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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 08.04.2008

Noch 22 Tage. 8. April 2008

www.deutschlandsprint.de

Gestern hat der Delligser Werbering zusammen gesessen, um über unseren Deutschlandsprint zu beraten. Die Delligser können in solchen Sachen ziemlich findig sein und ich bin schon jetzt gespannt, was unsere lieben Mitbewohner alles auf die Beine stellen werden.

In jedem Fall ist das Interesse groß. Vom Bürgermeister über Läufer aus der näheren Umgebung und Arbeitskollegen wollen jede Menge Leute wissen, wie das denn genau abgehen wird. Als ich gestern Morgen Kathrins 94jähriger Oma die Zeitung brachte, bemerkte ich, dass auch sie das Deutschlandsprintfieber gepackt hat. „Sag mal Junge, wie geht denn das genau? Wer muss denn da wie lange laufen? Das ist doch ganz schön weit, oder?“

Da hat sie wohl recht. Sehr weit. Aber das ist alles relativ. Als wir zu unserem ersten Hundert Kilometer Lauf nach Biel fuhren, sagte ich auf der Anfahrt zu Sabine: „Schau mal, wir sind in Hessen. Das waren jetzt genau 100 Kilometer. So weit laufen wir Morgen.“ Das sorgte bei ihr sofort dafür, dass sie nicht mehr starten wollte. Jetzt soll es 10 Mal so weit gehen. Angst habe ich davor jedoch nicht. Mit dem Team im Rücken werden wir das schaffen.

Catch-22 ist der Titel des 1961 erschienenen ersten und anfangs wenig erfolgreichen Romans von Joseph Heller über die Absurdität des Krieges und die Dummheit der Militär-Maschinerie. Erst durch Mundpropaganda und Weitergabe und Empfehlung des Buches durch begeisterte Leser wurde das Buch zu einem Welterfolg. Wer es noch nicht gelesen hat: Nichts wie ran!

Der Deutschlandsprint lebt ebenfalls von der Mundpropaganda. Unsere Helfer haben zum Teil ihre regionalen Zeitungen angesprochen und die sind auf Material aus. Das geht momentan völlig problemlos vonstatten. AZ-Chefredakteur Markus Kater versendet das Infomaterial quer durch die Republik. Von Wilster über Walsrode, Einbeck, Northeim, Bad Sooden-Allendorf und Würzburg sind schon Zeitungen informiert. Wer weiß, vielleicht gibt es da ja sogar ein paar Zuschauer. 

                                      TTB22

                                                             Zuschauer sind immer gut.

Nach dem Ruhetag stehen heute Morgen 20 Kilometer auf dem Plan. Mario will vorbei kommen und wir werden langsam auf den Hilskamm laufen und versuchen, ein paar Sonnenstrahlen einzufangen. Wenn ich so aus dem Fenster schaue, müsste das eigentlich klappen.

Wir laufen durch Kaierde und nehmen den Anstieg auf den Hils langsam unter die Füße. Als wir in den Wald kommen, scheuchen wir einen Schwarzstorch auf. Der riesige Vogel fliegt ein paar Meter vor uns her und landet dann wieder in der Nähe der Fischteiche. Die letzten drei Kilometer geht es auf 400 Meter hoch. Die Sonne scheint und der Schweiß fließt in Strömen.  Zurück geht es von ganz allein schneller und wir sind nach 1:37 Stunden wieder zu Hause. Morgen ist dann wieder Trainingstag. Intervall! Das wird bestimmt lustig.

 

Thomas Knackstedt

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