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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown-Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 29.02.2008

Noch 61 Tage..29. Februar 2008

www.deutschlandsprint.de

1961 war ein ereignisreiches Jahr. John F. Kennedy wurde amerikanischer Präsident. Die von den Amerikanern unterstützte Invasion der Schweinebucht in Kuba fand statt. In Berlin wurde die Mauer gebaut. Sowjetische Panzer fuhren am Checkpoint Charlie auf. Juri Gagarin war der erste Mensch im Weltraum. Ernest Hemingway jagte sich eine Kugel in den Kopf.

Für die Delligser Läufer stehen 1961 die Geburten von Andreas Besler, Heinzi Hirschter, Jürgen Bartsch und mir an. Das ist ja schon fast ein komplettes Team. 1961 war halt ein ereignisreiches Jahr…

So, wie heute wieder ein ereignisreicher Deutschlandsprint-Tag ist. Ich lasse mich von Kathrin aus dem Bett werfen, und sitze schon früh vor dem Rechner. Dort arbeite ich mich durch Marios Kartenmaterial. Da hat er sich reichlich Arbeit aufgeladen und das dicke Ende kommt noch. Mit Sicherheit werden wir Streckenabschnitte ändern und modifizieren müssen. Das steht so sicher fest, wie das Amen in der Kirche. Denn auch heute, im Zeitalter von Google Earth, Navigationsgeräten und GPS Transpondern, sind die Ortskenntnisse der Helfer vor Ort mit Sicherheit besser und logischer als der allerneueste Technik-Schnickschnack. Wir werden vorschlagen, zuhören, aufpassen und dann sehen, wie wir eine optimale Lösung finden können.

Gestern Abend bin ich ja noch ein wenig durch den Wald gehoppelt. Das war ziemlich spaßig. Als ich am Langen Platz aus dem Auto stieg, machte sich gerade Henning, der Mann von Petra, die ja gerade für ihren ersten Marathon trainiert, zum Laufen fertig. Ein Fußballer! Da ich ohnehin nur langsam laufen wollte, begleitete ich ihn auf den Hilskamm und musste feststellen: Der Junge ist gut drauf! Das hätte ich aber nicht erwartet. Auf anspruchsvollem Geläuf  haben wir eine ordentliche Zeit hingelegt. Wenn der gute Henning ein bisschen trainiert, könnten wir ihn glatt gegen Petra antreten lassen. Also Sachen gibt es…

Ich drehe heute Morgen eine 20 Kilometer Runde. Zunächst verbinde ich das Gute mit dem Nützlichen. Ich nehme Frodo fünf Kilometer mit und liefere ihn dann wieder zu Hause ab. Danach folgt eine Runde um Grünenplan. Der Hils ist und bleibt eine wunderbare Laufgegend. Auch wenn ich heute ziemlich schwere Beine habe. Zudem bin ich irgendwie steif und komme alles andere als geschmeidig daher. Bei Kilometer 17 bin ich am Grünenplaner Kindergarten. Mir kommt eine Mutter mit einem kleinen Mädchen entgegen. Das Mädchen starrt mich mit großen Augen an, zieht dann an Mutters Hand und fragt: „Mama, wieso läuft der denn?“

                                     TTB61

                                           Wieso die alle laufen, weiß doch auch kein Mensch.

Tja, das gleiche frage ich mich im Moment auch. Aber mal ehrlich. Ich weiß nicht, was die liebe Mama der Kleinen geantwortet hat, aber mit ein wenig mehr Zeit, hätte ich gestoppt und dem Mädchen gesagt: „Der Onkel läuft, weil er groß und stark und schnell werden will. Der möchte nämlich mit ganz vielen Freunden, die genau so gern laufen wie er, einmal durch dein Heimatland rennen. Da muss er dann acht oder zehn Mal am Tag zwanzig Minuten lang so schnell laufen, wie er kann.“

Ganz sicher wäre dann wieder dieses Zucken an Mamas Hand gekommen. Die großen Augen würden blinkern und der kleine Mund fragen: „Mama, ist der Onkel verrückt?“
Wo wir wieder beim Thema wären: Man hat es nicht leicht als Läufer.

Nach 1:33 Stunden bin ich wieder zu Hause und nehme den Rest des Tages in Angriff. Ich muss noch nach Kassel fahren, mich unbedingt mit Mario unterhalten und zum Essen sind wir auch noch eingeladen. Das kann ja heiter werden…

 

 Thomas Knackstedt

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