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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 10.04.2008

Noch 20 Tage. 10. April 2008

www.deutschlandsprint.de

Zunächst zur Zahl des Tages. Dazu gibt es einen Auszug der Nachrichtenseite Spiegel.de vom 15.11.2006:

Liebespaar drohen 20 Jahre Haft. Knutschen, Schmusen, Fummeln. Das sollte man bei Flügen in den USA besser vermeiden. Einem Paar, das sich das Turteln an Bord nicht verbieten lassen wollte, drohen bis zu 20 Jahre Haft - wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Washington – Das allzu heftige Knutschen und Schmusen könnte das hemmungslose Pärchen teuer zu stehen kommen: Die beiden hätten sich während eines Flugs der Southwest Airlines von Los Angeles nach Raleigh im September auf derart unanständige Weise liebkost, dass es anderen Passagieren unangenehm gewesen sei, heißt es nach Justizangaben in einer jetzt eingereichten Klageschrift des FBI.

Na ja, das ist ja wohl doch etwas übertrieben, oder? Wen man gut miteinander auskommt, ist das immer ein Vorteil. Und ein Pärchen, das sich mag, ist für die Laufgruppe immer ein Gewinn. Wenn sie ihm, oder er ihr, den Sport nicht gönnt, endet das fast immer in einer Katastrophe.

                                          TTB20

                                          Gemeinsam geht vieles besser. Radtraining in Dänemark.

Gestern war es wieder mal so weit. Training in seiner ureigensten Delligser-Lauftreff-Form. Als ich mir hinterher die Schuhe auszog, war ich gerade noch in der Lage, mich auf die Treppe zu setzen und mit den Ohren zu wackeln. Mehr war nicht drin. Verdammt, ich bin jetzt 47 Jahre alt, wieso tue ich mir diesen Scheiß noch immer an? Dabei fing es ganz harmlos an.

Beim Treffpunkt war die Hölle los. Läufer ohne Ende. Jürgen und ich waren vor dem Start schon sieben Kilometer gelaufen, damit wir 25 Kilometer voll bekommen. Somit stand noch ein 18 Kilometer Turn für uns an. In der schnellen Gruppe ging es mit Fußi, Rafael, Achim, Karsten, Mario, Jürgen, Tewes und mir auf die Strecke. Güni, Thorsten, Hermann und Co. folgten. Nach dem Einlaufen legten wir eine 20minütige Temposteigerung ein. Das war moderat und brachte uns 4700 Meter weit. Danach dackelten wir einen Topanstieg zum Hilskamm hinauf und legten dort den zweiten 20-Minuten-Abschnitt ein.

Vom ersten Schritt an ging die Post ab. Mario und Achim machten das Tempo, wir anderen hängten uns in den Windschatten. Es ging leicht bergab und wurde richtig schnell. Nach 15 Minuten riss Fußi ab und ich dachte die ganze Zeit: Dranbleiben! Nur noch diese 5 Minuten dran bleiben. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man 20 Minuten schnell läuft, oder ob man 20 Minuten schnell läuft, wenn man schon 19 Kilometer auf dem Buckel hat. Den letzten Kilometer lief ich nicht mit den Füßen, sondern nur mit dem Kopf. Endlich war die Zeit um und wir hatten 5300 Meter geschafft. Was bei der Angelegenheit total frustrierend war: Ich spürte selbst, dass ich völlig am Anschlag war. Bei Jürgen und Mario vermutete ich das ebenfalls. Aber wenn ich dann Karsten oder Tewes ins Gesicht schaute…nein…die waren noch lange nicht so weit.

Aber letztendlich ist auch das geschafft. Heute gehen 15 Kilometer locker vom Fuß, ohne besondere Anstrengung. Und diese Mittwochabend-Einheiten, die müssen wir vielleicht noch mal überdenken. Man wird ja nicht jünger. Ich sehe uns schon in ein paar Jahren, ein Haufen von grauen Eminenzen, der wie bekloppt durch die Gegend rennen. Solange, bis sich einer an die Brust fasst und umfällt. Das wird natürlich erst passieren, wenn die zwanzig Minuten um sind. Vorher wäre gemogelt…

 

Thomas Knackstedt

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