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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 09.04.2008

Noch 21 Tage. 9. April 2008

www.deutschlandsprint.de

Die 21 ist dem Halbmarathon vorbehalten. Die 21,1 Kilometer werden, meiner Meinung nach, noch immer recht „stiefmütterlich“ behandelt. Wenn Läufer sich unterhalten, dann heißt es fast immer: „Was läufst du auf 10?“ oder „Wie ist deine Marathonzeit.“ Nur selten wird nach dem Halbmarathon gefragt. Warum das so ist? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht hängt es mit der Vorliebe für gerade Zahlen oder dem Mythos der Marathonstrecke zusammen. Die Halbmarathonzeit ist dabei mindestens ein so guter(oder schlechter) Indikator für die zu erwartende Marathonzeit, wie die 10er Zeit.

Allerdings warne ich vor Rechenspielchen. Viel zu oft lausche ich Gesprächen, in denen stundenlang besprochen wird, wie schnell man beim Marathon wäre, wenn...Das sind alles ungefangene Fische. Letztendlich verweise ich dann auf einen alten Werbeslogan aus der Marlboro-Reklame: „Wenn Du wissen willst, welches Pferd schneller läuft, musst du es ausprobieren.“ Nur so werden auf der Marathonstrecke Fakten geschaffen.

In jedem Fall ist es sinnvoll, sich langsam an die Marathonstrecke heran zu tasten. Ich halte es für unverantwortlich(und manchmal auch ziemlich albern) wenn völlig untrainierte Menschen mit dem Laufen beginnen und dann gleich einen Marathon laufen wollen. Eigentlich müsste man darüber gar nicht sprechen, wenn...ja wenn es nicht genau diesen Typus Mensch tatsächlich geben würde. Schickt man diese Spezies vorab in ein scharfes Halbmarathonrennen, wird am Ende oft die Aussage stehen: „Die gleiche Strecke jetzt noch mal? Wie soll das denn gehen?“

                                         TTB21

                                                 1, 2, 3, ganz viele Delligser Halbmarathonläufer.

Dass der Halbmarathon den ganzen Läufer erfordert, sehe ich immer daran, dass meine ambitionierten Jungs am Ende des Halbmarathons körperlich und auch geistig ziemlich fertig sind. Zwei Beispiele: Achim rennt in Celle(auch wenn das nur 20 Kilometer waren) mit Volldampf am Zieleinlauf vorbei und merkt seinen Irrtum erst auf Zuruf. Ein paar Jahre zuvor passiert Udo genau das gleiche, der läuft aber noch zwei Kilometer weiter, ehe er merkt, dass da was nicht stimmt. Udo schaffte es auch, in Springe am Ziel vorbei zu laufen, sich zu Jürgen, Jörn und Thomas in den Zielbereich zu stellen, um dort in aller Ruhe einen Tee zu trinken. Bis er angesprochen wurde: „He, Udo. Willst du eigentlich nicht durchs Ziel laufen? Ich meine ja nur, wegen der Zeit.“

Beim Training heute Abend werden wir ebenfalls die Halbmarathondistanz laufen. Zwischendurch werden zwei Blöcke von 20 Minuten mit Tempoverschärfung eingebaut. Ein kleiner Vorgeschmack auf den Deutschlandsprint. Auch das wird anstrengend für Körper und Geist. Beim Deutschlandsprint sollte dann aber bitte schön niemand am Ziel vorbei laufen.

Die Alfelder Zeitung unterstützt uns noch immer kräftig. Heute erschien eine weitere Spenderliste im Blatt. Da werden die Berichte immer größer, denn die Zahl der Spender wächst täglich. In den nächsten Tagen geht es dann weiter mit ein paar Porträtaufnahmen unserer Läufer und ein bisschen Hintergrundwissen. Das wird sicher spannend.

 

Thomas Knackstedt

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