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adschloeg

Berliner Halbmarathon 2009

Von adschloeg am 06.04.2009

An alle Läufer und Läuferinnen die den Halbmarathon gefinisht haben. Herzlichen Glückwunsch.

Für mich war der Halbmarathon der erste Lauf in diesem Jahr, folgen sollen noch ein 10 km Lauf, der Crosslauf im Herbst und als Sportlicher Höhepunkt der Berlin Marathon.

Die Vorbereitung für den Halbmarathon habe ich, in diesem Jahr, ein wenig schleifen lassen. Ausreden, um nicht Trainieren zu müssen hatte ich viele. Das hat sich dann natürlich in der Umsetzung des Laufes gezeigt.

Bis km 10 lief alles wie geschmiert, ich lag optimal in der Zeit und hatte mir eine Steigerung für die zweite Hälfte vorgenommen, denn Luft und Reserven hatte ich noch.

Doch dann verließ mich das Glück, der Versorgungspunkt nach km 10 war so stakt frequentiert, das ich einfach nicht die Seite wechseln konnte, um an die Getränke zu gelangen und zurück laufen wollte ich auch nicht. Also habe ich mich ohne Wasser weiter auf den Weg gemacht. Bis km 13 lief es auch noch recht gut, doch dann kam der Durst. Und die nächsten 1,5 km bis zum nächsten Versorgungspunkt zogen sich wie ein Gummiband. Ich hätte, wenn ich mich getraut hätte, am liebsten jedem Zuschauer der was zum Trinken in der Hand hatte, das kostbare Nass entwendet. Mein Kopf hat schon wüste Phantasien entwickelt, um an Wasser zu kommen. Aber ehe es zur Umsetzung kam, näherte sich endlich der Versorgungspunkt.

Gott sei Dank, WASSER.

Aber gleich so viel, das es mir anschließend wie ein Klotz vorm Magen stand und bei jedem Schritt, gluckerte es in meinem Bauch. Jetzt hatte ich zwar das ersehnte Nass, aber so hatte ich mir das auch nicht gedacht.

An km 17 stand endlich wieder ein mir bekanntes Gesicht und meine allgemeine Stimmung hob sich wieder. Nur noch 4 klitze kleine km, das muss doch zu Schaffen sein. Noch einmal Wasser schnappen, ich las mich nicht abdrängen, das Feld hat sich aufgelockert und diesmal geht alles gut. Ein Paar Schritte gehen und trinken, und die letzten Reserven aktivieren.

Die Stecke ist so hinterhältig, wenn man eh schon fast am Ende ist, kann man das Ziel zwar noch nicht sehen, aber man weiß, nur noch 1km, und  zwei unüberwindbar Berge (eigentlich nur Brücken) erscheinen, die mir als ausgepowerte Läufer eine Ewigkeit lang vorkommen. Und dann kommen die Fragen, Was mach ich hier eigentlich?, Muss ich mir das antun?, Habe ich kein anderes Hobby?, Wie lange noch?...

Und mit diesen Fragen schleppe ich mich um die letzte Kurve und kann das Ziel sehen, oh mein Gott. Das muss ich schaffen jetzt nur nicht auf den letzten Metern zusammen brechen.

Und endlich geschafft. Riesen Freude.

Mein Mann im Zielbereich, aufmundernte Worte. Ich schleppe mich meine Medaille in Empfang zu nehmen. Wasser, Banane holen.

Noch eine letzte Erinnerung, Finisher Foto, ich stell mich in Position, da kommt meine Schwägerin, Austausch von Glückwünschen und ein gemeinsames Foto.

Der Lauf war eine große Herausforderung für mich und hat mir gezeigt, die Vorbereitung darf ich nicht schleifen lassen und mit einer besseren Motivation mach ich mich nach zwei Tagen der Ruhe wieder ans Laufen. Für den nächsten Lauf, will ich besser vorbereitet sein.

Eine schöne Laufwoche

wünscht Euch Katrin

Kommentare

Hallo Rhiannon,

Danke für deine aufmundernden Worte. Den nächsten langen Lauf machen wir gemeinsam und ich verspreche Dir nach 15 km wird es erst richtig lustig. Ich nehme auch genug zum Trinken mit.Vielleicht kann man ja auch irgendwo einkehren.

Liebe Grüsse Katrin

Hey shootertommy

Auf das Buch bin ich gespannt. Aber wenn die Vorbereitung so komplett in die Hose geht, da kann dich ja im Wettkampf kaum noch was schocken. dotz alldem drück ich Dir die Daumen für Bonn.

Katrin

Glückwunsch !!!

So muß ein HM sein ! Wenn alles immer glatt läuft im Leben, dan gäbe es keine Höhepunkte mehr, oder?

Du hast es Dir erkämpft, klasse !

Meine Wehwechen in der bisherigen Vorbereitung:

Bechterewschub, Fieber, Zahnfleisch OP, mit einem Elektrogabelstapler über den rechten Fuß gefahren, Scharmbeinentzündung, rechter Schulter Nerv eingeklemmt, Nagelbettenzündung, . Lieber Gott kann ich nur sagen, wenn das in Bonn klappt , sollte ich ein Buch darüber schreiben.

 

Gruß Tommy

Hallo Katrin, wollt dir hier an dieser Stelle auch nochmal sagen, dass du sooo stolz auf dich sein kannst! Schick mich mal auf nen 21 km langen Lauf... Ich glaub, nach spätestens 15 km lieg ich bewußtlos am Wegrand ;o) Du trainierst so hart und mit dem inneren Schweinehund kämpfen hier wohl mehrere. Nimm die paar Minuten nicht so wichtig, dafür weißt du jetzt, dass du dich zusammenreißen mußt um deinen Marathon optimal zu laufen. Und ich weiß, du wirst es schaffen! Ich drück dich ganz fest! Bussalas

Danke für die Glückwünsche, aber Training im Gruppenzwang ist für mich effektiver. Also muss ich da was ändern.

liebe Grüße Katrin

hallo katrin,

auch wenn es nicht optimal für dich gelaufen ist: herzlichen glückwunsch zum geschafften hm!!!! viele sonnigge grüße aus bremen vom lauffaulen 42,2er wolfgang ;-)

 

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