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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 19.04.2008

Noch 11 Tage. 19. April 2008

www.deutschlandsprint.de

Elf Freunde sollt ihr sein. Wo wir mal wieder beim Fußball wären. Aber mit den Elf Freunden meine ich nicht die symbolische Fußballelf, die gnadenlos zusammenhält und um den Sieg kämpft, sondern das Fußballmagazin „11 Freunde.“ Wer das Magazin noch nicht kennt und sich für Fußball interessiert, sollte auf jeden Fall mal einen Blick hinein werfen. Denn da gibt es all das, was nicht im „Kicker“ steht. Die Geschichten zwischen den Zeilen sind ohnehin oft interessanter, als nackte Fakten und Zahlen. Vor allem, wenn man den Focus aus dem Profifußball heraus nimmt und sich um den Sport an der Basis kümmert. Sprich: Kreisklasse und was es sonst noch so gibt. Für den Laufsport gibt es keine vergleichbaren Magazine; leider. Da können wir vom Fußball noch etwas lernen.

Die Strecke schließt sich. Die Helfer organisieren ihre Abschnitte wirklich gut und es ist eine echte Freude, das zu beobachten. Wenn das so weitergeht, brauchen wir ab dem     1. Mai wirklich „nur“ noch laufen.

Gestern Abend meldete sich mein Freund Alex Menkö bei mir. Alex ist an der Filmschule in Stuttgart und(ganz nebenbei bemerkt) der Freund meiner Tochter. Alex hat vom Laufen(bitte nicht böse sein, Alex) keinen blassen Schimmer. Er ist der Spezialist für die Skateboardfraktion(da wüsste ich gern mehr, bin aber noch blinder, als er beim Laufen). Alex hat schon ein paar Filme über Skateboard und Musikgruppen gemacht, was lag da näher, als ihn mit nach Paderborn zu nehmen. Mit Kamera, versteht sich. So hat der Junge das Objektiv auf die „verrückten Läufer“ gerichtet, das Material gesichtet, geschnitten, vertont und bearbeitet. Das Ergebnis könnt ihr hier  bewundern. Ich war hin und weg. Der Junge ist gut. Wenn meine Truppe das Ergebnis sieht, werden einige überschnappen, das steht fest. Ich hoffe, dass wir auch vom Deutschlandsprint bewegte Bilder bekommen. Allerdings gibt es da noch organisatorische Probleme. Die müssen erst gelöst werden.

Heute Morgen bin ich um 5 Uhr aus dem warmen Bett gekrochen und habe mich auf den Weg zum Dienst gemacht. Um diese Zeit ist nicht all zu viel mit mir los. Ich schlappe zum Wagen und dann geht es in einer Art „Instrumentenflug“ nach Alfeld. Dort kommt zumeist erst nach dem ersten Kaffeebecher so richtig Bewegung in mich. Den Kaffee brauchte ich heute nicht, um wach zu werden. Als ich am Ortseingang von Delligsen auf die B3 bog und gedankenverloren nach rechts blickte, sah ich das:

                                       TTB11

                                                           Nicht zu übersehen. Wahnsinn.

Der Hammer, oder? Da war ich sofort hellwach. Ich habe es euch ja schon einmal gesagt: Die Menschen im Leinebergland machen mir Angst. Sie identifizieren sich mit unserer Aktion. Ich hätte nie gedacht, dass das solche Ausmaße annimmt. Wir sind ja noch nicht los gelaufen. Mal sehen, was da noch passiert.

Ich habe gestern, nach meiner OP die erste Laufrunde gedreht. Nach drei Tagen Pause liefen die Beine wie von allein. In eine 20-Kilometer-Runde habe ich zwei Blöcke von je 4500 Meter in schnellerem Tempo eingebaut. Das ging problemlos.  Ich sage es ja  immer wieder: Wenn man sich als Läufer schon verletzt, dann ist die Hand oder der Arm immer das angenehmere Übel.

Für heute steht noch ein kurzer Genusslauf an. Vielleicht 15 Kilometer in lockerem Tempo durch den Wald. Sobald dieser Text im Netz ist, geht es los.

 

Thomas Knackstedt

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