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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 30.03.2008

Noch 31 Tage. 30. März 2008

www.deutschlandsprint.de

Es gibt Seiten im Internet, die gibt es gar nicht. Glaubt man jedenfalls. Wenn ich nach meiner Zahl des Tages suche, stoße ich hin und wieder auf einen echten Exoten. So zum Beispiel die Seite www.bestatterweblog.de. Ein wahrer Ausbund an kreativen Sterbeereignissen. Wenn man es denn glauben darf, berichten Bestatter hier anonymisiert über skurriles, nicht alltägliches Ableben von Mitbürgern.

Wie etwa dem 31jährigen Stripper, der sich als Weihnachtsmann verkleidet, tanzend auf dem Tisch seiner roten Kutte entledigte. Um ihn herum kreischende Friseusen, die den Mann für die Weihnachtsfeier des Betriebs engagiert hatten. Nachdem er noch einmal lauthals „Hohoho“ oder aber „Höhöhö“(da ist man sich  nicht ganz sicher) gerufen hat, fiel der Weihnachtsmann, von einem Herzinfarkt gefällt, vom Tisch. Beim Abtransport des Sarges soll die Auftraggeberin den Bestatter gefragt haben, wie das denn jetzt mit der Bezahlung sei. Schließlich hätte der Mann nicht zu Ende getanzt…

Geschichten, die das Leben schreibt. Besi und ich sind heute nicht durch den Wald getanzt, aber umgefallen sind wir auch nicht. Der Lauf konnte in kurzer Hose und aufgekrempeltem Shirt stattfinden. Wir hatten in der Sonne über 20 Grad. Der erste Wärmelauf im Jahr fällt immer schwer. Während wir uns durch den Hils arbeiteten wurden wir von Besis Hütehund umrundet. Jana kreiste uns wie zwei Schäfchen ein und das 30 Kilometer lang. Dabei störte es sie auch nicht, dass „ihre“ beiden Schäfchen nur mäßig Wolle aufwiesen. Andererseits ist ein Lauf mit Besi für mich die einzige Chance, sich der Vorstellung hinzugeben, noch volles Haar zu haben.

Zwischen Kilometer 20 und 25 schmolz Besi ein wenig dahin, aber dafür wartete er noch mit einem passablen Schlussspurt auf. Die Uhr blieb genau bei 2:30 Stunden stehen. Ein ordentliches Ergebnis.

                                     TTB31

          Der lange Lauf am Wochenende. Heinzi und Petra teilen sich bei ihrem 35er eine Banane.

Vor dem Lauf waren Mario und ich bei unserem alten Laufkumpanen Armin Flottmann. Armin war schwer krank, kam nach einem Schlaganfall nur sehr langsam wieder auf die Beine. Es freute mich heute Morgen zu sehen, wie sich sein Zustand schon wieder verbessert hat.  An Laufen ist da momentan noch nicht zu denken. Aber Armin wird beim Deutschlandsprint unsere Kommandozentrale in Delligsen übernehmen.

Mario hat die Teams eingeteilt. Ein Blick auf den Zettel zeigt mir, dass er einen schlagkräftigen Haufen ziemlich gleichmäßig aufgeteilt hat.  Wir sprachen die Wechsel noch einmal ab und irgendwie kribbelte es da schon in meinen Beinen. Ich will ehrlich sein, wenn es endlich losgeht, mache ich drei Kreuze. Die Organisation wird dann zum Selbstläufer. Ich bin schon jetzt gespannt, was alles in die Hose gehen wird und welche Dramen uns auf der Strecke erwarten.

Die Karte zeigt nur noch drei oder vier kurze Streckenabschnitte ohne Begleitung. Das wird meine Aufgabe für die nächste Stunde sein. Ich werde ein paar Helfer an der Strecke anschreiben, ob sie mir noch Ansprechpartner in der Nähe nennen können. Und dann…dann kann es bald losgehen.

 

Thomas Knackstedt

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