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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown-Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 07.03.2008

Noch 54 Tage. 7. März 2008

www.deutschlandsprint.de

Die 54 ist natürlich wieder eine Fußballzahl. 1954 wurde Deutschland das erste Mal Fußball-Weltmeister. Das „Wunder von Bern“ ist bis heute unvergessen, auch wenn der Spaß schon über 50 Jahre her ist. Die Zeit verändert sich allerdings nicht so sehr. Wenn ich daran denke, dass Sepp Herberger als Spieler lebenslang gesperrt werden sollte, weil er bei einem Vereinswechsel Geld angenommen hatte, dann kommt einem das doch irgendwie ziemlich aktuell vor.

Der „Alte“ war ohnehin ein Original. Und an der WM Mannschaft 54 kann man erkennen, dass sich trainingstechnisch einiges verändert hat. Herberger hatte seinerzeit als Aufwärmprogramm für seine Kicker 10 Wiederholungs-Läufe über 400 Meter unter 70 Sekunden im Repertoire. Wohl verstanden: Aufwärmen! Das bedeutet im Klartext: Schönen guten Tag meine Herren und los geht’s. Würde ein Bundesligatrainer des Jahres 2008 auf diese Idee kommen, wäre das mit seiner sofortigen Beurlaubung gleichzusetzen. Aber: Die Truppe um Fritz Walter ist Weltmeister geworden. Und was wissen wir Sportler da ganz genau: Für den Erfolg gibt es keinen Eratz! Der Erfolgreiche hat alles richtig gemacht! So sieht es jedenfalls der Zuschauer. Tut mir einen Gefallen und schaut euch diese Sicht der Dinge bloß nicht ab. Man kann ganz sicher über bestimmte Varianten im Training sprechen, aber es gibt Sachen, die gehen gar nicht. Herbergers Jungs wurden nicht Weltmeister, „weil“ sie diese Läufe absolvierten, sondern eher „obwohl“ sie das taten.

                                                  TTB54

                                                  Der Trainer bei Herbergers Aufwärmprogramm.

Seit gestern Abend bin ich wieder im Lande. Eigentlich schade. Helgoland war, wie immer, ein Traum. Ich kann nur versuchen, jeden von euch zu animieren, dort einmal ein paar Tage zu verbringen. Die Menschen, das Land, die See, einfach alles ist dort ganz Besonders. Ich lasse jedes Mal ein kleines Stück von mir zurück, wenn ich die Insel verlasse. Wenn das Boot den Hafen verlässt, weiß ich ganz genau: Ich komme wieder!

Die letzten Stunden habe ich vor dem Rechner verbracht. Das Tagebuch musste auf Vordermann gebracht werden. Mario hat einen neuen Streckenplan erstellt, den muss ich mir auch anschauen. Dann gehen Mails an die Vereine raus. Mit Kartenausschnitten und der eingezeichneten Strecke. Da bin ich schon jetzt auf die Rückmeldungen gespannt. Hinterher ein Telefonat mit Markus Kater, dem Chefredakteur der Alfelder Zeitung. Die Spendenaktion für das Elternhaus ist gut angelaufen. Der Betrag auf dem Spendenkonto ist mittlerweile vierstellig! Wir werden die Werbetrommel kräftig drehen, damit noch mehr zusammenkommt.

Heute Abend ist Jahreshauptversammlung. Da wird der Deutschlandsprint bestimmt ein Thema sein. Und am Wochenende wartet der Celler Wasalauf. Da meine Halsschmerzen noch nicht verschwunden sind, stelle ich meinen Start in Celle in Frage. Wenn ich eins gelernt habe, dann ist es: Mit Halsschmerzen oder einer Erkältung an den Start zu gehen, auch wenn man kein Fieber hat, geht in vier von fünf Fällen grandios in die Hose. Zumeist findet man sich hinterher, schwer angeschlagen, im Bett wieder.

Dabei sind Jürgen und der Doktor mit Sicherheit schon richtig heiß auf das Rennen durch Celles Altstadt. Ob mir der Hals weh tut oder peng, das ist den beiden völlig egal, wenn sie mir die Hacken zeigen können. Warten wir’s mal ab…

Im Übrigen war es ziemlich spaßig, wie oft meine Läufer auf die fehlenden Tagebucheintragungen angesprochen wurden. Wir sind ein Thema im Hils und der Umgebung. In den nächsten Wochen werden wir versuchen den Deutschlandsprint ganz fest in den Fokus unserer Heimat zu rücken. Für mehr Spendengelder, mehr Initiative, mehr Vorfreude und noch mehr Wir-Gefühl beim schnellen Lauf durch Deutschland.

 

Thomas Knackstedt

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