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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 14.04.2008

Noch 16 Tage. 14. April 2008

www.deutschlandsprint.de

16 Kilometer lang ist die Runde, die ich heute mit Jörn drehe. Der ist zwar eigentlich viel zu schnell für mich, aber heute passt das schon. Wir treffen uns in Ammensen. Jörn hat gestern den Crosslauf in Varlosen gewonnen; einer seiner zahlreichen Volkslaufsiege. Nach meinem Geschmack einer von viel zu vielen…aber das Thema lassen wir heute außen vor.

Wir traben bei bescheidenem Wetter den Hils hinauf. Jörn erzählt, ich hechele vor mich hin. Oben angekommen geht es dann schon besser. Jörn steckt viel tiefer in der Volkslaufszene als ich und er berichtet mir, dass der Deutschlandsprint dort großen Anklang findet. Schön.

Nach 1:17 Stunden sind wir wieder bei Jörn zu Hause. Ich ziehe mir trockene Klamotten an und die kleine Lilly klaut mir meine Schlüssel. Sie freut sich ein Loch in die Hose. Wie lange ist das her, als unsere Kinder so klein waren? Die Zeit kann ziemlich gnadenlos sein.

                                                              TTB16

Manchmal ist Schnelligkeit keine Hexerei, sondern einfach nur eine falsch gewählte Blende. Jörn beim Sieg in Greene.

Der Rest des Tages versinkt im Deutschlandsprint. Morgens telefoniere ich mit dem Vorsitzenden des Turnvereins Hessisch-Lichtenau. Da ist noch ein „Loch“ auf der Strecke und ich hoffe, die Lichtenauer können uns helfen. Schaun wir mal.

Später ruft Jürgen an. Er und sein Spezi Thomas haben nach unserer Besprechung wieder mal nicht schlafen können. Wir haben ja gestern Nachmittag wirklich schon reichlich Dinge abgeklärt, aber das ein oder andere gelegte Ei, wird dann doch erst in der kommenden Nacht ausgebrütet.

„Wäre es nicht besser, anders zu wechseln? Was denkst du? Meinst du nicht? Könnten wir nicht? Ist das nicht günstiger?“

Ich werde irre. Nicht, dass Jürgen mich nervt, oder seine Gedanken unlogisch wären, aber es ist einfach zu viel. Wir müssen einen Rahmen abstecken und basta. Anders wird es nicht gehen. Nach dem Telefonat überlege ich, wie ich meinen Läufern in den nächsten zwei Wochen das Denken erspare. Jedenfalls in bestimmten Richtungen. Hätte Andi Brehme sich 1990 vor dem entscheidenden Elfer solche Gedanken gemacht, er hätte vermutlich nicht mal den Ball getroffen.

Ich könnte Jürgen den Umgang mit Thomas verbieten. Aber die hören ja eh nicht auf mich. Also Augen zu und durch. Wie hat ein afrikanischer Sportfunktionär vor kurzem auf die Frage geantwortet, wie seine Sportler über ein Olympiaboykott denken würden: „Die sollen nicht denken, die sollen da hinfahren und eine Medaille holen.“  Muss man ja nicht gut finden, die Antwort, sie hat allerdings etwas unbestreitbar Klares für sich.

So habe ich Jürgen an Mario verwiesen. Kein Trouble extra für mich. Ich habe momentan ohnehin genug davon. Allerdings gibt es auch positiven Stress. Eine Lauftruppe aus Bad Münder hat uns eine nette Mail gesandt. Die wollen tatsächlich eine Radtour an unsere Strecke machen und uns anfeuern. Geil! Und dann war da noch das Telefonat mit Arne. Der neue Kontostand auf dem Spendenkonto. Wie bitte? Was? Da musste ich mir erst einmal den Kalk aus den Ohren schütteln. Diese Zahl hat keiner von uns erwartet. Ich sage euch jetzt schon: Lasst euch überraschen, was an Spenden zusammenkommt.

 

Thomas Knackstedt

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