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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown-Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 16.02.2008

Noch 74 Tage. 16. Februar 2008

www.deutschlandsprint.de

Gebt mir mehr Zahlen wie diese 74! Sie bedeutet grenzenlose Auswahl, einen leichten Sieg, was ihr wollt. Was kann man mit dieser Zahl nicht alles anstellen. Da wäre zunächst einmal der Rennsteiglauf. Hin und wieder variiert die Streckenlänge des Supermarathons in Thüringen ein wenig. Auch 74 Kilometer waren dort schon zu laufen. Wer als Ultraläufer noch nicht auf dem Rennsteig war, dem kann ich nur empfehlen, das schnellstens nachzuholen. Ohne anderen Veranstaltungen Unrecht tun zu wollen, kenne ich persönlich keinen Ultralauf, der so gut organisiert ist, wie der Rennsteig. Da kommen natürlich gleich Gedanken an meine grandiose Verfolgung von Jürgen und dem Doktor im Jahr 2007 hoch. Mit vollem Einsatz habe ich meine beiden Lieblingskonkurrenten von Kilometer 10 bis 60 gejagt, nur um dort feststellen zu müssen, dass die Burschen sich unterwegs irgendwo im Gebüsch versteckt hatten und ich seit Kilometer 15 vor ihnen war. Zufall? Absicht? Dazu sage ich lieber nichts. Ihr wisst ja: Alles was sie sagen, kann gegen sie verwendet werden.

                                 TTB74

                      Da sind sie ja: Meine Lieblingsgegner Thomas und Jürgen in Eisenach auf dem Sofa.

Dann wäre mir bei der 74 natürlich noch unser Fußball- WM Titel eingefallen. Die Weltmeisterschaft im eigenen Lande, ich damals 13 Jahre alt. Die Regenschlacht gegen Polen, die Niederlage gegen die DDR(ich bekam Alpträume, wenn mir jemand vor dem Einschlafen den Namen Sparwasser ins Ohr flüsterte) und Gerd Müllers genialer Auftritt beim Endspiel. Wie könnte ich das jemals vergessen? Natürlich habe ich damals auch ein Spiel live gesehen. Argentinien gegen Brasilien in Hannover. Ein echter Leckerbissen, den ich auch 34 Jahre später noch auf der Festplatte in meinem Kopf habe.

1974 war nicht nur für den Fußball ein gutes Jahr. Den Delligser Läufern hat es, wenn auch erst Jahrzehnte später spürbar, den Mitläufer und Freund Jörn Hesse geschenkt. Der ist nämlich in diesem Jahr geboren. Ohne 1974 hätten wir auf ihn verzichten müssen. Was wäre uns da entgangen.

Ihr seht schon, die 74 hat locker ein Potential für mehrere Countdown-Tagebucheintragungen. Aber wir wechseln jetzt trotzdem ins Tagesgeschehen.

Die Alfelder Zeitung erschien heute mit einem ganzseitigem Artikel über den Deutschlandsprint. Da hat Chefredakteur Markus Kater wirklich gute Arbeit geleistet. In einen Rahmen aus Bildern hat er die Spendenaktion für das Elternhaus Göttingen und eine Menge von Informationen zum Deutschlandsprint verpackt. Das wird mit Sicherheit seine Leser finden.

Und gelaufen wird heute natürlich auch noch. Nach dem gestrigen Dreißiger, der für mich ja in sehr moderatem Tempo stattfand, geht es heute über 12 Kilometer mit ein wenig mehr Tempo. Das sollte kein Problem werden. Allerdings muss ich etwas später feststellen, dass es doch ein wenig problematisch wird. Nach einer 13stündigen Schicht laufe ich von Alfeld nach Hause und bin froh, dass ich eine Zeit um die 4:20 pro Kilometer hinbekomme. Zu wenig geschlafen, zu früh aufgestanden, zu lange gearbeitet. Oder aber: Ich werde alt…

 

Thomas Knackstedt

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