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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 01.04.2008

Noch 29 Tage. 1. April 2008

www.deutschlandsprint.de

Zunächst einmal zum Angriff. Hatte ich ja gestern angekündigt. Um 11.50 Uhr war es soweit. Ich habe die Pedalen meines Rennrades gekurbelt und den Stroiter Berg hinunter die 60 km/h-Grenze angegriffen. Erfolgreich. Nachdem ich heute Morgen feststellte, dass ich im gesamten März lediglich 36 Kilometer Rad gefahren bin, musste das einfach sein. Bei herrlichem Sonnenschein und warmen Temperaturen war das ein Genuss.

In Sehnde, das ist gar nicht weit weg von uns, ist die Pension 29. Dort gibt es Unterkunft für Messegäste, Biker und Radler. Auf Radreisende hat man sich dort spezialisiert. Bis zu unserer Alpenüberquerung 2006 wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt. „Biker-Hotels“ oder Pensionen sind für den Radfahrer das Nonplusultra. Egal, ob in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Italien, wenn wir in eine Radpension einfuhren, wurden wir stets mit offenen Armen empfangen. Das ging teilweise soweit, dass wir vom Oberkellner auf der Straße mit einer Apfelschorle empfangen wurden und anschließend führte uns der gute Mann in die hoteleigene Garage samt Arbeitsbank und Werkzeug. Das war natürlich in „Bella Italia“ wo wir uns wie die Radkönige fühlten.

So atemberaubend schön die Strecke von Garmisch zum Gardasee war, so untertrieben spaßig war die Beschreibung des Hotelchefs, als er uns auf einer der letzten Etappen den Weg beschrieb. In perfektem Deutsch sagte er uns: „Alles kein Problem. Bis hier ist alles flach“, dabei fuhr sein Finger über eine ausgebreitete Karte, „und ab San Bernardo steigt die Straße.“ So weit so gut. Im Endeffekt war die Strecke, die er als flach bezeichnete, eine mittelschwere Alpenetappe und ab San Bernardo stieg die Straße tatsächlich und zwar direkt in den Himmel. Wir fuhren später auf den Montozzo und benötigten für den 10 Kilometer langen Anstieg auf einer alten Militärstraße über zwei Stunden! Wohl gemerkt: Ohne, dass wir das Rad schoben, wir fuhren die gesamte Strecke!

                                       TTB29

                            Oben der Montozzo, unten wir. Anschließend ging es über den Berg.

Wer sich fit genug fühlt, fleißig trainiert hat und so eine Alpenüberquerung ins Auge gefasst hat, dem kann ich nur zu seiner Entscheidung gratulieren. Es ist ein Erlebnis, das man im ganzen Leben nicht vergessen wird.

Das heutige Laufprogramm soll das Gegenteil einer Bergetappe werden. Kathrin wirft Mario und mich am Roten Fuchs aus dem Auto und wir begeben uns auf eine 20 Kilometer lange Wohlfühlstrecke. Zunächst geht es kurz bergauf, dann laufen wir 9 Kilometer flach auf dem Hilskamm. Ein Traum. Zum Schluss fallen wir noch einmal zweihundert Höhenmeter nach unten. Wir laufen ziemlich locker eine 1:33 Stunden. Unterwegs teilen wir die Deutschlandsprint-Teams neu ein, modeln sie wieder um, verändern die Positionen einzelner Läufer und lassen letztendlich alles so wie es ist. Schön, dass wir drüber geredet haben. Morgen Abend ist dann Training. Da aber am Donnerstag ein Wettkampf ansteht, wird das ein Schonprogramm. Ich freue mich schon jetzt darauf.


Thomas Knackstedt 

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