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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown-Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 25.02.2008

Noch 65 Tage. 25. Februar 2008

www.deutschlandsprint.de

Am 11. Februar 2008 war „Flocke“ 65 Zentimeter groß. Jetzt fragt bitte nicht, wer Flocke ist. Das ist natürlich die kleine Eisbärdame aus dem Nürnberger Zoo. Hätten wir mit dem Deutschlandsprint nur einen Prozent des Interesses, das Flocke momentan auf sich zieht; müssten wir vermutlich ein paar Helfer einstellen, die sich um die Post kümmern. Das ist allerdings noch nicht der Fall.

Obwohl, versucht haben wir schon einiges. Für die Idee einer schnellen Deutschlanddurchquerung müsste man doch locker ein paar Sponsoren ins Boot holen können, oder? Oft ist da leider der Wunsch der Vater des Gedanken. Heute ist Marketing ein beinhartes Geschäft. Du merkst ziemlich schnell, dass es illusorisch ist, dass sich jemand für dich einsetzt, der dich überhaupt nicht kennt. Es sei denn, ja…es lohnt sich…für den oder diejenigen. Kann man mit dir Euros verdienen oder sich in einen Zug setzen, der bereits volle Fahrt aufgenommen hat, dann gibt es Unterstützung an jeder Ecke, ob gewollt oder nicht. Ansonsten bleibt es bei vertröstenden Willensbekundungen, die sich schneller in Luft auflösen, als eine Pfütze in der Julisonne. Gut, wenn man das vorher weiß und entsprechend plant…

So war der Deutschlandsprint im Dezember 2007 genau so ein kleines Baby, wie Flocke heute. Mittlerweile haben wir ein paar Kilo zugelegt. Die Kraft und die Unterstützung, um dem Sprint Leben einzuhauchen und ihn voran zu bringen, kamen in dieser Zeit aus einer Richtung, die wir so nicht unbedingt erwartet hätten. Da war kein überregionaler Sponsor, kein Geldgeber oder Lauffreund von ganz weit weg mit jeder Menge Beziehungen, der uns auch nur eine Tür geöffnet hätte. Es war ein bisschen wie beim Marathontraining. Schlaue Ratschläge sind ja ganz schön, aber laufen musst du selbst. Harte und ehrliche Arbeit auf der Strecke haben sich bisher immer ausgezahlt.

Unsere Unterstützung lebt von den Menschen, die wir seit über 10 Jahren als verlässliche Partner kennen. Den Menschen im Hils und der Umgebung. Der eigenen Gemeinde und Wirtschaft im Ort und den umliegenden Gemeinden. Der lokalen Zeitung und ihren Kontakten. Den Angehörigen und Freunden unserer Läufer und ihren beruflichen Verbindungen. Und…das ist für mich bisher die schönste Überraschung des Deutschlandsprints…von Vereinen und Läufern an der Strecke, die sich auf meine Mails gemeldet haben. Wildfremde Menschen, die sofort Feuer und Flamme für die Idee waren. Die helfen wollen, ohne die Frage zu stellen: Was springt für mich dabei heraus? In diesen drei Monaten habe ich Kontakte zu Läufern in ganz Deutschland geschlossen, die mir das Herz aufgehen ließen. Wären da nicht diese vielen Kilometer zwischen uns, ich würde das erste Mal in der Geschichte des Delligser Lauftreffs versuchen, den einen oder anderen Läufer für unsere Gruppe abzuwerben. Denn es sind ein paar Typen dabei, die würden verdammt gut zu uns passen.

Mit diesen Helfern und den Menschen, die uns schon immer treu zur Seite standen, werden wir den Deutschlandsprint realisieren. Es bleibt schwierig, aber mal ganz ehrlich, wer tritt schon bei einem Lauf an, der keinerlei Tücken hat? Mario würde sagen: „So einen Lulli-Lauf kannst Du dir schenken.“

Mein Freund Besi hat mir vor kurzem in einer Email, als ich mich im Tagebuch ein wenig bei Asterix verirrt hatte, geschrieben:  „…und überhaupt, das Einzige was wir fürchten ist, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt…“

Recht hast Du, Andreas. Das ist genau die Einstellung, die uns durchs Land bringen wird. Schnell, und mit vielen Freunden an unserer Seite.

                                  TTB65

              Schöner Schnappschuss im Gegenlicht. Nur Fliegen ist Schöner. Biken in Dänemark.

Der sportliche Teil des Tages ist schnell abgehakt. Sonne, Sonne und noch mal Sonne, wenn man raus schaut. Keine Lust zum Laufen. Nach den letzten beiden Tagen wollen die Beine heute nicht so recht. Also habe ich ein wenig an den Rädern herumgeschraubt. Einen neuen Bowdenzug einziehen, eine Gangschaltung einstellen und zum Schluss noch eine kleine Probefahrt machen. Das soll reichen und hat nebenbei jede Menge Spaß gemacht. Wir lesen uns…

 

 Thomas Knackstedt

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