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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown-Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 09.02.2008

Noch 81 Tage. 9. Februar 2008

www.deutschlandsprint.de

Der hellste Stern im großen Wagen ist Alioth. Es handelt sich um einen 81 Lichtjahre entfernten, weiß leuchtenden Stern mit ungefähr dreifachem Durchmesser und vierfachem Gewicht unserer Sonne. Ob er allerdings seine Planeten, falls er denn welche hat, genau so herrlich beschienen hat, wie es unsere Sonne heute uns hat angedeihen lassen, das kann ich euch nicht mitteilen.

Der Deutschlandsprint ist für unsere Gruppe so etwas, wie der Griff nach den Sternen. Wir wollen etwas versuchen, was noch niemand in dieser Art und Weise versucht hat. Die Ungewissheit, ob wir unseren Plan letztendlich zielgenau umsetzen können, macht dabei den Reiz der Geschichte aus. Wir haben mittlerweile wieder ein paar Helfer dazu gewonnen, aber wenn ich schon mal dabei bin: Wir brauchen noch mehr Unterstützung! Also: Schaut auf unserer Website auf die schwarze Linie. Da geht doch noch was!

                                           TTB81

                         Schon ziemlich nah an den Sternen. Güni und Silvia auf dem Sollingturm.
                                                      Ein Bild aus dem Trainingslager in Silberborn.

Heute Morgen habe ich meine Hedelfingen-Runde gedreht. Ein Highlight. Als ich Alex gestern Abend auf meinen Trip in die Weinberge mitsamt ihren fiesen Steigungen ansprach, sagte er zu mir: „Darum nennt man Stuttgart auch das San Francisco Deutschlands.“ Das ist mir zwar völlig neu, aber wenn Alex das sagt, wird es schon stimmen.  Meine Hedelfingen-Runde sieht ungefähr so aus: Ich laufe etwas über zwei Kilometer in Richtung Esslingen. Dort schlage ich mich nach rechts in die Kleingärten, Richtung Krankenhaus Ruit. Wenn Stuttgart San Francisco ist, dann ist der Weg nach Ruit für die nächsten 1,8 Kilometer mein Alp d’Huez Schwabens. In Serpentinen windet sich eine kleine, asphaltierte Straße mit bis zu 15 Prozent Steigung nach oben. Es gibt nur steil und noch steiler. Oben angekommen geht es ein paar Minuten auf ebener Straße weiter, dann führt der Weg durch den Wald und am Ortsrand Hedelfingen geht es mit 20 Prozent Gefälle nach unten. Wenn du es da ungebremst laufen lässt, landest du mit Sicherheit auf der Klappe. Insgesamt ist die Strecke 7,15 Kilometer lang.

Ich laufe zunächst locker und bringe die Runde in 36 Minuten hinter mich. Es ist noch ungewohnt, in der Sonne zu laufen. Das hatte ich seit Wochen nicht mehr. Beim zweiten Durchgang wird der Turbo eingeschaltet. Jedenfalls für meine Verhältnisse. Mein Alp d’Huez sieht mich hechelnd und japsend im roten Bereich. Und die Gefällstrecke nach Hedelfingen renne ich in latenter Sturzgefahr. Nach 31 Minuten wäre auch das geschafft. Ich bleibe kurz stehen und merke: Das reicht für heute! Dann laufe ich noch einen Kilometer aus und bin recht zufrieden mit mir.

Am Nachmittag fahre ich mit meiner Tochter nach Leonberg. Wir wollten uns eigentlich den Pferdemarkt anschauen, aber der findet leider erst Morgen statt. Na ja, macht nichts. Ihr habt ja schon gelernt: Ein Langstreckenläufer ist auf alles vorbereitet. So machen wir einen Bummel durch die Altstadt, trinken einen Cappuccino, verlaufen uns im Parkhaus(o man, war das peinlich) und düsen wieder Richtung Heimat.

Heute Abend geht das Jungvolk dann wieder auf die Piste und ich werde einen ruhigen Abend verbringen. Wenn ich ehrlich bin: Ich kann es gebrauchen. Morgen hören wir uns dann wieder von ganz woanders. Bis dann…

 

Thomas Knackstedt

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