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adschloeg

Avon Frauenlauf

Von adschloeg am 18.05.2009

Es geht voran…

 

nachdem der Halbmarathon für mich nicht so optimal verlief und ich lernen musste wie wichtig trinken ist, habe ich für mich entschieden, ich verlass mich nicht mehr auf andere, ich versorge mich jetzt selbst. Ich musste begreifen, dass auch der Zeitpunkt des Trinkens immens wichtig ist. Und nicht wie ein Ertrinkender nach dem Wasserbecher greifen, um das kühlende und erfrischende Nass in sich reinzuschütten und nach 20 Metern zu merken, ups das war nun zuviel des Guten. Ich nehme immer noch gerne das mir gebotene Wasser an der Strecke, aber sollte ich einen Wasserposten verpassen ist nicht so schlimm.

Mit dieser Erkenntnis habe ich mich zu meinem zweiten Lauf in diesem Jahr aufgemacht. Es stand der Avon Frauenlauf an und den wollte ich gut beenden. Ich habe mich vorbereitet, so gut es eben ging, da kam schon mal eine Zerrung im Oberschenkel und eine kurze Rückkehr einer Erkältung, die wohl doch nicht ganz auskuriert war. In der letzten Woche vor dem großen Lauf habe ich das Training in die Nachmittagstunden verlegt, da der Lauf auch Samstag 18 Uhr startete und ich mich mental auf das Wetter einstellen wollte.

 

Der Lauf macht Spaß, man läuft auf der Strasse und auf Parkwegen, auf der Strecke stehen die Väter, Kinder, Eltern…

Alle feuern die Läuferinnen an, Bands die mit ihren Sambaklängen der Rhythmus vorgeben, einfach Stimmung erzeugen wie auf einem Volksfest. Da der Lauf aus zwei Runden besteht, bekommen die Zuschauer auch genug vom Lauf mit und sind ein entscheidender Teil davon.

Also reihe ich mich mit meiner Schwägerin ins Feld ein, das so groß ist wie noch nie. Ich bewaffnet wie „Lara Croft“ mit meiner Wasserration, keiner hat was zum Trinken dabei und mein Mann hat mich auch schon gefragt. „Wie lange willst Du laufen? Du weißt schon, das sind nur 10km.“Ja, Ja, Ja… Ich lass ihn reden und  komme mir nur ein klein bisschen blöd vor mit meinen Getränken. Dann fällt endlich der Startschuss und es geht los und es läuft wie ein Uhrwerk. Die erste Runde habe ich hinter mich gebracht und ich merke es geht mir gut, kein Schmerz im Oberschenkel und keine Atemnot.

Die Wolken die am Start noch über dem Feld hingen, lockern sich auch auf und die Sonne kommt raus. Es wird warm. Trinken ist angesagt und für mich kein Problem. Diemal keine Panik, weil ich so großen Durst habe. Ich kann mich voll auf das Laufen konzentrieren und ich laufe wie eine Maschine.

Ich habe das Ziel wohlbehalten erreicht und war in diesem Jahr 2 Minuten schneller als im vergangenem. Ich laufe jetzt immer mit Wasser, egal was die anderen sagen, das bin ich mir und meiner Gesundheit schuldig.

 

Eine schöne Laufwoche

wünscht euch Katrin

 

Kommentare

Hallo Katrin,

schön mal wieder was von dir zu lesen, und dann wie gewohnt ein solch toller Beitrag. Wie ich lese bist du immer noch fleißig am trainieren und verbesserst deine Zeiten so ganz nebenbei um 2 Minuten, Glückwunsch dazu. Schade dass du nicht in Kassel warst, wir haben dich vermisst und hätten dich gerne dabei gehabt. Hoffentlich klappt es beim nächsten Mal. Zum Thema trinken, ich laufe oft mit meinem Trinkgürtel oder Rucksack. Ich finde deine Entscheidung föllig in Ordnung, denn nur du kannst wissen was für dich am besten ist. Und was heißt hier NUR 10 km? Das sind 10 km mehr als das was die Zuschauer zurücklegen.

Liebe Grüße

Josef

Hallo Katrin,

schön, dass der Frauenlauf so erfolgreich für dich war! Und, ich werd am Sonntag bestimmt auch mit meinen eigenen Getränken am Start stehen. Durstig laufen ist nämlich wirklich übel... weißt du ja selbst. Und deinem Göttergatten kannst ja das nächste Mal die 10 km mitlaufen lassen, dann ist er glaub ich geheilt ;o)

Fühl dich mal ganz fest gedrückt,

Patricia

Hallo Katrin,

ein "dummer" Spruch von einem Ehemann ist völlig unakzeptabel!

Versuche es mal wie ich. Beim letzten Marathon in Dresden bzw. dem Oberelbemarathon (von der tschechischen Grenze nach Dresden) habe ich meiner Frau einen Plan erstellt, mit welcher S-Bahn bzw. Tram sie neben der Laufstrecke fahren kann, um mir an bestimmten Stellen meine Verpflegung (Schorle und Power Gels) reichen zu können. Hat super funktioniert und meine Frau hat sehr viel von der Umgebung und von Dresden gesehen.

Nur das mit der Bestzeit hat meinerseits nicht funktioniert.

Gruß, FRguy

hallo Katrin,

das hast du ja richtig schön beschrieben. gratuliere dir zu deiner Zeitverbesserung! das mit dem Getränke selber mitnehmen, habe ich auch schon entdeckt- das hat was für sich...

weiterhin alles Gute

tt

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