MeinSportplatz
Umfrage_2018

15. Trainingstag - auf verschlungenen Pfaden

Von chriba76 am 09.02.2009

Morgen zusammen!

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat es geschneit und hier so ca. 5 cm. hinterlassen. Das Schuh-Problem hatte sich damit erledigt und die Entscheidung fiel klar auf kuschlig und trocken. Am Himmel hing so eine Art Hochnebel mit Wolken drin und es hat die meiste Zeit so getan als würde es schneien. So Kleinzeug fiel immer mal wieder runter.

Den Sonntag Vormittag ging es mir irgendwie nicht so gut und ich hatte schon Bedenken, ob es mit dem Laufen überhaupt was wird. Also habe ich erst mal mit Karte und der hiesigen Vermessungsseite versucht, eine schöne 13 km- Strecke zu finden. Das war aber gar nicht so einfach. Die Strecke, die Norfroe hier eingezeichnet hat, konnte ich auf der Karte nicht finden, wobei es mich auch nicht wundern würde, wenn er sich irgendwo einfach quer durch den Wald schlägt… (Hallo, norfroe, liest du mit?)

Dann hatte ich eine vielversprechende Strecke auf der Karte, die aber offenbar von Google nicht kartographier, ist, demnach auch nicht zu vermessen. Nachdem es mir aber eh nicht so gut ging, habe ich beschlossen, einfach meine übliche Runde zweimal zu laufen - öde aber sicher.

Kaum war ich aber ein paar Meter unterwegs, ging es mir wesentlich besser und ich wurde wieder experimentierfreudig. Also bin ich statt auf einem bekannten Weg wieder aus dem Wald rauszulaufen, auf einem unbekannten Weg in den Wald reingelaufen. Es war total schön. Absolut still im Wald und nur das Knirsch-Knirsch von meinen Schuhen. Auf dem Weg, den ich mir ausgesucht hatte, waren nur ein paar Fußspuren (Mann mit Hund, oder Frau mit ernsthaft großen Füßen und Säbelzahnkatze, wer kann das schon sagen), die mir entgegenkamen. Irgendwo müssen die ja hergekommen sein, sagte ich mir und bin ihnen nachgelaufen. Es war ein schöner breiter Weg, irgendwo eine Waldlehrtafel - klare Zeichen von Zivilisation. Die Fußspuren bogen irgendwann rechts ab und ich hinterher. Da wurde es dann etwas interessant. Da überall Schnee lag, habe ich keine Ahnung, ob sich darunter wirklich so was wie ein Weg befand, jedenfalls wurden die Bäume immer dichter. Mein Orientierungssinn sagte mir jedoch, dass ich eigentlich recht nah am Waldrand sein müsste. Nachdem ich mich zwischen ein paar Nadelhölzern durchgeduckt habe, kam ich auch tatsächlich an der Straße wieder raus, die in den Nachbarort führt. Auf der Karte und bei Google hatte ich auch nahe des Nachbarorts einen kleinen See entdeckt. Ich dachte, wenn ich schonmal da bin, will ich auch den See sehen. Ok, also links runter. Es kam mir schon ein bißchen seltsam vor, dass da so gar keine Fußspuren waren. Etwas später wusste ich dann, warum. Es ging STEIL runter, also wahrscheinlich alle 60 Höhenmeter der Strecke so auf 100 m Weg runter. Na gut, also lieber gehen. Der Abstieg gefiel meinem Knie gar nicht, was sich bis dahin nicht gemeldet hatte. Ich hörte auch Wasser. Nur den See habe ich nicht gefunden. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich unter der etwas größeren Schneeebene befand, aber wer weiß das schon.

So, wo ich schon mal da unten war, dachte ich, gehen wir den Weg doch ein Stück weiter. Hier waren wieder jede Menge Fußspuren - offenbar Aixheimer Spaziergänger. Ein paar Nike- Abdrücke führten in meine Richtung. Also gut, mal den Nikes hinterher. Leider sah ich dann, dass die Abdrücke auch alle in der Gegenrichtung zu finden waren. Ein kleines Stück bin ich dann noch in den Wald rein, Karte hatte ich allerdings keine und ich befürchtete auch, von der Dunkelheit überrascht zu werden. (Zuhause habe ich dann gesehen, dass der Weg absolut perfekt gewesen wäre, aber die Fußspuren, die alle zurückliefen, haben mich irgendwie nervös gemacht. ) Also gut, ich wußte nicht, was vor mir liegt, aber ich wußte, was hinter mir liegt, und daß ich das Steilstück wieder rauf muss. Auch auf dem Rückweg war der blöde See immer noch nicht da. Und außer mir kein Mensch unterwegs. Das war zwar schön, aber irgendwie auch beunruhigend. Also - ächz - die - ächz - Steigung - ächz - wieder - ächz - hoch.

Der Rest war dann eher öde. Ab Kilometer 10 hatten meine Beine keine Lust mehr und wurden furchtbar schwer. Auch heute  morgen fühlen sie sich ziemlich scheußlich an - trotz dehnen. Ich schätze, das liegt auch an dieser Steigung. Für die nächste Zeit hab ich keine Lust auf See-Suchen.

Vics Vorgaben konnte ich gut einhalten, wenn auch aus geplanten 13 km nur 12,5 wurden, aber ich denke, das läßt sich verschmerzen.

Gut, jetzt muss ich was arbeiten, also bis bald und schreibt mir schön!

Christiane

 

Kommentare

Bislang keine Kommentare

Zum Kommentarschreiben anmelden or registrieren