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ThomasKnackstedt

Deutschlandsprint Countdown Tagebuch

Von ThomasKnackstedt am 28.04.2008

Noch 2 Tage. 28. April 2008

www.deutschlandsprint.de

Warum muss es so kurz vor Toresschluss immer so hektisch werden? Ich bin froh, dass ich mir nach dem gestrigen Hamburg-Marathon heute Morgen gleich das Mountainbike geschnappt habe und eine Stunde durch den Wald gefahren bin. Hätte ich diese Ausfahrt auf später geplant, wäre es nichts geworden. Das Telefon steht nicht still, die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und…und…und…

Heute Morgen habe ich als erstes die Hamburger Ergebnislisten durchgeschaut. Nach ein wenig Recherche war mir klar, dass unsere Männermannschaft die schnellste Truppe im gesamten Wettbewerb war. Alter Schwede, ich hätte viel gedacht, aber das wir bei diesem großen Marathon alle anderen Mannschaften hinter uns lassen, nein, das wäre im Vorfeld doch des Guten zu viel gewesen. Allerdings nehmen wir diesen Erfolg natürlich gerne mit. Für unsere schnellen Jungs freut mich das besonders, denn sie haben eine Menge für diesen Lauf getan.

Also habe ich zunächst einen Zeitungsbericht geschrieben. Denn könnt ihr übrigens hier lesen. Fotos sind noch Mangelware, da ich den Apparat auf der Strecke dabei hatte und Jule dieses Mal ihre Spiegelreflex zum Einsatz brachte. Da müssen wir noch die Entwicklung der Bilder abwarten.

Danach wurden die Lebensmittel für den Deutschlandsprint abgeholt und zwischengelagert; anschließend fuhren wir nach Holzminden, um ein Laptop für den Interneteinsatz unterwegs einzurichten. Wollen wir hoffen, dass das funktioniert. Jetzt muss das Tagebuch noch ins Netz und auch der Bericht auf der DSC Seite ist noch nicht fertig.

Fehlt noch die Zwei. Für mich steht die Zwei für die Beziehung. Ein Ehepaar, ein befreundetes Pärchen oder jede Art von menschlicher Zweierbeziehung. Die funktioniert bekanntlich am besten, wenn man jeden Tag etwas dafür tut. Das ist nicht immer einfach. Bei uns Läufern schon gar nicht. Einen Partner zu finden, der vollstes Verständnis für diesen(manchmal wirklich sonderbaren) Sport hat, ist nicht einfach. Jemanden, der einen dabei auch noch bedingungslos unterstützt, ähnelt der Suche nach der berühmt, berüchtigten Nadel im Heuhaufen. Ich habe euch schon oft genug berichtet, dass wir hier im Lauftreff diesbezüglich mit reichlich Glück gesegnet sind. Das gilt auch für die Partner. Ohne sie oder ihn liefe, buchstäblich, nicht viel zusammen. Wenn ich gestern in Hamburg wieder gesehen habe, dass es eine Menge Delligser gibt, die ganz schnell laufen können; die aber, was das ganze Drumherum angeht, oft total überfordert sind, dann weiß ich: Ist nicht so schlimm. Denn da ist noch immer der Partner, der die Organisation übernimmt. Es wird gekocht, geputzt, geholfen, gecoacht und was weiß ich nicht. Fast schon ein Idealzustand.

                                      TTB2

                        Sagenhaft schnell bei Kilometer 37. Die eine Hälfte des Duos Juliane/Jörn.

Gut, dass muss reichen für heute. Ich habe noch so viel auf dem Schirm, dass ich schon jetzt weiß, das schaffe ich alles nicht mehr, aber ich werde es versuchen. Zum Abschluss will ich euch noch berichten, dass ich heute Morgen ein kleines Schwätzchen mit den Eltern von Andreas Hünerberg geführt habe. Ilse und Helmut sind zwei Seelen von Menschen. Durch ihren überaus erfolgreich laufenden Sohn sind sie in punkto Laufen immer gut informiert. Ilse sagte zu mir: „Kannst du denn überhaupt noch schlafen, Thomas?“ Ich sagte: „Na klar. Das geht schon.“ Darauf Ilse: „Das wundert mich aber, ich kann ja kaum noch schlafen, wenn ich an euren Lauf denke.“ So sieht das also aus. Einerseits wunderschön, andererseits gilt es geweckte Erwartungen zu erfüllen. Also nichts wir ran an die Arbeit.

 

Thomas Knackstedt

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