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adschloeg

Projekt 42,2

Von adschloeg am 02.10.2008

Mein Marathon

Marathon...

Marathon, dieses Wort hat für jeden eine andere Bedeutung und einen anderen Stellenwert, für den einen sind die Teilnehmer an so einen Extremlauf schon Bekloppte und Spinner, für die anderen ehrgeizige,  ambitionierte, ein klares Ziel vor den Augen habende Läufer. Die Masse der Leute mit denen ich es zu tun habe, würden sich eine solche Quälerei nicht zumuten, geschweige denn auch noch antun.

Ich habe mich der Herausforderung gestellt und habe, um es gleich vorweg zunehmen (aufmerksames Leser der Blogs und des Forums wissen es schon) meine ersten Marathon erfolgreich beendet.
Ich möchte hier jetzt keine Aufreihung einer Statistik anführen, wobei das auch ganz interessant wäre. Was ich aber zusammen fassen kann, um eine Marathonlauf erfolgreich zu beenden, kommt man an einer gehörigen Portion Egoismus und Narzissmus nicht vorbei, will man sein Ziel nicht aus den Augen verlieren.
Mein Marathonwochenende verlief so:
Am Samstag war großes Wiedersehen mit allen Projektlern, mit Freude und Marathonnervosität im Magen machte ich mich auf den Weg ins Hotel. Dort wurde ich von Ela, Sandra und Halina gleich in Empfang genommen, als hätten wir uns erst letzte Woche getroffen, also wie "alte " Bekannte. Wenn man so begrüßt wird, da kann nichts mehr schief gehen. Im Hotel war kurzes Briefing angesagt und der gemeinsame Gang zur Vital -Messe, um unsere Startunterlagen abzuholen. Über die Messe reden wir lieber nicht, weil schön ist anders.
Abends war die gesamte Gruppe gemeinsam Essen, Pizza,  Pasta ...    Wie jeder wollte.
Nach einer unruhigen Nacht, machte ich mich, mit meiner Familie im Schlepptau, auf in Richtung mein größtes Laufereignis. Beschauliche Morgenstimmung                                  

Eingereiht mit Tausenden machte ich mich auf den Weg,

Kleiderzelt, Startblock,

 

nochmal schnell Pippi machen und dann warten,

im Startblock H, wartet man lange

24 Minuten nach dem Startschuss ging es dann auch für mich auf die Strecke.

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Die ersten Kilometer waren ganz easy, ich musste nur Aufpassen meine Familie, die sich auf der gesamten Laufstrecke verteilt hatte, wieder zu finden. Also Augen auf, an der Siegessäule, am km 12, km 24 ,km 37 und dazwischen . Ich habe allen Bescheid gesagt, dass ich auf der Strecke bin.                                                                                  An der Siegessäule wurde ich schon erwartet.     
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Erster Treffpunkt Erstes Wiedersehen
                    

                   Ein schnelles Bild,ein kurzer Kuss 
                                 und weiter ging es.


Nach 12 Km


Nächster Treffpunkt: km 12


Alles lief wie geschmiert.

Die Streckenlänge bekannt und
die Stimmung großartig.


Mit mir waren so viele eifrige Läufer auf der Strecke und irgendwie hatten alle noch nicht Ihr Tempo. Da wurde gedrängelt, überholt und geschupst.                                
Das bin ich gar nicht gewöhnt, wenn ich am Morgen in Berlin meine Runde laufe, bin ich meistens Alleine.Meine Mitläufer 

Mitläufer 

Die meiste Stimmung machten die Dänen, ich hatte das Gefühl ganz Dänemark hat sich auf den Weg nach Berlin gemacht. An jeder Straßenecke wurden sie von ihren Landsmännern und Frauen angefeuert.                                                                                                               
Für den passenden Lauftakt sorgten ganz nebenbei die vielen Bands und die Anfeuerungsrufe des Publikums.                                                                                             
Ich hatte  das Gefühl man schwebt auf einer Welle der Euphorie, die alle, egal ob Läufer oder Zuschauer mit sich riss und so schnell nicht mehr los lies.                                             
„Am wilden Eber“ haben mich die Emotionen fast keine Luft mehr kriegen lassen. Ich war hin und her gerissen. Heul ich jetzt los?,  aber nur aus Freude, keine Krämpfe, kein Zeitdruck. <dl>

  • Ich habe selten so ein Gefühlschaos erlebt.
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    Auf der Überholspur
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    "Nur noch 5km"
    Am letzten vereinbarten Treffpunkt, “nur noch“ kleine, niedliche, Kräfte zehrende, lumpige 5km, entfernt vom Ziel, habe ich endlich meine Rhythmus gefunden und dann habe ich Gas gegeben. Ich habe so viele Läufer überholt, die nur noch gehen konnten oder von Krämpfen gepeinigt wurden.                                                                                                    
    Das hat Spaß gemacht und mir den nötigen Schwung  für mein finish gegeben. 
    Endlich ich als Marathon- Debütant auf der Überholspur.                                                                        Auf meinem Weg, zu meinem persönlichen Sieg, hat mich Ela begleitet, die wegen Krankheit nicht angetreten ist. Sie hat mich begleitet auf den schwierigsten 3 km, sie hat mich noch mal motiviert, obwohl die Beine und auch der Kopf schon fast nicht mehr konnten. Zusammen mit ihr habe ich meinen ersten Marathon erfolgreich beendet. Gemeinsam haben wir die Ziellinie überquert und die Mühen der Vorbereitung waren vergessen.                                                                                                                                        
    Einige Meter hinter dem Zielbereich wurden wir von Norbert Hensen, (Organisator, Redakteur v
    . „aktiv laufen“, gute Seele des Projekts) schon sehnsüchtig erwartet, zu uns gesellte sich noch Halina und gemeinsam haben wir es genossen, gesund und wohlbehalten, nach 42,195km den Berlin –Marathon 2008 endlich beendet zu haben.

    Geschafft Jetzt bleibt mir nur noch die Erinnerung ein paar Fotos, ein blauer dicker “Onkel“, Muskelkater( der auch schon am Abklingen ist) und das Gefühl dabei gewesen zu sein.             
    Auf dem Weg dort hin, habe ich Menschen kennen lernen dürfen, die die gleiche Leidenschaft haben wie ich. Ich hatte das große Glück an diesem Projekt teilnehmen zu können und dafür bin ich sehr dankbar.                      
    Ich habe das Laufen für mich entdeckt und nächstes Jahr möchte ich meine Zeit um einiges Verbessern, also ich bleibe dabei. Mich hat der Marathon nicht fertig gemacht.

    Liebe Grüsse aus Berlin

    Katrin

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