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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 13.02.2008

Noch 77 Tage. 13. Februar 2008

www.deutschlandsprint.de

Zunächst einmal: Asche auf mein Haupt! Mario, wie kann ich das wieder gut machen? Entweder war ich zu stark beschäftigt, habe mich zu sehr geärgert, du bist so viele Ultras gelaufen, dass ich das nicht mehr auf Tasche hatte, oder es ist wirklich schon Altersdemenz. Natürlich hat Mario den Swiss Alpine schon geknackt. Originalkommentar: „Lächerlich, das Ding habe ich doch schon locker abgehakt.“ Bei Marios Extremläufen ist mir dieser Einsatz doch tatsächlich durchgerutscht. Mario, ich  mache das irgendwie wieder gut. Versprochen.

Wer erinnert sich noch an 77 Sunset Strip? Keiner? Na ja, wer das im Original gesehen hat, sitzt vermutlich schon im Rollstuhl und läuft nicht mehr. Die US Krimiserie mit dem Detektiv Kookie lief von 1958 bis 1964 mit 205 Folgen im US-Fernsehen. 64 davon wurden synchronisiert und flimmerten auch über deutsche Bildschirme. Ich kann mich noch an die ein oder andere Folge als Wiederholung erinnern. Meine Eltern haben die Serie geliebt. Ich stand später mehr auf Stanley Beamish in „Immer, wenn er Pillen nahm“, „Mini-Max“ oder „Timetunnel“. Die Geschmäcker sind halt verschieden.

                                       TTB77

Ein Fernseh-reifer Schnappschuss. Karsten Eich und die Hilsläufer nach dem Paderborner Osterlauf. Für dich Karsten: Alles Gute für die Zeit nach deiner erfolgreichen Laufkarriere.

Mir persönlich sagen solche Erinnerungen immer: Schön war die Zeit…aber: Sie ist vorbei. Alten Zeiten hinterher zu trauern, bringt einem nichts ein. Der Mensch und auch der Läufer sollte in der Gegenwart leben und nicht als ewig Gestriger durch die Landschaft schleichen. Ihr kennt sie sicher auch, diese Typen, die einem immer wieder vorkauen, wie toll damals alles war. Nicht, dass sie sich freuen würden, dass sie diese Zeiten erleben durften…o, nein…sie ärgern sich lediglich, dass sie vorbei sind. Manchmal habe ich das Gefühl, diese Menschen wollen einfach ein Plus auf der Habenseite ihres Lebens verbuchen, das Du, aufgrund deiner späten Geburt, nicht vorweisen kannst. Ziemlich egoistisch und kurzsichtig, jedenfalls wenn ihr mich fragt. Meine Philosophie ist das jedenfalls nicht. Dann schon eher: Genieße den Tag. Wie habe ich vor kurzem bei meinsportplatz.de im Forum gelesen: Je älter ich werde, desto schneller bin ich früher gelaufen. Treffer! Versenkt, volle Punktzahl. Ein schöner Spruch.

Wo wir gerade beim Fernsehen waren. Ich habe natürlich auch ein paar Fernsehsender über unseren Lauf informiert. Es gab einige nette Antwortschreiben. Ja, interessant, okay, wann, wie, wo soll das laufen? Letztendlich keine verbindlichen Zusagen und der Hinweis, dass man die Angelegenheit kurzfristig, frühestens im April entscheiden würde. Nett, dass man drüber gesprochen hat, aber für uns nicht besonders hilfreich. Mit dem Radio oder überörtlichen Sponsoren ist das ähnlich. Ziemlich schwierig. Die Krone ist dann noch, wenn mir ein völlig Fremder, der unsere Gruppe persönlich überhaupt nicht kennt, durch die Blume mitteilt, dass wir den Deutschlandsprint eh nicht gebacken kriegen, wir sollten lieber härter daran arbeiten, als Blogs ins Netz zu stellen. Danke schön. War der Kerl schon mal heimlich hier, oder wie soll ich das verstehen? Meine Truppen reißen sich für den Sprint den A…auf. Einsatz ohne Ende, der es nicht verdient hat, sich derart unsachlich bewerten zu lassen. Wer uns Delligser Läufer kennt, der weiß genau, dass wir uns reinhängen. Und hier, in unserer kleinen Hilsmulde, da ist die Begeisterung verdammt groß. Nicht nur bei den Läufern. Auch die Gemeinde, örtliche Firmen, unsere Lokalzeitung und Einwohner ziehen da mit. Hat so ein bisschen was von Kleinbonum, jedenfalls wenn ihr mich fragt. Uns gefällt es jedenfalls.   

Also werden wir uns was anderes ausdenken müssen. Als ich am Wochenende die Videoaufnahmen vom Kölnmarathon 2001 gesehen habe, war mir klar: Auch vom Deutschlandsprint muss es ein paar bewegte Bilder geben. Wir werden daran arbeiten. Und wir kriegen das hin. Wartet es ab, Römer…

Natürlich war heute Training. 15 Kilometer durch den Ort. Dabei zwei Mal drei Kilometer in 12 Minuten. Beim Treffpunkt ist volles Haus, über 15 Läufer. Wahnsinn. Wir laufen uns warm, dann gehen die schnellen Jungs Tewes, Jörn und Rafael mit einer 11 Minuten Zeit auf den Turn. Wir folgen in einer Sechser Gruppe mit einer Minute Abstand. Beim zweiten Durchgang schnappen natürlich wieder einige über. Der Doktor verfolgt verbissen unsere Ausnahmeläufer und zieht gleich Jürgen und Armin in seinem Sog mit. Sie sind einfach wie junge Hunde und werden sich nie ändern. Ich behalte das Zifferblatt meiner Uhr im Auge, lasse die Anderen in Runde zwei wegziehen und halte mich zurück. Geht doch.

Zu Hause angekommen, finde ich in meinem Mailaccount eine Nachricht aus Flensburg vor. Der 1. Flensburger Lauftreff ist dabei. Klasse. Start, Ziel und ein Teil der Strecke sind gesichert. Und das alles ohne Zaubertrank…

 

Thomas Knackstedt

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