MeinSportplatz
Banner_msp_team

ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 06.04.2008

Noch 24 Tage. 6. April 2008

www.deutschlandsprint.de

Die 24 ist natürlich dem 24-Stunden-Lauf von Schmallenberg vorbehalten. Er ist ja eigentlich der Auslöser für die Idee zum Deutschlandlauf. Ich werde nie vergessen, wie Sabine, Jürgen, Thomas, Karsten, Michael und ich uns da über die Strecke gequält haben. Was am Anfang recht spaßig und angenehm war, wurde zum Ende des Rennens hin zur ultimativen Quälerei. Wir gaben alles, was unsere Körper in dieser Zeit leisten konnten und unsere Betreuer Sonja, Kathrin und Hans-Jürgen versuchten, uns so gut wie möglich zu unterstützen. Wie gesagt, am Ende war es eine Qual.

Das erinnert mich an das Telefonat, das ich vorhin mit Jürgen führte. „Die meisten von uns“ sagte er zu mir „haben doch gar keine Ahnung, auf was sie sich da einlassen.“ Jürgen, da hast Du wohl recht. Den Deutschlandsprint in Gedanken abzuspulen, sich vorzustellen ein paar Mal am Tag zwanzig Minuten schnell zu laufen, na ja, was kann daran schon schwierig sein. Meine lieben Läufer, nehmt euch Jürgens Worte zum Anlass, euch richtig Gedanken zu machen. Habt vor allem Respekt vor der Strecke und der zeitlichen Belastung. Denn ganz genau darauf wird es ankommen. „Ein paar Mal schnell laufen“ kann zur Hölle auf Erden werden, wenn man zu wenig Schlaf bekommt, sich die Abschnitte nicht richtig einteilt, oder einfach nur schlampig organisiert ist. Dabei ist vor allem der Schlaf ein zentrales Thema. Wer glaubt, drei Tage lang sportlich annehmbare Leistungen zu erzielen, ohne zwischendurch zu schlafen, der ist ein Träumer, aber kein ambitionierter Ausdauerläufer. Das brauche ich keinem zu erzählen, der in Schmallenberg dabei war. Die haben ihre Lektion alle mit Auszeichnung gelernt. Und vergessen wird das von den „Schmallenbergern“ ganz bestimmt keiner.

                                     TTB24

                          Hans-Jürgen fährt die erschöpften Schmallenberg-Sieger nach Hause.

Eine nette kleine Geschichte nebenbei. Vorgestern bin ich durch Kaierde gelaufen. Während ich locker durch den Ort trabte, trat ungefähr hundert Meter vor mir ein älterer Herr auf die Straße. Er sah mich kommen und wartete. Als ich ihn passierte, winkte er mir zu und rief lauthals: „Laufen für Deutschland.“ So weit ist es schon gekommen. Ich winkte zurück und lief weiter. Die Hilsmulde ist bestens über uns informiert und nimmt am Deutschlandsprint teil. Sehr schön.

Dazu noch ein kleiner Tipp, falls ihr eure Laufgruppe im Ort bekannt machen wollt: Wir halten es im Winter so, dass wir beim Training oft durch die Ortschaften unserer Samtgemeinde laufen. Wenn die Menschen regelmäßig eine Gruppe von 5 bis 20 Läufern durch den Ort brettern sieht, vorzugsweise beim Tempo- oder Intervalltraining, und natürlich bei Wind, Schneefall oder Dauerregen, dann prägt sich das ein. Könnt ihr mir echt glauben. Klar, dass euch die Hälfte der Einwohner für verrückt hält, aber das macht nichts. Sie werden euch trotzdem kennen.

Heute steht nur ein 10-Kilometer- Lauf auf dem Plan. Dabei laufe ich zwei Mal zwei Kilometer im 4 Minuten Tempo. Der Rest wird fast in Füßgängergeschwindigkeit getrabt. Gestern war ich gut unterwegs und werde von der schnellen Zeit auf dem Dreißiger noch ein wenig zehren. Heute frage ich mich dagegen: Wie können 10 Kilometer so anstrengend sein? Nach 115 Wochenkilometern, dem harten Wettkampf Donnerstag und zu wenig Schlaf fühlte sich das heute schon so ähnlich an, wie das beim Deutschlandsprint zu erwarten ist.

Sonst gab es heute noch Post aus Walsrode. Dirk Liedtkes Lauftruppe aus Kirchboitzen hängt sich, was unsere Unterstützung angeht, richtig rein. Es macht Spaß solche Mails zu lesen. Ich freue mich schon jetzt auf all die Läufer, die ich während des Sprints kennen lernen werde.

 

Thomas Knackstedt

 

Kommentare

Bislang keine Kommentare

Zum Kommentarschreiben anmelden or registrieren