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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 11.04.2008

Noch 19 Tage. 11. April 2008

www.deutschlandsprint.de

1985 stürmte Paul Hardcastle mit seiner Single „19“ in die Hitparaden. In dem Song ging es um den Wahnsinn des Krieges. Hardcastles Video zeigte in erschreckenden und drastischen Bildern, wie junge Menschen ihr Leben auf den Kriegsschauplätzen der Welt verlieren. Das ist 23 Jahre her. Da war Vietnam bereits Geschichte und an den Irak Krieg dachte noch niemand. Wenn ich heute zurückschaue und mich frage, was sich seitdem verändert hat…lassen wir das Thema lieber…

1985 war unsere Laufgruppe noch nicht einmal gedanklich vorhanden. Heute sieht das anders aus. Erst gestern schenkte uns die Alfelder Zeitung wieder eine ganze Seite und wir mutieren hier tatsächlich zu so einer Art „Local-Hero-Truppe.“ Ich hoffe nur, die meisten Menschen  wissen auch, dass wir noch nicht losgelaufen sind. Unser großes Ziel ist noch nicht erreicht. Wir stecken mitten in den Vorbereitungen. Aber es sieht gut aus. Heute flogen wieder Mails aus Wrohm, Walsrode, Werneck und Petersthal ein. Die ganze Republik in einem Emailfach. Was haben wir da für Wahnsinnstypen als Helfer angeheuert? Ich bin jedes Mal hin und weg, wenn ich mit den Menschen telefoniere oder Mails austausche. Wie viele Brüder im Geiste mag es in Deutschland noch geben? Wenn wir uns Anfang Mai persönlich kennen lernen werden, wird das mit Sicherheit eine ganz große Sache.  Ob die meisten von denen wissen, dass ich es locker und lustig mag und mich lieber mit Menschen umgebe, die aus dem Bauch heraus entscheiden und nicht alles so tierisch ernst nehmen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass auf meine Läufer  eine Reihe ganz spannender Bekanntschaften warten.

                                                       TTB19

                                                         Noch 18, aber bald 19: Johannes.

Was gab es sonst noch? Ich brauche noch Helfer im Bereich Bebra und Umgebung. Da muss ich dieses Wochenende ran. Eine Reihe von Regionalzeitungen entlang der Strecke werden Berichte bringen. Das freut mich.

Gestern bin ich ganz langsam 15 Kilometer gelaufen. Die Uhr ließ ich zu Hause und trottete einmal um Grünenplan herum. Am Ende lief ich den Abschnitt auf dem Radweg, den wir Mittwochabend im Tiefflug absolvierten. Während ich da mit hechelnder Zunge und aufgerissenen Augen um mein Leben lief, war das gestern sehr beschaulich und angenehm. Dazu wieder ein Tipp: Ihr habt ganz sicher ein paar Tempostrecken oder Steigungsabschnitte, die euch bei jedem Lauf extrem schwer fallen. Gönnt euch auf diesen Abschnitten mal einen Lauf in völlig entspanntem Tempo, von mir aus geht die Strecken auch ab. Ihr werdet sehen, wie angenehm das ist. Wer schwere Passagen ständig im Tempo absolviert, entwickelt schnell eine Abneigung gegen bestimmte Abschnitte. Wenn man ruhig und gelassen dort entlang schlappt, nimmt einem das den Frust und beim nächsten Mal kann man wieder richtig Gas geben.

Heute stehen 13 Kilometer auf dem Plan. Davon werde ich fünf Kilometer schneller laufen und den Rest genießen. Dann ist auch schon Wochenende. Was das für den Langstreckler heißt, wissen die meisten von euch: Kilometer schrubben! Bis dann. 


Thomas Knackstedt

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