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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 12.04.2008

Noch 18 Tage. 12. April 2008

www.deutschlandsprint.de

Deutschland in drei Tagen. Es steht in den Sternen, ob das klappt. Frankreich in 18 Tagen. Das gibt es schon. Ich sage es ja immer wieder: Es gibt Menschen, Läufer und es gibt Ultraläufer. Das ist eine eigene Spezies. Der Homo Sapiens Ultra. Dabei kommt es nicht darauf an, ob und wie viele Ultras man schon gelaufen ist. Entweder man ist so ein Typ, oder man ist es nicht. Ich rechne mich zum Beispiel nicht dazu. Klar bin ich schon Rennen bis 100 Kilometer gelaufen, aber ich werde euch was sagen: Wenn ich länger als 7 Stunden laufen soll, vergeht mir der Spaß an der Beschäftigung. Ein echter Ultra wird da erst warm. Hier ein schönes Beispiel. Olaf Schmalfuß beschreibt den Trans Gaule:

Für Ultraläufer ein Begriff, es ist einer der ganz wenigen Läufe fast durch ein ganzes Land. Durch Frankreich. Von Roscoff nahe Brest bis Grussian bei Narbonne, 1.150 km, 13.000 Höhenmeter bergauf und, weil von Meer zu Meer, auch 13.000 Meter wieder bergab. In 18 Tagen. Manchmal gibt es lange Etappen, bis 75km und manchmal auch recht kurze, 49 km (nur). Da haben auch die Langsameren der Läufer dort mal einen kurzen Nachmittag frei. Zum Wäschewaschen, Schlafen oder anderen alltäglichen Dingen, die auf weniger als das vermeintlich notwendige Minimum reduziert werden müssen. Für die philosophische Frage, ob vielleicht ein Urlaub in einem all-inclusive-Hotel nicht die preiswertere, erholsamere und daher auch erstrebenswertere Variante für 3 Wochen wäre, gibt es genug Zeit zum Nachdenken. Z.B. bei einem der 3 sehr feuchten Regentage, Regen von früh bis spät. Am heißesten Tag, 37°C, sehr schwül, fällt das Denken schwer, jeder kämpft gegen Dehydrierung, Sonne und am Ende wohl auch gegen sich selbst. Aber das ist Läuferalltag. Das ist in nahezu jedem x-beliebigen Laufmagazin beschrieben. 

Mehr dazu könnt ihr hier lesen. Dazu gibt es reichlich  Bilder. Mehr als abenteuerlich, wenn ihr mich fragt.

                                   TTB18

                                   Wechsel in Schmallenberg. Ich schicke Jürgen ins Rennen.

Gestern bin ich 14 Kilometer gelaufen. Innerhalb dieser Strecke habe ich einen schnellen 5-Kilometer-Abschnitt unter 20 Minuten gelaufen. Heute waren 13 Kilometer angesagt, mit zwei Blöcken von je 2 Kilometer Tempo. Die vielen Laufkilometer der Woche machen sich bemerkbar, das schnelle Laufen wird zu Qual. Morgen noch ein langer Kanten, dann ist das Herzstück der Vorbereitung abgeleistet. Es wird auch Zeit.

Nach dem Lauf heute bin ich mit Kathrin noch 90 Minuten Rad gefahren. Das Wetter lockte uns regelrecht nach draußen. Trotz reichlich Wind kamen wir gut voran und zum Schluss gab es sogar noch einen Endspurt. Im Dorf holten wir einen rüstigen Rentner auf dem Rennrad ein. Kathrin gab richtig Gas und weg waren wir. Allerdings hatten wir noch 2 Kilometer bis nach Hause und meine Liebste wurde plötzlich ziemlich langsam. Ich dachte schon: Wenn der Typ uns jetzt wieder einholt…Hat er aber nicht. Gerade noch mal gut gegangen.  

Morgen geht es dann weiter. Zum Frühstück werden wir uns eine Runde London Marathon gönnen. Tewes will bis zum Start des Rennens bereits einen Dreißiger gelaufen haben(Ich habe keine Ahnung, wie er das hinkriegt, ich wäre dazu nicht in der Lage). Nach dem London Marathon werden Petra und ich zusammen den letzten Langen Lauf ihrer Vorbereitung absolvieren und am Nachmittag setzt sich der „Innere Kreis“ zusammen, um die letzten Feinabstimmungen für den Deutschlandsprint vorzunehmen.

 

Thomas Knackstedt

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