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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 11.03.2008

Noch 50 Tage. 11. März 2008

www.deutschlandsprint.de

Haben wir schon April? Wenn ich aus dem Fenster schaue, könnte ich das glauben. Die Sonne scheint, die Bäume wiegen sich im Sturmwind und es regnet. Seltsames Wetter.

Das kann einen auch beim Start auf der Schwäbischen Alb erwarten. Das ist unsere Zahl für heute. 50 Kilometer mit fast 1200 Höhenmetern. Ein echtes Brett. Wer als Ultraläufer dort noch nicht gestartet ist, dem kann ich nur raten: Nichts wie hin.

Die Strecke beim Schwäbisch Alb Marathon ist traumhaft. Natur ohne Ende. Wer allerdings keine Steigungen mag, der sollte es sich vielleicht doch noch einmal überlegen. Und das Wetter natürlich…
Ich kann mich an einen Start in Schwäbisch Gmünd erinnern, wo uns ein eiskalter Wind um die Ohren pfiff. Dann regnete es heftig und kurze Zeit später fanden wir uns in einem Hagelschauer wieder. Der Boden war weich und pampig und der letzte Anstieg fast nur auf allen Vieren zu schaffen. Zur Krönung dieses Laufes habe ich mich dann auch noch mit Schmackes auf die Nase gelegt.

                                         TTB50

Halbzeit beim Schwäbisch-Alb-Marathon. Wer am Hohenrechberg, so wie Silvia hier, noch lachen kann, der ist wirklich fit.

Ein oder zwei Jahre später gab es eine Wahnsinnsausfallquote, weil die Temperaturen auf über 30 Grad gestiegen waren und die Läufer schmolzen wie Speiseeis in der Sonne. Der Alb-Marathon hat es in sich. Er ist etwas ganz Besonderes und genau das lieben wir Läufer an ihm.

Mir ging es heute Morgen um Klassen besser als in den vergangenen Tagen. Da der Himmel noch viel versprechend aussah, habe ich nach dem Frühstück eine Runde gedreht. Ein paar Kilometer mit Frodo und anschließend eine Runde um Grünenplan herum. Locker und langsam, ohne Uhr, und mit ordentlich Glück. Während des Laufs fiel kein einziger Regentropfen. Kaum war ich wieder zu Hause, fing es zu schütten an. Manchmal passt es eben.

Mittags klingelte der Paketbote an der Tür und stellte einen großen Karton von Pearl Izumi zu. Jens Bodemer hat uns ein paar Schuhe zum Anprobieren der Größen zugesandt. Pearl Izumi kenne ich seit Jahren als Hersteller von Radbekleidung, die Laufschuhproduktion war mir bisher nicht so bekannt. Natürlich habe ich gleich einen Blick auf die beiden Modelle geworfen. Ein Straßen- und ein Trailschuh. Wenn man mit den Schuhen so schnell laufen kann, wie sie aussehen, dann werden wir eine Menge Spaß zusammen haben. Schauen wir mal.

Später meldete sich Jürgen telefonisch. Er hat mit der „Sieben“ gesprochen. Das Magazin wird einen Bericht über den Deutschlandsprint bringen und die Spendenaktion in den Vordergrund stellen. Sehr gut, das gefällt mir. Leider hat Jürgen sich nach dem Wasalauf eine Erkältung eingefangen. Von hier aus gute Besserung.

Was war sonst noch? Heute ist reichlich Streckenpost raus gegangen. Ich habe meinen letzten Urlaubstag genutzt, um Karten einzuscannen und ins Land zu schicken. Heute Nacht erwartet mich dann die Arbeit wieder. Mit ein wenig Glück wird die Alfelder Morgen einen Bericht über Celle bringen. Und Mittwoch ist natürlich Trainingstag.

Ist euch übrigens aufgefallen, dass wir heute Halbzeit haben? Wahnsinn, oder? Wo bleibt die Zeit? Das ist jetzt der Moment im Rennen, wo ich mir immer sage: Die Hälfte ist geschafft, ab jetzt führt dich jeder Schritt näher ans Ziel heran. Das motiviert, könnt ihr mir glauben. Wir lesen uns…

 

Thomas Knackstedt

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