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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 22.04.2008

Noch 8 Tage. 22. April 2008

www.deutschlandsprint.de

Der Hamburg Marathon steht vor der Tür. Alle, die dort starten werden und sich etwas vorgenommen haben, bemerken dass an ihrer Nervosität, ein paar schlaflosen Nächten und der ständigen Frage: Schaffe ich das? Wer gut trainiert hat, sein Programm bis heute durchziehen konnte und gesund ist, dem kann ich diese Frage mit einem klaren: „Na klar schaffst du das!“ beantworten. Macht euch nur nicht verrückt.

Heute Morgen rief Tewes Schwager aus Konstanz an. Er hat genau die o.a. Symptome. Dabei ist er in Paderborn beim Halbmarathon eine neue Bestzeit von 1:37 Stunden gelaufen. Da sage ich nur: Ruhe bewahren, das wird schon.

Petra hat sich eine Erkältung eingefangen. Husten, Schnupfen, Heiserkeit, aber kein Fieber. Auch da ist das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen. In Ruhe ein paar Tage auskurieren und dann schauen wir mal.

Die Vorbereitungen zum Deutschlandsprint gehen in die Endphase. Das merkt man ebenfalls an steigender Hektik und einem Schlaf, der nicht ganz so ruhig ist, wie sonst. Bei mir sollten es schon 8 Stunden Schlaf am Tag sein. Bei weniger Schlaf sinkt meine Leistungsfähigkeit, bei mehr Schlaf fühle ich mich wie Donald Duck(der braucht ja bekanntlich pro Tag 16 Stunden Minimum). Während ich mich so um die Zahl des Tages kümmere, denke ich: Mit deinen acht Stunden Schlaf wird das beim Deutschlandsprint nichts werden. Dazu noch im Wohnmobil; wo ich doch der geborene Hotelübernachter mit reichlich Service bin. Aber schlafen muss man, ansonsten wird das mit meiner eingeplanten Laufleistung nicht klappen. Ich denke, dass ich in den letzten vier Monaten diese ganzen Menschen, die uns helfen werden, kennen und schätzen gelernt habe. Die wollen mich bestimmt mal sehen und sprechen, was übrigens umgekehrt genau so der Fall ist. Aber wie soll das gehen? Muss ich mit Doc Thomas sprechen, dass er mich medikamentenunterstützt vier Tage wach hält? Da würde ich sicher nicht durch die Dopingkontrolle kommen. 

                                       TTB8

Wohnmobilspezialist und "Liebhaber" Knackstedt bei der Arbeit. Da kann man die Vorfreude doch am Gesicht ablesen, oder?

Es ist ein Dilemma. Egal ob Arno, Andreas, Alfred, Ludwig, Matthias, Bettina, Walter, Jürgen, Dirk oder Karl-Heinz(diese Namen habe ich mir jetzt wahllos aus der Helferliste geschnappt), die würde ich alle gern persönlich kennen lernen. Am besten noch einen gemeinsamen Abend bei einem leckeren Essen und einem Bierchen verbringen und übers Laufen reden. Nur…das wird nicht klappen. Ganz sicher nicht. Denn: Auch Thomas muss mal schlafen. Ich werde mir Mühe geben, genug zu schlafen, genug Kontakte zu pflegen, schnell genug zu laufen, genügend Information auf unsere Internetseite zu schaufeln und genügend Sponsoren zufrieden zu stellen. Versprochen. Aber hundertprozentig schaffen werde ich das nicht, leider.

Heute geht es noch einmal auf die Piste. Die Ausfahrt auf dem Rad gestern, war ein Traum. Wenn man lange Zeit nicht gefahren ist, kommt das besonders gut. Es macht Spaß, die Pedale zu drehen und den Asphalt unter den Reifen abrollen zu sehen. Wenn der Rennsteiglauf 2008 zu Ende ist, werden die Räder wieder bewegt. Darauf freue ich mich schon jetzt. Aber heute stehen 15 Laufkilometer auf dem Plan. Kleines Fahrtspiel, verschiedene Geschwindigkeiten, nicht besonders anspruchsvoll. Die letzte Woche vor dem Marathonstart ist eigentlich dem Marathonrenntempo gewidmet, da ich aber Petra begleite, kann ich mir das schenken. Da werde ich den Knospen und Blättern beim Aufklappen zuschauen und noch mal darüber nachdenken, wie das mit den acht Stunden Schlaf klappen soll.

 

Thomas Knackstedt

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