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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown-Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 15.02.2008

Noch 75 Tage. 15. Februar 2008

www.deutschlandsprint.de

Bei der 75 bemühe ich das Internet für einen Zufallstreffer. Was kommt denn da so raus, wenn man die 75 mit dem Suchwort Altersklasse eingibt? Schauen wir doch mal, was wir da haben.

Den Läufer Dr. Heinrich Gutbier. Altersklasse M 75. Die  100 KM in 9:43 Stunden. 8-facher Welt-, 5-facher Europa-, und 13-facher Deutscher Meister. Alter Schwede! Hut ab! In den Altersklassen findest Du ganz große Leistungen. Meistens von Späteinsteigern, die im Alter, mit jeder Menge vorher ungenutztem Talent, richtig was umreißen. Diejenigen, die im Alter von 20 bis 30 Jahren Weltklasse waren, finden in den Altersklassen eher selten statt. Viele ehemalige Weltklasseläufer sind durch die harten Profijahre oft körperlich verbraucht oder bringen keine Motivation für die Altersklassen mehr mit. Allerdings bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel.

Zum Thema Altersklasse fällt mir aber auch noch etwas anderes, nicht so erfreuliches, ein. Es gibt Altersklassenläufer(dem Herrn sei Dank: Es sind nur einige wenige) die ihre sportliche Reputation allein aus ihrem Alter ziehen. Wir Delligser veranstalten ja selbst den Hilskammlauf. Und da kann man dann erleben, dass sich eine Läuferin oder ein Läufer beschweren, manchmal auch schriftlich, mit bitterbösen Worten, dass sie nicht extra ausgezeichnet, vorgestellt, genannt oder aufs Siegertreppchen gestellt wurden. Mal ganz abgesehen davon, dass wir aufgrund negativer Erfahrungen diesbezüglich keine Siegerehrungen für die Altersklassen mehr durchführen, stellst du dann bei der Überprüfung dieser Beschwerden fest: Die oder derjenige waren einzige/r Starter/in in der entsprechenden Altersklasse. Das Ganze noch mit einer sehr mäßigen Zeit garniert, lässt mich dann immer nur kopfschüttelnd und verstört zurück. Aber wie hat mein Onkel Hermann immer so schön gesagt: „Es gibt so welche und so welche. Und dann gibt es noch so welche und davon gibt es am meisten.“ Recht hat er.

Gestern habe ich einen Versuch unternommen, einen Guinessbuch-Eintrag im Dauertelefonieren zu erreichen. Von Stade bis Gundelfingen habe ich die Hörer klingeln lassen, um den Verbleib einiger Mails zu erforschen. Beim Guiness-Buch-Büro musste ich mir später allerdings sagen lassen, dass die paar Anrufe jede 12jährige in der großen Pause mit ihrem Handy hinbekommen hätte, ich solle lieber wieder auflegen. Gut, für mich war es trotzdem eine Menge Telefon. Aber es hat sich auch gelohnt. In Stade und Wilster erhielt ich gleich telefonisch positiven Bescheid und bei anderen Vereinen lag unsere Mail zwar auf Halde, war aber schon wohlwollend ins Auge gefasst worden.
Dazu habe ich noch ein paar richtig gute Laufteams entlang der Strecke ermitteln können und auch denen gleich Post zugesandt. Warten wir es also ab…

Heute wollte ich meinen Marathon-Schützling Petra auf ihrem zweiten Dreißiger begleiten. Wir starten bei absolutem Lauf-Traumwetter. Für den langen Kanten habe ich drei Laufrunden von 10 Kilometer angesetzt. So können wir zweimal zu Hause stoppen, um zu trinken und einen Müsliriegel zu verdrücken. Auch das kann man jetzt schon trainieren. Wir laufen sehr gleichmäßig und sind immer in der Lage ein kleines Schwätzchen zu halten. Der Wind ist zwar kühl, aber in der Sonne lässt es sich angenehm laufen. Von Kilometer 20 bis 25 geht es leicht bergauf und Petra lässt ein wenig nach. Aber von 25 bis 30 ist das vergessen und wir kommen wieder gut voran. Im Ziel bleibt die Uhr bei 2:44 Stunden stehen. Alle Achtung! Für eine Anfängerin eine klasse Leistung. Zwar tun die Oberschenkel weh, aber bei wem war das beim zweiten Dreißiger nicht der Fall? Petra, auf die heutige Leistung kannst Du verdammt stolz sein und dir ruhig ein bisschen was einbilden.

                                                  TTB75

                                                Das sieht doch für einen 30er noch recht locker aus...

Später ruft Redakteur Markus Kater von der AZ an. Wir besprechen noch einmal kurz einen Artikel, der Morgen erscheinen soll. Ich schaue mir das Teil an und bin hellauf begeistert. Wenn das so rausgeht, werden wir Morgen in Alfeld und Umgebung in aller Munde sein. Schauen wir mal…

 

Thomas Knackstedt

 

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