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Weltenbummlerkind

Mein Marathondebut...

Von Weltenbummlerkind am 31.10.2007

...vollends gelungen!

Hallo liebe Lauffreunde,

hier nun kommt mein Bericht zu meinem ersten Marathon.

Das Wochenende in Frankfurt begann wie ja schon berichtet wurde mit dem großen Treffen des New-York Marathon Teams auf der Messe. Auch ich empfand das Treffen so, als wenn wir uns schon Ewigkeiten kennen würden. Es war einfach schön, nun den Nicknames auch mal Gesichter zuordnen zu können. Auch dass wir alle in Frankfurt übernachten konnten war besonders für mich als Marathonneuling sehr angenehm, denn meine Teamkollegen nahmen mir so doch einiges meiner Nervosität und gaben nochmal fleissig Tipps mit auf den Weg.

Der Marathontag begann für mich dann um kurz vor 7 mit dem gemeinsamen Frühstück mit den Teamkollegen, anschliessend gingen wir dann gemeinsam zum Messegelände um unsere Kleiderbeutel abzugeben. Da die Kleiderabgabe der Damen an einer ganz anderen Ecke der Messehalle war verlor ich hier dann auch die anderen aus den Augen. Dafür traf ich dann kurz danach auf dem Weg zu meinem Startblock zufällig meinen Bruder und seine Freundin, die sich den Start live ansehen wollten.

Pünktlich um 10 Uhr fiel dann der Startschuss, wobei es bei mir knapp 13 MInuten dauerte, bis ich die Startlinie überlief. Jetzt begann also der längste Lauf meines Lebens...

Da ich als Marathonneuling meine Zielzeit nicht so wirklich einschätzen konnte, hatte ich eine Zielzeit von 5h30 angepeilt. Doch schon nach den ersten Kilometern merkte ich, dass es wunderbar lief und ich durchaus auch schneller laufen kann.
Die ersten Kilometer führten von der Messe in Richtung City und meinen Vorsprung auf meine Zielzeit betrug hier schon 6 MInuten. Entsprechend überrascht waren auch meine Lauffreunde, die kurz vor der ersten Wechselzone der Staffelläufer auf mich warteten, denn sie hatten noch gar nicht mit mir gerechnet...
Nun ging es über die "Alte Brücke" über den Main durch Sachsenhausen und anschliessend auf die Kennedyallee, eine breite Bundesstraße. Hier war nun das erste Stück, wo kaum noch Zuschauer am Rand standen, dennoch konnte ich meinen "Vorsprung" weiter ausbauen, nach 15 Kilometern waren es 10 Minuten und ich fühlte mich immer noch richtig gut.
Die nächsten Kilometer führten dann durch Schwanheim und da war wieder etwas mehr "Party" am Strassenrand. Hier war auch das "Bergfest", die Halbmarathon-Distanz war geschafft, mit meiner neuen persönlichen Bestzeit - 2:30. Und auch mein Vorsprung lag inzwischen bei 14 Minuten.
Nun ging es über die Schwanheimer Brücke wieder zurück auf die andere Mainseite. In Nied, kurz hinter der S-Bahn-Unterführung wartete dann mein "Fanclub" mit einem schönen Plakat auf mich. Auch zu dieser Zeit fühlte ich mich immer noch frisch und fit und baute meine Zeit weiter aus. Nach 30 Kilometern waren es sage uns schreibe 20 Minuten!
Allerdings musste ich dann so ab KM 38 etwas langsamer laufen, denn nun merkte ich, dass mir schon einige Kilometern in den Oberschenkeln "steckten". Ich konnte dennoch weiterlaufen, zwar nicht mehr so schnell, aber immer noch unter der anviesierten Zielzeit pro Kilometer.
Kurz nach der Hauptwache, wo alle Läufer namentlich genannt wurden kam dann ein ganz einsames Stück, wo ich nur mit den anderen Läufern ganz alleine durch die Frankfurter Strassenschluchten lief. Jetzt war die Zeit gekommen, meinen MP3-Player einzuschalten, den ich die ganze Zeit nur spazierengetragen hatte. Zu den Songs von Abba lief ich nun die letzten Kilometer der Festhalle entgegen.
Als ich dann am Platz der Republik auf die Friedrich-Ebert-Anlage einbog, wurde mir langsam bewusst, dass ich kurz vor dem Ziel war. Ich konnte jetzt schon den "Hammermann", das Denkmal am Eingang zur Zielgeraden, sehen.
Die Zielgerade war dann absolutes Gänsehaut-Feeling, die begeisterten Zuschauer trugen mich förmlich die letzten Meter bis zum Roten Teppich am Eingang der Festhalle. Die letzten Meter in der Festhalle kann ich eigentlich gar nicht in Worte fassen, es war einfach nur genial!

Meinen ersten Marathon beendete ich in 5 Stunden 4 Minuten und 41 Sekunden. Eine Zeit ich nicht für möglich gehalten hätte. Und ich kann schon jetzt sagen: es war nicht mein letzter Marathon!

Zu guter letzt bleibt eigentlich nur noch mal ein riesengroßes Dankeschön, an alle, die mir mein Marathondebüt zu so einem tollen Erlebnis gemacht haben. Dazu gehören natürlich

  • das Team von Meinsportplatz,
  • meine Teamkollegen, die mir während der Vorbereitung immer wieder gute Tipps und aufmunternde Worte gegeben haben,
  • Fastfood für den Trainingsplan, der mich wirklich super auf den Lauf vorbereitet hat und
  • natürlich meine Familie und Lauffreunde, die so manchen langen Lauf zu einer kurzweiligen Trainingseinheit gemacht haben.

 

Viele Grüße
Natascha (Weltenbummlerkind)

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