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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint

Von ThomasKnackstedt am 15.01.2008

Countdown-Tagebuch.

Bald geht es los. Die Vorbereitungen auf unseren Deutschlandsprint werden in den letzten 100 Tagen auf unserer Website   www.deutschlandsprint.de   und, wenn nichts dazwischen kommt, auch hier auf meinsportplatz.de in Form eines Tagebuchs aufgearbeitet werden. Beinhaltet wird auch die Vorbereitung für den Hamburg Marathon sein. Dort werden wir mit einer sechsköpfigen Gruppe starten, deren Zielergebnisse im Männerbereich zwischen 2:30 - 3:00 Stunden liegen werden. Dazu haben wir eine Marathon-Novizin am Start. Da heißt es ankommen und, wenn alles glatt geht, unter vier Stunden zu bleiben. Es sollte also für einen Großteil der lesenden Läufer etwas dabei sein. Im Trainingstagebuch geht es dabei nicht nur um Training, Zeiten, Pläne und den ganzen Organisationskram, sondern ich werde auch ein bisschen über die Sachen berichten, die neben der Spur des täglichen Trainings ablaufen. Im letzten Jahr hat das, in der Vorbereitung auf den Hannover Marathon, eine ganze Schar Leser gefunden. Schaun wir mal, ob das in diesem Jahr wieder klappt.


Start für das Countdown-Trainingstagebuch ist der 21. Januar 2008

Zur Einstimmung gibt es hier schon mal ein Vorwort.

 

Drei Tage Deutschland einatmen. Wie fühlt sich das an? Von den Alpen bis an die Nordsee laufen. Schnell laufen. Geht das wie im Rausch vorüber? Oder wird dieser Rausch zäh und leidvoll? Ich kenne das von vielen Läufen. Das „Runners High“ ist in meinen Augen eine Erfindung von was weiß ich wem. Wenn ich laufe, gut laufe, dann bin ich einfach nur zufrieden. Dann bewegt sich mein Körper wie ein gut geschmierter Motor. Aber ich weiß auch, was leiden bedeutet. Wenn nichts mehr läuft, selbst nichts mehr geht. Im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Wir oft feuerte ich meine Klamotten in die Ecke und schwor mir: Schluss, aus, vorbei! Man muss nicht Laufen! Aber ich zog mir die Sachen immer wieder an, schnürte mir die Schuhe und lief wieder los. Ohne es zu bereuen. Ein Wahnsinn, der sich nicht erklären lässt.

 

Jetzt soll es durch Deutschland gehen. Eine verrückte Idee. Sie kommt von Mario. Wie sollte sie da anders als verrückt sein. Meine einzige Beigabe war: „Wenn schon durch Deutschland, dann aber schnell.“ Im Nachhinein bedacht mindestens genau so verrückt.

 

Wie werde ich mich fühlen, wenn der Tag X kommt? Wenn der Deutschlandsprint beginnt. Ich habe keine Ahnung.

 

Das einzige, was ich weiß, ist: Egal, wer von uns läuft. Ganz egal welche Strecke er zurücklegt. Alle werden denken, sie seien bei jedem Kilometer dabei gewesen. Ganz sicher. Meine Läufer und ich haben eine Sache gemeinsam: Wir ticken gleich. Ich weiß nicht warum, aber es ist so. Das, was die anderen erleben, was sie berichten, wovon sie schwärmen, das ist für jeden der Gruppe ein Mit-Erlebnis, ein Mit-Gefühl. So werden wir das angehen. Als Team. Alle für einen, einer für alle. Ganz genau so. Dabei beziehen wir nicht nur die Läufer, sondern auch jeden Helfer und Unterstützer mit ein.

Vorwort Tagebuch 1
Teamspirit bei den Delligser Läufern. Egal, ob im Training...

Woher ich diese Sicherheit nehme? Ich bin der Letzte, der sich blind auf andere verlässt. Viel zu oft warten Enttäuschungen hinter Versprechen oder Absichtserklärungen. Nur, ich kenne diesen laufenden Haufen jetzt seit 10 Jahren und muss, auch nach längerem Nachdenken, staunend feststellen: Ich bin von dieser Gruppe noch nie enttäuscht worden! Ganz sicher wurden einige der gesteckten Ziele nicht erreicht, aber das konnte ich verschmerzen. Denn der Versuch, das Wollen, das komplette Einbringen der eigenen Kraft, stimmte immer. Das wird auch beim Deutschlandsprint so sein. Jeder läuft nicht nur um sein Leben, sondern auch für seine Teamkollegen. Das Ergebnis in Tagen, Stunden und Minuten ist da eher zweitrangig. Was zählt, ist ein passendes Puzzleteil für ein komplettes Gesamtbild abzugeben. Dieses Bild wird in den nächsten Monaten Gestalt annehmen. Lassen wir uns also überraschen.  Von jetzt bis zum Tag X. Vom ersten Schritt in Bayern, bis zum letzten Schritt in Schleswig Holstein.


Vorwort Tagebuch 2 

...oder im Wettkampf.

Ihr könnt uns bei der Vorbereitung begleiten. Seid anwesend, an jedem der letzten Hundert Tage. 2007 veröffentlichte ich ein Trainingstagebuch auf der Internetseite des DSC. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Unsere Verbindungen und Strukturen untereinander wurden für viele Leser öffentlich gemacht. Das birgt Gefahren, sorgt aber andererseits auch für sehr viel Verständnis und Unterstützung. Dabei wird es auch im Countdown-Trainingstagebuch nicht nur um Kilometer und Sekunden gehen. Wir wollen schließlich nicht langweilen. Viel wichtiger ist uns, dass ihr einen Blick hinter die Kulissen werfen könnt. Backstage, sozusagen. Das ihr merkt, wie wichtig die Vorbereitung für so einen Lauf ist. Dass der Marathon- oder Ultrastart zwar ein ganz wichtiges Erlebnis ist, aber die lange Vorbereitung auf diesen Start zur eigentlichen Aufgabe wird, die es zu erledigen gilt.

 

In diesem Sinne freue ich mich schon jetzt auf die, wenn auch ziemlich einseitige, Kommunikation mit Euch. Ihr dürft dafür schon ein wenig Vorfreude auf uns entwickeln. Ich verspreche euch: In und um den Delligser Lauftreff ist einiges los. Und ihr werdet dabei sein.

 
 

Thomas Knackstedt  

 

 

 

 

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