonntag ist dann der lange Lauf geplant. Der längste war bisher 24km. 

Durchschnittlich habe ich ein Wochenpensum von ca. 42km. 148km habe ich diesen Monat absolviert. Also auch praktisch schaut es ganz gut aus. :)

Soviel zur Planung, ich muss aber sagen. Hilfe, was habe ich mir angetan. Ich laufe weil ich muss! Es ist ein wenig wie Autopilot, Schuhe, Uhr, Musik und einen Fuß vor den anderen setzen. Auf jeden Fall bei den langen Läufen. Ich fand ja 15-20km immer unglaublich schön zu laufen. Wenn man aber nicht mehr kann und weiß, was man noch muss... Da rebelliert irgendwas in mir. Was mir grad besonders zu schaffen macht, wenn ich nicht mehr kann steht da oft noch eine km Zahl weit unter der 42 auf der Uhr. Wie soll ich denn um Gottes Willen jemals mehr als 30km laufen? Da bin ich ja noch nicht mal gelandet! Mein Gemüt bei den Laufen wechselt wie das Wetter zur Zeit, vom unglaublichen Glücksgefühl bis zur Wut war da schon alles dabei. Glück wenn man auf KM 17 noch kann, Wut wenn bei KM 20 trotzdem der Akku schlicht und ergreifend leer ist. 

Der Körper ist dann auch an manchen Tagen und nach manchen Läufen einfach nicht mehr das, was er mal/nie war. Nach dem 24km Lauf hatte ich solch einen Muskelkater und Schmerzen in den Waden, dass ich Nachts kaum schlafen konnte. 

Unter dem Strich habe ich mir das alles spaßiger vorgestellt. Aber ich finde lange Läufe unglaublich unkomisch. Vielleicht auch weil ich mich morgen mal um eine Verbesserung meiner Verpflegungslage auf den Läufen kümmern muss. Ein Gürtel muss her. Ein neuer. Der alte ist hin. Ganz ehrlcih, vollzeit Job und intensives Training ist halt kein Spaß. Auch weil ich seit letztem Sommer ja kaum Urlaub hatte. 

Ich habe also ordentlichen Bibber! *g*

Werde aber nicht jammern, sondern weiter den Schweinehund bekämpfen. Er und ich, wir werden Köln rocken!! Es sind halt nicht 42 km sondern noch viele Traningskm. mehr! ;)

 

Kommentare

Hallöchen, dann will ich die zahlreichen Meinungen mal kommentieren. Danke für eure Antworten.

Also, mir ist inzwischen klar geworden, dass mir auch so ein kleines Jährchen an Training fehlt. Leider habe ich die Entscheidung aber schon im Januar getroffen und da war sie der logische Schluß. Jetzt so kurz vor dem Ziel zeigt sich, dass ich da wirklich falsch lag. Gut, es wird also Schmerzen geben, dass sehe ich auch. Pech! :) Solange ich sie nichts chronisch habe oder mir was ernstes tue, ist alles in Ordnung. Über eine gewisse Grenze werde ich auch nicht gehen. Herz und Kreislauf habe ich neulich im übrigen checken lassen. :)

Für alle Befürworter des HM, den bin ich doch schon gelaufen. Ich wollte halt den doppelten Spaß! Leider bekommt man auch das doppelte Training. *huch* Meine Arbeitsbelastung wird sich so auf kurz oder lang auch nicht verändern. Mehr Zeit werde ich voraussichtlich nicht haben. Ich werde also mit der wenigen Zeit leben müssen und das Training dort rein pressen müssen, will ich den Marathon laufen. *wiederpech* :)

@Traudl: ja, man lernt mit oder ohne Berater auf jeden Fall fürs leben. Ich habe eine Menge gelesen, eine Menge Ahnung von der Anatomie und Psychologie, sowie Motivationstheorien. Die Zeit ist mir eh wurscht. 

@Andy:danke für den Tipp, hat gestern geholfen. 

@Black: man muss ihn doch einmal laufen! ;) Man  muss aber auch irren können. 

@Harald: ICh werde so kriechen, dass mich einige Leute so richtig hassen werden! Wenn sie mich umkurven müssen. Mache mir dann am Ende Freude auf den Besenwagen. 

@Muli: Auch deine Tipps trugen Früchte.

@Sandrax: Vor deiner Laufleistung ziehe ich ganz ehrlich den Hut! Du hast meinen vollen Respekt auch für deinen ersten Marathon. Leider bin ich da anders gestrickt...

@Weilersigi: Das Grausen ist das Training....

Den Rest dann im nächsten, gleich zu verfassenden Blog.... :)

Hallo Rennhuhn,

wie hier schon geschrieben wurde, finde auch ich, dass Köln für dich zu früh kommt. Du kannst dir dort ganz leicht den Grausen holen und dann? Dann sagst du vielleicht: Nie wieder! Und das wäre doch sehr schade.

Es ist aber auch schwierig nebst Job auch noch viel Zeit für´s Laufen aufzubringen. 

LG

Weilersigi

Hallo Rennhuhn, ich möchte nicht wiederholen, was hier die anderen schreiben, jedoch allen Pots meine Bestätigung geben. Ich kann Dir auch nur sagen, dass du dir und Deinem Körper mit Sicherheit mit dem Marathon leichter tust, wenn du dir noch etwas Zeit läßt und vorher mal mit einem halben Marathonluft schnappst. Ich habe vor meinem 1.ganzen auch sehr viele km gesammelt und bin bestimmt über 10 Jahre gelaufen, bis ich mir den Marathon zugetraut habe. Selbst mit dem ersten halben habe ich mir viel Zeit gelassen, obwohl ich viiiiiele Trainingsläufe auf diese Distanz gelaufen bin und laufe. Man muss sich einfach nicht ganz so dolle quälen und die Zeit, die am Ende rauskommt, ist einfach auch besser, als einfach nur auf "Marathon-schaffen" hinzuarbeiten. Klar wirst du mit deinem training den Marathon irgendwie schaffen, jedoch wirst du dch mit mehr kilometer-Erfahrung wesentlich weniger Probleme mit der langen Distanz haben. Ich wünsche Dir alles gute fürs Training und -wie Muli auch schreibt- ich gebe Dir gerne einige Tipps- einfach posten. Ich gehöre ganz sicher nicht zu den Spitzenzeitenläufern, jedoch habe ich langjährige Erfahrung und laufe sehr viel und habe noch immer seeeeeehr viel Spass daran...liebe Grüße von der Rennsemmel.

Liebes Rennhuhn.

Jetzt will ich doch auch mal meinen Senf dazu geben, wer weiss wofür es gut ist ?!

Vielleicht sind die Anregungen mit dem Halb-Marathon gar nicht soooo verkehrt.

Aber da Du dich wahrscheinlich zu einem Marathon angemeldet hast, brauchst Du jetzt halt eine Lösung für Deine langen Läufe.

Als 1. Lösung sehe ich, die Strecke nicht alleine zu laufen. Hast Du nicht jemanden oder gar mehrere die mit Dir zusammen laufen würden ? Oder vielleicht jemanden der Dich auf dem Fahrrad begleitet und auch gleich den Proviant für Dich transportiert ? So ist es bestimmt nicht so langweilig. Und wenn man sich unterwegs unterhält dann vergeht die Zeit wie im Flug.

Eine 2. Lösung wäre Du nimmst Dir Hörspiele und Geschichten auf dem mp3-Player mit. Das habe ich auch mal probiert und funktioniert super. Erst wenn die Geschichte vorbei ist wirst Du merken wo Du doch schon bist und das Du richtig doll lange gelaufen bist. Bei mir klappt das immer super. Zuletzt habe ich es mit Geschichten der drei Fragezeichen versucht :-)

Dann schreibst Du, das nach 20Km der Akku leer ist.

Natürlich musst Du Deinen Körper erst mal an eine derart lange Belastung gewöhnen. 2 Stunden und länger laufen macht man halt nicht so "mal eben". Auch solltest Du vorher gut gegessen haben (natürlich nicht unmittelbar vorher) und Deine Energiedepots gefüllt sein. Mittags noch eine ordentlich Ration Nudeln bzw. Reis und nachmittags dann los die Runde gedreht.

Auf Gels und der gleichen kannst Du auch beruhigt verzichten, Mit normlem Wasser passt das schon. So gewöhnst Du den Körper gleich dran, das es jetzt erst mal keine weiteren Kohlenhidrate gibt und er sie sich gut einteilt. Beim Langsamen laufen soll er ja möglichst mit der Fettverbrennung die benötigte Energie herstellen können.

Und wenn Du dann von Woche zu Woche die Kilometerleistung etwas erhöhst, dann wirst Du in 6-8 Wochen, über einen 20Km Lauf nur noch lächeln können. Die läufst Du dann auch mal abends.

Wünsche Dir ganz viel Erfolg beim Laufen und nicht die Km die noch vor Dir liegen zählen, sonder dich über die Strecke freuen die Du schon zurück gelegt hast.

Sofern Du noch Fragen hast, immer schön hier posten. Einer hat immer die passende Lösung. Schleisslich machen wir ja alle das Gleiche und Problemchen die gelöst werden müssen hatten auch alle schon mal.

bis dann und machs gut ... das Muli

hallo Rennhuhn

ich verfolge deine Vorbereitung auch mit sehr grossem Interesse. Hochachtung vor deinem Pensum. ich weiss nicht, ob ich das alles mit einem ganztagjob unter einen Hut bringen würde. Ursprünglich wollte ich ja dieses Jahr auch noch Marathon laufen- aber irgendwie komme ich mom bei den langen nicht über 25 km raus...also lass ich das dieses Jahr mit Marathon. Das soll aber nicht heissen dass du das nicht schaffst. Dein starker Willen und dass du es durchziehen willst- zeigt dass du deinen Schweinehund voll im Griff hast.

und trotzdem denke ich, dass es bei dir auch noch relativ bald ist, dass du Marathon willst. Meinen Ersten habe ich nur geschafft, weil mich fastfoot unwahrscheinlich toll mit Rat und Tat unterstützt hat. Für alle, aber wirklich alle Fragen hatte er Antwort und wenn das Training nicht so lief, wie ich es mir vorstellte, hat er auch noch irgendwas positives rausgezogen.(Danke fastfoot, war ein klasse und sehr lehrreiches Jahr!!)

Wenn du auch so jemand in deinem Umfeld zur Unterstützung hast- dann...kann eigentlich nix schieflaufen. Zeit ist ja egal!

ich wünsche dir viel Glück und Erfolg bei deinem Unternehmen. Wegen der langen Läufe- einfach abschalten und laufen .... alles Gute aus dem wS!

tt

Hey Rennhuhn :-)

du greifst zu früh nach den Sternen und riskierst ne Bauchlandung. Dein Laufpensum ist noch zu gering um erfolgreich, beschwerdefrei und risikolos einen Marathon zu laufen. Warum versucht du es nicht erstmal mit ein paar Halbmarathon-Wettkämpfen. Du gewinnst Erfahrung und kannst dir dein Selbstbewußtsein stärken :-) Fleißig weitermachen und nicht abheben. Wenn du die ersten Halbmarathons in ca 2 Stunden schaffst dann plan dein großes Ereignis. Viel Erfolg!!!

Wieso eigentlich Marathon? Bei dem ganzen Stress, den du um die Ohren hast, fände ich einen halben irgendwie sinnvoller. Und die Vorbereitung ist dann nicht ganz so heavy.

Trotzdem wünsche ich dir gutes Gelingen nd irgendwie fühle ich mich ziemlich ähnlich. Seitdem ich für den HM trainiere fühle ich mich subjektiv langsamer als vorher... Aber der Trainingsplan hat IMMER RECHT ;-)...

Hallo Rennhuhn,

Du darfst beim 1.Marathon niemals die komplette Strecke im Kopf haben, sondern teil dir diese doch einfach in verschiedene Abschnitte ein.
So nach dem Motto: "Die ersten 5 Km mal locker lostraben und schauen was um einen rum so passiert; dann stehen vielleicht bei Km 9 Bekannte von Dir - und bei Km 15 kommt ein markanter Streckenpunkt (hab jetzt die Strecke nicht im Kopf ;-) )
Und kaum ist man losgelaufen, ist die Hälfte schon rum *sfg*

Das packst Du schon !

Und ich denke wenn Du erstmal auf der Strecke bist und die Zuschauer Dich anfeuern, dann tut es nur noch halb so weh ;-)

Viele Grüße

Andy

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