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25. Trainingstag - Erdferkel

Von chriba76 am 02.03.2009

Hallo!

Ich bin vor einer Stunde vom Karate-Training gekommen, und so alle, dass ich erst mal eine Stunde bewegungslos auf dem Sofa sitzen geblieben bin. Dagegen kommt mir der morgige Lauf wie eine Oase der Entspannung vor. Keine Ahnung, ich hatte schon wesentlich schlimmere Trainings, aber vorhin auf der Heimfahrt hat die Kraft fast nicht mehr gereicht, die Kupplung zu treten. Naja, aber das ist ja egal, denn es geht um den 11 km Lauf gestern.

Enttäuschend fand ich das Wetter. Denn: Der Wetterbericht von SWR 3 hatte mir seit Tagen ein wunderschönes Wochenende prophezeit und den Mund wässrig gemacht. Der Samstag war ja auch wirklich toll. Der Sonntag fing ganz nett an, aber dann hat es sich immer mehr zugezogen und wurde immer kälter und als ich dann losgelaufen bin, war der Himmel bleigrau und ich brauchte tatsächlich meine Mütze. An 3/4-Tight war gar nicht zu denken und die Ärmel habe ich auch wieder drangemacht. Soviel zum Frühling. Ich bin erneut auf Erkundungstour gegangen, in der Hoffnung, jetzt endlich die Waldstrecke zu finden, die ich auf der Karte vermessen habe. Glaubt mir, Leute, ich kann Karten lesen, aber dieser Wald schafft mich. Es gibt ungefähr 3 mal soviele Wege, wie auf der Karte eingezeichnet und die Beschilderung ist nach Lust und Laune vorgenommen. Immerhin habe ich den zweiten Wanderparkplatz annähernd da gefunden, wo ich ihn vermutet habe, bin dann aber zu früh abgebogen und habe die Runde unfreiwillig verkürzt. Na gut, dann häng ich eben noch eine kleine Runde von meiner üblichen Strecke an, dachte ich bei mir. Weil ich keine Lust hatte, quer durch die Stadt zu laufen, dachte ich, dass die Traktorspuren in der Schneefläche vermutlich auf einen Feldweg hindeuten… Nnnnnnein. Leider verloren. Es ging wahlweise über Gras (ganz ok), Matsch (schmorf, schmorf - es lebe Gore-Tex), und - als besonderes Highlight über Schnee UNTER DEM ziemlich dicke Pfützen waren, jeder Schritt ein Erlebnis, jeder Schritt die Frage "Hält's oder hält's nicht?" Es hielt - meistens. Irgendwann fand ich's ziemlich lustig. Die Wegeverhältnisse im Wald waren ähnlich fatal. Zwischendurch Tiefschnee, Matsch, Eis, dann wieder wunderbar federnder Waldboden, langweilig wurde es nicht. Trotz widriger Wegeverhältnisse bin ich aber genau im von Vic veranschlagten Zeitrahmen geblieben. Das fand ich erstaunlich. Und es lief sich herrlich leicht auf dem wiedergefundenen Asphalt. Die Prognose will sich natürlich mal wieder nicht ändern - hmpf!

Ein witziges Erlebnis hatte ich noch, als mich zwei etwas verpeilte Studenten, die ebenfalls laufen waren, ca. 1/2 km in deutlicher Sichtweite der Stadt fragten, wo Trossingen sei. Naja, es reichte ein etwas verwirrter Blick meinerseits über die Schulter. Es stellte sich raus, das die Zwei sich total verfranst hatten und Trossingen in einer völlig anderen Richtung vermuteten. Als ich ihnen auf der Karte gezeigt habe, wo sie langelaufen sind, waren sie total vom Hocker. Jedenfalls waren sie sehr nett und haben sich vielfach bedankt. Zu ihrer Ehrenrettung muss man aber sagen, dass der Himmel wirklich so grau war, dass man noch nichtmal ahnen konnte, wo vielleicht die Sonne steht, eine diesbezügliche Orientierung war nicht möglich. Außerdem gehen hier viele Wege nur scheinbar geradeaus, und krümmen sich unmerklich, dass man manchmal wirklich ganz woanders rauskommt, als man meint, rauskommen zu müssen. Wir haben dann herzlich gelacht und die beiden waren sichtlich erleichtert, wieder in der Zivilisation zu sein.

Noch kurz zu meinem Produkttest Teil 2. Das zweite BH-Modell hält, was es verspricht. Also Jungs, das High-Action-Top könnt ihr euren Freundinnen ohne Sorge schenken.

An dieser Stelle möchte ich mich - wie von FRGuy verlangt, bei allen im BH fahrenden Bikerinnen entschuldigen, dass ich mich abfällig darüber geäußert habe. Jede wie sie's mag.

So. Jetzt ist Schlafenszeit. Ich hab's wirklich nötig.

Gute Nacht!

Christiane

Kommentare

ich kann das mit den "verpeilten" Studenten gut nachvollziehen. ich habe mich im "Plochinger Kopf" auch schon so verfranst, dass ich den Wald lange gemieden habe... viel Spass weiterhin beim laufen und beim schreiben

grüßle tt

ja ja solche Läufe kenne ich auch. Da findet man sich doch gleich wieder in diesem Beitrag.

Mir ist es mal mit vergessenen Handschuhen so gegangen. Nach 3 Kilometern bemerkte ich so ein langsam aufkommendes tauben Gefühl in meinen Fingerspitzen. Ach egal dachte ich, wirst Du schon überleben und lief weiter. An der Ortssparkasse vorbei hing ein Temeraturanzeiger ( dischital ) uund der zeigte Minus 11 Grad an. Oh...dachte ich ganz schön kalt.

Meine Finger dachten dies auch und wurden blauer und blauer, bis sie schließlich einschliefen.

Da es zu dieser Zeit ziemlich glatt draußen war, beschloß ich meinen geplanten Weg zu ändern und in Richtung " keine Ahnung wo das da lang geht " zu laufen. Tiefer und tiefer in den Wald, bis die sogenannten Treckerspuren kamen. Nach ca 200 übersrungenen Wurzel, Bäumen und Büschen schnallte ich es dann ...Tommy du hast Dich verlaufen.

In der Ferne sah ich ein Lebkuchenhaus............ne war gelogen .......War erstmal ziemlich irritiert. Mein Wunsch jetzt...Shuttlebus mit warmen Tee.Kam aber nicht....hat ca ne Stunde gebraucht bis ich Zivilisation sah die mich befreiten.

Meine Hände kamen aus ihrem Koma dann auch wieder , weil ich wie ein Bescheuerter klatschend nach Hause lief.

Die Leute haben bestimmt geglaubt das ich mir selber Beifall klatsche, so dämlich zu sein sich bei minus 11 Grad ohne Handschuhe im Heimatort zu verlaufen.

 

Aber bitte.....niemanden weitererzählen.

 

 

Gruß Tommy

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