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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 16.04.2008

Noch 14 Tage. 16. April 2008

www.deutschlandsprint.de

14 Grad. Wärmer braucht es nicht zu sein. Wärme ist ein limitierender Faktor beim Langstreckenlauf. Das fängt beim Marathon an. Hamburg ist ein ziemlich sicheres Pflaster für gute Bedingungen. Nur selten wurde es im April in der Hafenstadt zu warm für gute Zeiten. Aber passiert ist auch das schon.

Hannover hatte in den letzten Jahren fast immer hochsommerliche Temperaturen beim Marathon. Die Endzeiten der Amateure und die hohen Ausfallquoten singen davon ein eindeutiges Lied. Die einzige Chance, bei einem Hitzerennen einigermaßen zu bestehen, ist: Langsam zu laufen. Und zwar von Anfang an!

Ich kann mich noch gut an den Hannover-Marathon 2007 erinnern. Für unsere 3-Stunden Läufer hatten wir ausgegeben: auf 3:05 bis 3:10 Stunden angehen, das reicht. Am Anfang des Rennens liefen Heerscharen von Athleten an mir vorbei, und es war schwierig, sich dabei zurück zu halten. Ab Kilometer 27 ging es dann jedoch anders herum. Ich brachte eine 3:07 ins Ziel und überholte nur noch. So macht der Marathon Spaß, oder wie sagte Besi in Hannover so schön: „In den Herrenhäuser Gärten dachte ich, die stehen recht uns links Spalier für mich. Aber das waren Läufer, die Krämpfe hatten oder sich übergaben. War irgendwie klasse.“ Wollen wir dieses Jahr das Beste für Hamburg hoffen und sollte es wider erwarten ein Hitzerennen geben, werden wir uns darauf einstellen.

                                       TTB14

Vor einem Hitzelauf sollte man sich ein Plätzchen im Schatten suchen. So wie hier, vor dem Start zum Deutschlandcup, in Seesen.

Das heißeste Rennen sind Karsten, Jürgen, Thomas Walter und ich in Regensburg gelaufen. Schon beim Start 30 Grad im Schatten. Es war die Hölle. Unsere Endzeiten lagen allesamt 20 Minuten über unseren Bestzeiten. Aber: wir waren langsam losgelaufen, sind angekommen und haben uns gut platziert. Wer bei Hitze nicht umdenkt und versucht, seine Bestzeit zu toppen, dem ist meistens nicht zu helfen.

Heute ist Trainingsabend. Ohne mich. Sollen die anderen sich doch alleine hetzen. Ich werde mich noch ein wenig schonen, bis die OP-Narbe am Handgelenk einigermaßen verheilt ist. Der Verband ist schon ab. Natürlich gehe ich zum Treffpunkt. Es ist volles Haus. Jeder hat noch irgendeine Frage, und jede Frage wirft eine Gegenfrage auf. Ich höre und sehe mir das an und denke: Wie vor dem ersten Marathon. Es macht sich Torschlusspanik breit. Die Mädels und Jungs sind nervös. Einerseits genau die richtige Vorstartstimmung, andererseits auch ein bisschen nervig. Beim Trainieren wird sich die Truppe vielleicht ein wenig abreagieren. Es ist zu hoffen.

Wieder zu Hause stelle ich fest: Telefonieren geht einwandfrei. Gestern hatte ich Rainer Kirsch aus Dinkelsbühl an der Strippe, heute Morgen die Alfelder Zeitung. Und heute Abend rufe ich noch ein paar Helfer an. Wir lesen uns.

 

Thomas Knackstedt

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