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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 13.03.2008

Noch 48 Tage. 13. März 2008

www.deutschlandsprint.de

„Mach immer, was dein Herz dir sagt…“ ist eine Textzeile aus dem Kettcar-Song „48 Stunden.“ Das hört sich oft einfacher an, als es ist. Beim Laufen ist es vielleicht doch sinnvoller, auf seinen Verstand zu hören. Was mir zu der Textzeile jedoch einfällt, war unsere Diskussion in der Gruppe, welches Hilfsprojekt wir beim Deutschlandsprint unterstützen wollen. Das Elternhaus in Göttingen ist hier ein Begriff. Die Uniklinik Göttingen behandelt an Krebs erkrankte Kinder und bietet deren Eltern eine günstige Unterkunft im Elternhaus an. So können sie bei der oft langwierigen Behandlung der Kinder kostengünstig in der Nähe wohnen. Da gab es ganz schnell eine Herzensentscheidung für das Projekt. Und wenn, wollten wir das auch richtig machen. Also hieß es, an die Öffentlichkeit gehen, um so viel Spenden wie möglich zu sammeln.

Zeitungen, Radio- und Fernsehsender, Magazine und Internetplattformen wurden von uns angeschrieben und genutzt. Von Anfang an war uns klar, dass es dabei nicht nur begeisterte Rückmeldungen sondern auch negative Reaktionen von Oberlehrern, Schlaumeiern  und Besserwissern geben würde. Aber, wie ist einer dieser geflügelten Sprüche in unserer Laufgruppe: „Drauf ge…“(das schreibe ich jetzt lieber doch nicht aus). Wenn wir für 5 Menschen oder Institutionen, die uns mit Spott und Häme begießen, oder im besten Fall noch ein geringfügiges Lächeln für uns überhaben, einen finden, der eine Überweisung auf das Spendenkonto tätigt, dann ist es die Sache wert. Bisher ist die Quote um Klassen besser als 5 zu 1 und das Konto weist bereits jetzt einen ordentlichen Betrag auf. „Mach immer, was dein Herz dir sagt…“ genau so sehen wir das.

                                                    TTB48

Laufen für einen guten Zweck. Kathrin beim Kilometer- und Euro sammeln für die Kinderkrebshilfe. Bei einer Aktion in Alfeld.

Wenn jeder einmal in sich geht und sich Gedanken darüber macht, wie sehr wir uns zum Beispiel anstellen, wenn wir eine Woche nicht laufen können, wegen einer Erkältung, einem umgeknickten Fuß oder einer gereizten Achillessehne und wir dann die Schicksale dieser erkrankten Kinder sehen, wo es um Leben und Tod geht, dann sind unsere Wehwehchen doch nur „Peanuts“. Also: Seid froh, dass ihr Laufen könnt und gesund seid, genießt jeden einzelnen Tag, den ihr euren Sport betreiben könnt. Die meisten von uns hält doch gerade dieser Sport so unsagbar gesund. Aber denkt auch einmal an die, denen es nicht halb so gut geht. Manchmal kann man schon mit einer Kleinigkeit helfen.

Das Training von gestern ist schnell erzählt: Dauerregen, orkanartiger Wind. Da das Training hier aber nur ausfällt, wenn sich ein Gewitter zusammenbraut, haben wir uns mit acht Mann auf den 20er gemacht. Tewes hat sogar auf den HSV verzichtet. Was den Hamburgern im Endeffekt auch nicht weiter half. Zusammen mit Rafael und Achim hat er für das Tempo gesorgt und uns ganz schön gescheucht. Es war eine ziemliche Plackerei. Nach ungefähr Hundert durchlaufenen Pfützen waren meine Füße derart verschrumpelt, dass ich sie kaum wieder erkannt habe. Wenn ich ehrlich bin: Der schönste Moment des Trainings war, als es zu Ende war.

 

Thomas Knackstedt

 

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