MeinSportplatz
Banner_msp_team

ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 18.04.2008

Noch 12 Tage. 18. April 2008

www.deutschlandsprint.de

„Die schlechte Nachricht ist, dass die Zeit fliegt…die Gute, dass Du der Pilot bist.“ Ein schöner Satz, den ich gestern Abend in einem Film hörte. Eine Menge Wahrheit, wird da mit ein paar Buchstaben transportiert. Noch 12 Tage! Das ist nicht mehr als ein temporärer Minizeitsprung. Langsam fängt das Kribbeln an. In Gedanken warte ich bereits auf meinen Einsatz, schnüre mir die Schuhe, überlege wie mein Streckenabschnitt aussieht, atme noch einmal kräftig tief ein und aus und dann geht es los. Jeder, der sein Herz dem Laufen verschrieben hat, kennt diese Situation. Wenn man Abends, vor dem Marathonstart, im Bett liegt und in Gedanken bereits auf der Strecke ist. Man holt sich von der eigenen Festplatte im Kopf die guten Erinnerungen der letzten Läufe und strickt sich einen Film. Ohne das geht es einfach nicht.

Noch 12 Tage! Dann werden drei Teams mit insgesamt 12 Läufern den Deutschlandsprint in Angriff nehmen. Wobei die Strecke nicht unser Feind ist; ganz im Gegenteil. Der Boden, der unsere Schritte abfedert, ist keinem von uns schlecht gesinnt. Wir laufen nicht gegen, sondern mit Deutschland. Das Land wird uns jede Menge Eindrücke schenken. Genau wie seine Menschen. Ich bin schon jetzt auf die Gesichter gespannt, die hinter all diesen E-Mails und Telefonaten stecken. Ich hoffe, dass ich einen Großteil davon kennen lernen werde.

Die 12 Läufer der Teams 1 bis 3 sollen 500 Kilometer schaffen. Das wird ein gewaltiger Kraftakt, bei dem jetzt noch niemand sagen kann, ob das klappt. Fast alle, die in diesem Dutzend mitlaufen, sind erfahrene Haudegen auf der Langstrecke, die sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen. Sie sind allerdings auch erfahren genug, zu erkennen, dass die erste Streckenhälfte einen gewissen Respekt erwartet. Momentan merke ich im Training, wie die Startnervosität zunimmt. Nicht nur die Läufer, auch unsere Teamhelfer und die Helfer an der Strecke werden von dieser Nervosität angesteckt. Die läuferische Vorbereitung für den Hamburg Marathon und den Deutschlandsprint ist, mehr oder weniger, in Sack und Tüten. Da braucht nicht mehr viel abgeleistet werden. Jetzt heißt es, den Kopf für die Belastungen der nächsten Wochen einzustellen. Wie man so schön sagt: Die Birne freizukriegen. Ich hoffe, dass das so gut klappt, wie die bisherige Vorbereitung.

                                    TTB12

         Keine Angst, so hart wird das Profil in der Rhön nicht. Blecki, Mario und Karsten in den Alpen.

Was gibt es noch zum Tagesgeschehen zu sagen? Gestern und heute hieß es wieder fleißig telefonieren. Sich einiger Helfer zu versichern und andere zu gewinnen. Mein Handgelenk spielt wieder einigermaßen mit. Bis auf eine Schwellung und den Schmerz an der Wunde, sind alle Bewegungen, die vorher so höllisch weh taten, wieder schmerzfrei möglich. Ich bin mehr als zufrieden.

Nach drei  Tagen Pause werde ich heute wieder die Laufschuhe anziehen und eine Runde durch den Hils laufen. Mal sehen, ob ich dafür noch einen Partner auftreiben kann. Die Schreibarbeit des Tages habe ich geschafft und es ist noch reichlich Zeit vorhanden. Mario hat mir ja gestern am Telefon schon sein Leid geklagt: „Man, was ich die letzte Woche vor dem Rechner gesessen habe. Wegen der Strecke und den Unterkünften, da hätte ich eine Schreibkraft einstellen können.“ Wem sagst Du das, Mario. Falls wir so ein Ding noch einmal in Angriff nehmen, schauen wir uns vorher auf dem Arbeitsmarkt um.

 

Thomas Knackstedt

Kommentare

Bislang keine Kommentare

Zum Kommentarschreiben anmelden or registrieren