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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 18.03.2008

Noch 43 Tage. 18. März 2008

www.deutschlandsprint.de

Heute geht es virtuell schon mal an den Start des Deutschlandsprints. Wir wollen ja mit einem Fuß direkt aus Österreich starten. Da ist die internationale Telefonvorwahl für Österreich, die 0043, natürlich passgenau für das Tagebuch. Zu unserem Startort und den ersten Laufkilometern später noch mehr.

Gestern Nachmittag war ich bei Heiko Stumpe von der SIEBEN. Das ist ein Magazin, das im gesamten Leinebergland erscheint. Es ging um einen Artikel über den Deutschlandsprint im nächsten Heft und ich musste(wieder einmal) feststellen, was für ein interessanter Gesprächspartner Heiko ist. Wir sind mächtig ins Plaudern gekommen und ich hoffe(vermutlich nützt das jetzt aber auch nichts mehr), dass ich nicht all zu viel Mist erzählt habe. Wenn ich erst einmal im Thema bin und loslegen kann…na ja…eigentlich sollte in solchen Momenten immer jemand da sein, der mich bremst. Ich lasse mich von dem Artikel einfach überraschen.

Die Strecke nimmt immer weiter Gestalt an. Rückmeldungen aus den Bereichen Walsrode und Uffenheim sind eingegangen und es gibt gar nicht mal so viel zu ändern.

Jetzt aber noch mal zu unserem Startpunkt.  Von Wertach aus geht es über Petersthal und Kempten. Die Vereine dieser Ortschaften sind schon überaus rege am Deutschlandsprint beteiligt. Sie haben sich zusammengetan, um uns zu helfen. Das gefällt mir außerordentlich. Als ich die Tage ein wenig durchs Netz surfte, fand ich dabei die Internetseite von Andreas Gröger, unserem Helfer aus Kempten. Andreas hat unter http://andy.djk-kempten.net eine wirklich schöne Seite aufgebaut. Ich habe mir einiges angeschaut und wieder einmal festgestellt: Der Amateurläufer sollte als besonders schützenswerte Spezies ins Artenschutzprogramm aufgenommen werden. Egal ob in Kempten, Dinkelsbühl, Würzburg, Göttingen, Walsrode oder Flensburg, sie sind einfach überall. Menschen, die ihren Sport lieben, ohne es zu übertreiben ihre Leistung bringen wollen und letztendlich feststellen, dass es ihnen mit Laufen wesentlich besser geht als ohne. Ich mag diese Typen und bin wirklich froh durch den Deutschlandsprint eine ganze Menge von ihnen kennen zu lernen.

Mein Lieblingseintrag von Andreas Seite ist der Bericht über seinen ersten Marathonstart 2007 in Hamburg. Der Ansatz zur Marathonentscheidung, die Vorbereitung, das Rennen und die Bekanntschaft mit der „dunklen Seite“ der Strecke zwischen Kilometer 30 bis 35 sind dabei absolut typisch für die meisten Marathon-Neulinge. Das sind halt die Erfahrungen, gegen die ein Treffen mit Darth Vader einem wie ein gemütliches Kaffeekränzchen vorkommt. Das Ganze überaus lustig und bildhaft geschrieben, schaut es euch einfach mal an.

Ach ja, Andreas, was deine Psychokrise bei Kilometer 32 anging und den Gedanken, eine Straßen- oder U-Bahn zu nehmen, da hätte ich dir weiterhelfen können. Du warst allerdings schon ein paar Kilometer an der „Hauptaussteigerbahn“ vorbei gelaufen. Das Du trotz all der Schwierigkeiten durchgehalten hast, ehrt dich. Ich kann dir schon jetzt versprechen: Wenn Du gesund bleibst und weiter gezielt trainierst, wirst du in der zweiten Hälfte nicht mehr „eingehen“ und deine Bestzeit deutlich verbessern.

                                       TTB43

                    Berlin-Marathon 2000. Auch hier gab es Marathon-Neulinge im Delligser Team.

Gelaufen wurde heute natürlich auch. Mario ist wieder da und wir traben gemeinsam durch den Hils. Zunächst geht es auf 7,5 Kilometern 260 Höhenmeter nach oben. Mehr als ein 5-Minuten-Tempo ist da nicht drin. Kurz vor dem Roten Fuchs laufen wir auf einer geschlossenen Schneedecke. Schließlich fängt es zu schneien an und wir genehmigen uns die erarbeiteten Höhenmeter, jetzt auf 12,5 Kilometern Länge, als Gefällstrecke wieder nach Hause. Sehr angenehm. Die Uhr zeigt zum Schluss 1:34 Stunden an.

Mario erzählt von seinem Radurlaub und ich werde ein bisschen neidisch. Ansonsten laufen wir im Geiste den Deutschlandsprint. Ich sage es immer wieder: Beim Laufen kommen einem die besten Ideen. Wir haben heute die Renntaktik, bezüglich der Läufereinteilung, noch einmal verhackstückt. Ich glaube, dass wir da ein paar gute Ansätze gefunden haben. Lasst euch überraschen.

Jetzt geht das Tagebuch ins Netz und ich mache mich auf zur Nachtschicht. Morgen ist dann wieder Mittwoch. Trainingsabend. Was steht denn da auf dem Plan? Intervalltraining. Na ja, da kriege ich mich ja jetzt schon vor Freude kaum ein…


Thomas Knackstedt

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