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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown-Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 21.02.2008

Noch 69 Tage. 21. Februar 2008

www.deutschlandsprint.de

Die Autobahnabfahrt Nr. 69 auf der A 7, das ist die Anschluss-Stelle Northeim-Nord. Genau 35 Kilometer von Delligsen entfernt und von hier aus die schnellste Möglichkeit eine Autobahn zu erreichen. Diese Abfahrt ist untrennbar mit der erfolgreichsten Delligser Meisterschaftsläuferin verbunden. Für mich jedenfalls. Viele meiner Mitläufer werden sich jetzt die Augen reiben und verwundert fragen: He? Was hat Northeim-Nord mit Sabine zu tun? Natürlich gar nichts! Aber Sabine meine ich ja auch nicht.

An der Abfahrt 69 hole ich hin und wieder meine Tochter Anna ab. Wenn sie ihre alten Herrschaften einmal besuchen kommt. Und Anna hat, jedenfalls was Meisterschaftsrennen angeht, eine unschlagbare Quote im Delligser Lauftreff.

Okay, es war nur ein Start, und der in der W9 bei den Kreismeisterschaften in den Deenser Fichten. Danach war Schluss mit Laufen und sie kümmerte sich lieber um ihre Pferde oder fuhr mit mir Rennrad. Aber bei diesem Start ist sie Kreismeisterin geworden! Mehr Läufe gab es nicht. Für mich als alten Chefstatistiker bedeutet das: 100 Prozent Trefferquote! Nennt mir auch nur einen Laufprofi, der so eine Quote vorweisen kann…

                                                   TTB69

                                                        Anna und Co. in Hiddestorf. Damals...

Nach dem gestrigen Training habe ich heute Morgen schwere Beine. Allerdings in der Kategorie: Geht noch. Das ist noch immer um Klassen besser als die Kategorie: Geht gar nicht. Die habe ich auch schon ein paar Mal erlebt. Das gehört zum ambitionierten Laufen dazu. Wer nicht nur läuft, sondern zielgerichtet trainiert, der wird seine Höhen und Tiefen im Training erleben. Um etwas zu erreichen, musst Du dich hin und wieder quälen. Auf der Langstrecke bedeutet das zudem: Jeder Kilometer zählt(alter Michael Strohmeyer-Spruch). Erst im Laufe von Jahren wird aus einem guten Mittelstreckler ein guter Langstreckler.

Was die meisten Läufer beim Training auf die Langstrecke völlig vergessen, ist der Umstand, dass ein Trainingspensum von mehr als 3500 Kilometern im Jahr(jedenfalls bei über 90 Prozent der Amateur- und Hobbyläufer) nicht gesund ist. Ich kenne in meiner Gruppe niemanden, der dieses Pensum über Jahre hinweg ableistet und dabei ohne Verletzung durchkommt. Es gibt zwar Typen, wenn ich schnell nachdenke fallen mir zwei oder drei in Südniedersachsen ein, die immer laufen und anscheinend nie verletzt sind, also wirklich Unkaputtbare. Aber wie heißt es so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel. Und ob diese Läufer immer ohne Probleme sind, oder sie einfach ignorieren, wer weiß das schon? Ich muss allerdings immer wieder kopfschüttelnd feststellen, dass sich viele Läufer genau diese Ausnahmen als Vorbild nehmen und in der Kopie ihrer Dauerläuferei als Sportinvaliden enden.

Mein Tipp: Nehmt euch die cleveren Burschen als Vorbild! Diejenigen, die nur wenige Marathons laufen, diese Rennen aber in Topform mit Hundert Prozent Leistung absolvieren. Die in der Lage sind auch mal die Beine hochzulegen und eine Pause machen. Die nicht verbohrt, sondern lediglich vernarrt in ihren Sport sind. Die über Jahre hinweg konstant und diszipliniert ihr Programm der Be- und Entlastung betreiben und nicht jeder sprichwörtlichen Sau hinterher laufen, die durchs Dorf getrieben wird. Euer Körper, eure Umwelt, eure Familie und eure Bestzeiten werden es euch danken. Versprochen!

Zum Deutschlandsprint gibt es natürlich auch Neuigkeiten. Streckenmeister Mario hat die Strecke ausgearbeitet. Die ersten Spenden sind aufs Konto eingegangen. Es fehlen noch Helfer an der Strecke. Der Zeitungsbericht ist in Delligsen wie eine Bombe eingeschlagen und es gibt Anfragen, wie man helfen kann. Deutschland, wir kommen!

PS: Jürgen, sei ehrlich. Die Zahl hattest Du doch wieder falsch, oder?

 

Thomas Knackstedt

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