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Strategie für den Lauf

Abonniere Strategie für den Lauf 22 Beiträge, 11 Stimmen

 

Icon_missing_medium Jan 37 Beiträge


Hallo Community!



Ich laufe am 30.9. nun endlich meinen ersten Marathon. Mein Trainingsplan (von laufen-in-duisburg.de) ist auf 3:30 ausgelegt, ich schaffe die Zeiten/Pulsbereiche auch gut. Trotzdem ist mein Ziel Durchstehen mit Option auf 4 Stunden, wenn’s gut läuft (ist schließlich der erste M).



Nun meine Frage: Wie geht man es an? Ich gehe mal davon aus, dass ich ganz hinten im Feld starten muss, mich also nicht einfach an Haile dranhängen kann. :(



Sollte ich nach Puls (welcher?) laufen oder von Anfang an stur nach Zeit (min/km)? Oder Pulsband und Uhr zuhause lassen und nur nach Gefühl laufen? Man hört ja auch so Geschichten, dass man die erste Hälfte ruhiger und dann ab der Hälfte etwas schneller laufen soll. Mir geht’s immer so, dass mir nach 2-3 Stunden die Beine langsam schwer werden, unabhängig von der zurückgelegten Distanz, daher müsste ich doch am Anfang schneller laufen, damit die Quälerei am Ende kürzer ist, oder?



Ich freu mich auf Eure Strategien! :)



Jan



 
Dirka_gedesby_medium dirka 107 Beiträge


Hallo Jan,






meines erachtens geht es beim ersten Marathon vor allem um zwei Dinge:



  1. Spaß haben
  2. Erfahrung sammeln


Nun bin ich mir sicher, dass es dazu ganz andere Meinungen gibt, die hier sicher auch geäußert werden und alle haben auch ihre Berechtigung. Mein Rat und Tip lautet aber trotzdem: Lauf den Marathon ohne Pulsuhr nur nach Gefühl. Die Gefahr ist zwar groß, gerade als Marathon-Newbie “ausser Kontrolle” zu geraten, zu schnell zu laufen und sich mitreissen zu lassen aber die Kontrolle durch Pulsuhr und/oder Uhr kann ebenso belastend sein. Ich nehme an, dass Du bei Deiner Vorbereitung schon ein Gefühl für die Geschwindigkeit bekommen hast. Verlass Dich darauf und sag’ Dir einfach immer wieder: nicht überpacen, sondern genießen. Reite die Welle. Du wirst sehen das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Die Belohnung kommt beim Zieleinlauf und ganz unabhängig von Deiner Zeit solltest Du und wirst Du zufrieden sein.
Bei Deinem zweiten und dritten Marathon im Frühjahr und Herbst 2008, wenn alles gut läuft, kannst Du dann einen raushauen und wirst es vielleicht deutlich schneller und kontrollierter (durch Uhr oder Pulsuhr) angehen können – mit der Erfahrung im Rücken.

Also, hab vor allem Spaß. Am Ende wirst Du so oder so zu den Siegern gehören.

Ciao
Dirk alias dirka

P.S.: Ich werde übrigens am 30.09. auch dabei sein und meinen ersten Marathon seit 18 Jahren laufen – ohne Pulsuhr, mit Uhr, ohne genauen Fahrplan. Eine ähnliche Situation also.

 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hallo Jan,



ja, da kann ich mich dem Dirk nur anschließen ( oh Wunder ;) ).



Ich bin meinen ersten Marathon genauso so gelaufen, wie man es nicht machen soll: ich habe nur auf das Ziel drei Stunden hin gearbeitet, ohne vor dem ersten Start zu wissen, was da eigentlich im Körper abgeht. Alleine das ist schon eine Erfahrung Wert. Dass solltest Du, gepaart mit den äußeren Einflüssen, genießen. Du wirst erstaunt sein, was so alles in Dir drin abgeht auf 42,195km, Du wirst Höhen und Tiefen erleben, Phasen mit gar keinen, mit leichten, und mit na…..etwas stärkeren Schmerzen :) Du wirst manchmal einen Tunnelblick haben und auch sicherlich mal Phasen bekommen, wo Du die ganze Welt verfluchst. Letztendlich aber wird dein Fazit positiv ausgehen. Allerdings…….nur, wenn Du es beim ersten mal genießt.



Ich hatte übrigens dann ein wenig Pech…..es war am Start -5° und es hat geschneit. An der Strecke stand kein Mensch (außer an den fast gefrorenen Getränkestellen ) und es ging so gut wie nur durch den Wald ( allerdings asphaltiert ).



Rausgekommen ist dann 3:08 Std. worüber ich dann unter den gegebenen Umständen sehr sehr glücklich war ! Trotzdem, es wäre besser gewesen langsamer zu laufen und die vorherig beschriebenen Abläufe bewusster zu erfahren und zu genießen.



Und, Du läufst vor einer prächtigen Kulisse mit wahrscheinlich bombastischen Publikum !



Viel Spass und geniesse es !!!





Gruß





Fastfoot ( ja Dirk, Fastfoot mit t )







 
Dirka_gedesby_medium dirka 107 Beiträge

Puh, es geschehen noch Zeichen und Wunder. In vorauseilender Gehorsamkeit habe ich auch bei jedem Satz schonmal darüber nachgedacht was Meister fastfoot wohl dazu sagen wird ;). Ich bin ja so glücklich, dass ich das noch erleben durfte :).

Viele Grüße
Dirk






Previously wrote:








Hallo Jan,






ja, da kann ich mich dem Dirk nur anschließen ( oh Wunder ;) ).






Ich bin meinen ersten Marathon genauso so gelaufen, wie man es nicht machen soll: ich habe nur auf das Ziel drei Stunden hin gearbeitet, ohne vor dem ersten Start zu wissen, was da eigentlich im Körper abgeht. Alleine das ist schon eine Erfahrung Wert. Dass solltest Du, gepaart mit den äußeren Einflüssen, genießen. Du wirst erstaunt sein, was so alles in Dir drin abgeht auf 42,195km, Du wirst Höhen und Tiefen erleben, Phasen mit gar keinen, mit leichten, und mit na…..etwas stärkeren Schmerzen :) Du wirst manchmal einen Tunnelblick haben und auch sicherlich mal Phasen bekommen, wo Du die ganze Welt verfluchst. Letztendlich aber wird dein Fazit positiv ausgehen. Allerdings…….nur, wenn Du es beim ersten mal genießt.






Ich hatte übrigens dann ein wenig Pech…..es war am Start -5° und es hat geschneit. An der Strecke stand kein Mensch (außer an den fast gefrorenen Getränkestellen ) und es ging so gut wie nur durch den Wald ( allerdings asphaltiert ).






Rausgekommen ist dann 3:08 Std. worüber ich dann unter den gegebenen Umständen sehr sehr glücklich war ! Trotzdem, es wäre besser gewesen langsamer zu laufen und die vorherig beschriebenen Abläufe bewusster zu erfahren und zu genießen.






Und, Du läufst vor einer prächtigen Kulisse mit wahrscheinlich bombastischen Publikum !






Viel Spass und geniesse es !!!











Gruß











Fastfoot ( ja Dirk, Fastfoot mit t )


















 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Previously wrote:








Hallo Community!






Ich laufe am 30.9. nun endlich meinen ersten Marathon. Mein Trainingsplan (von laufen-in-duisburg.de) ist auf 3:30 ausgelegt, ich schaffe die Zeiten/Pulsbereiche auch gut. Trotzdem ist mein Ziel Durchstehen mit Option auf 4 Stunden, wenn’s gut läuft (ist schließlich der erste M).






Nun meine Frage: Wie geht man es an? Ich gehe mal davon aus, dass ich ganz hinten im Feld starten muss, mich also nicht einfach an Haile dranhängen kann. :(






Sollte ich nach Puls (welcher?) laufen oder von Anfang an stur nach Zeit (min/km)? Oder Pulsband und Uhr zuhause lassen und nur nach Gefühl laufen? Man hört ja auch so Geschichten, dass man die erste Hälfte ruhiger und dann ab der Hälfte etwas schneller laufen soll. Mir geht’s immer so, dass mir nach 2-3 Stunden die Beine langsam schwer werden, unabhängig von der zurückgelegten Distanz, daher müsste ich doch am Anfang schneller laufen, damit die Quälerei am Ende kürzer ist, oder?






Ich freu mich auf Eure Strategien! :)






Jan



Hallo Jan!
Ich persönlich bin der Meinung, dass Pulsangaben keinesfalls nötig sind. Selber benutze ich meine Pulsuhr lediglich zu Tempoeinheiten auf der Bahn, um die Erhohlungsphasen optimal zu kontrollieren.
Bei Wettkämpfen, benutze ich nie eine Pulsuhr und würde es auch niemanden raten. Schon gar keinen “Anfänger”, der seinen ersten Marathon läuft…. Dein Puls wird nämlich wahrscheinlich ab ca 30km plötzlich ansteigen und dies kann stark verunsichern. Dir würde ich raten, wenn du auf eine bestimmte Zeit hintrainiert hast: rechne dir deinen km Schnitt aus und versuche pro km ca 5 sek schneller zu sein.(da z.B.Verpflegungsstellen Zeit kosten) Aber den ersten Marathon würde ich versuchen in “meinem Wohlfühltempo” zu laufen und nur darauf achten, dass das Anfangstempo langsam genug ist und dass das Tempo halbwegs gleichmäßig ist. Falls du dich bei km 35 noch gut fühlen solltest, kannst du das Tempo erhöhen und weißt, dass du das nächste Mal schneller angehen kannst…
Wichtig ist noch, dass du von Anfang an min. alle 5 km einen halben Becher trinkst…

m.f.G. René





 

 
Icon_missing_medium jojochen 2 Beiträge


Hallo Jan



Mein Tipp ist: Fange langsam an, lass Dich nicht von der Masse mitreißen. Du läufst Deinen 1. Marathon “genieße” ihn. Für Dich sollte der Spaß und die Eindrücke die Du auf der Strecke sammeln kannst im Vordergrund stehen. 



Im Training laufe ich auschließlich mit Pulsuhr – aber auch nach Gefühl – und wie ich mich fühle ist immer der entscheidende Faktor beim Laufen. Beim Marathon lasse ich bewußt die Pulsuhr weg, da durch die ganze Aufregung mein Puls sowieso viel höher ist.



Ich laufe jetzt im September in Berlin meinen 10. Marathon. Meine Strategie ist: langsam anfangen, ab Kilometer 5 laufe ich mein angestrebtes Marathontempo und wenn ich bei km 30 merke, da ist noch was drin, steigere ich nochmal. Nur wenn Du zu schnell anfängst, kann es Dir passieren, das du bei km 30 den berühmten Mann mit den Hammer triffst. Das muß aber nicht sein, wenn Du im Vorfeld genug trainiert hast und Deine Energie nicht gleich am Anfang durch ein zu hohes Tempo verbraucht hast. Bei meinen ersten Marathonläufen war das Schwierigste das hohe Anfangtempo der anderen; die so einen Sog auf mich ausübten, dass ich mich schwer auf meine Geschwindigkeit einstellen konnte und ich gefahr lief zu schnell zu werden (die Energie die Du zu Anfang verbrauchst, kannst Du beim Laufen nicht mehr auftanken und die fehlt Dir zum Schluß). Auch wenn Dich die Anderen überholen, versuche Dein Tempo zu laufen.



Ansonsten viel Spaß und vielleicht sehen wir uns am 30. September in Berlin.



Gruß Jojochen



 
Minuteman_medium minuteman 9 Beiträge


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Hallo Community!






Ich laufe am 30.9. nun endlich meinen ersten Marathon. Mein Trainingsplan (von laufen-in-duisburg.de) ist auf 3:30 ausgelegt, ich schaffe die Zeiten/Pulsbereiche auch gut. Trotzdem ist mein Ziel Durchstehen mit Option auf 4 Stunden, wenn’s gut läuft (ist schließlich der erste M).






Nun meine Frage: Wie geht man es an? Ich gehe mal davon aus, dass ich ganz hinten im Feld starten muss, mich also nicht einfach an Haile dranhängen kann. :(






Sollte ich nach Puls (welcher?) laufen oder von Anfang an stur nach Zeit (min/km)? Oder Pulsband und Uhr zuhause lassen und nur nach Gefühl laufen? Man hört ja auch so Geschichten, dass man die erste Hälfte ruhiger und dann ab der Hälfte etwas schneller laufen soll. Mir geht’s immer so, dass mir nach 2-3 Stunden die Beine langsam schwer werden, unabhängig von der zurückgelegten Distanz, daher müsste ich doch am Anfang schneller laufen, damit die Quälerei am Ende kürzer ist, oder?






Ich freu mich auf Eure Strategien! :)






Jan



Hallo Jan,

meine Meinung/Empfehlung zu einer möglichen Marathonstrategie:

Wenn du dich mit einem Trainingsplan auf eine Endzeit von 3:30 gewissenhaft vorbereitest und wie du schreibst mit den Vorgaben gut zurecht kommst dann versuch auch diese Zeit zu laufen. Natürlich sollst du berücksichtigen dass dies dein erster Marathon ist und meines erachtens 10 sec/k als Sicherheitspolster aufschlagen um gut durchzukommen und meinetwegen noch 5 min/Gesamt für Startbehinderungen/Atmosphäre/Sonstiges.  Dies ist insgesammt ein Aufschlag von c.a. 13 min.  ( 4 Std sind kein Thema auch bei einem “Ersten” nicht) 

Also konkret:
- Nimm auf jeden Fall eine Uhr mit, denn nur so kannst du objektiv dein Tempo/Belastung überprüfen. (Den Brustgurt kannst du zu Hause lassen)
- Schau dass du dich nach dem Start aus Allem raushälst, überhole nicht und versuche die ersten k’s nur deinen Rythmus zu finden.
- Trinke bei jeder Station.  ( bis  15k Wasser  dann  isothonische  Getränke  wenn du sie verträgst)
- Versuch bis k10  5:15/k zu  laufen
- wenn du dich dann gut fühlst kannst du versuchen 5sec/k schneller zu laufen. Nicht schneller!
- versuche ab k15 immer mal wieder etwas  Kolehydr. zu dir  zu nehmen  (Banane, Gel oder Riegel)  (wenn du  es verträgst)
- wenn es dann wirklich hart wird kannst du deine Uhr vergessen (jetzt muss sie dich nicht mehr bremsen). 
- genieß deinen Zieleinlauf in vollen Zügen.

Gute/verletzungsfreie Vorbereitung und nen schönen Lauf.

minuteman 














 
Der_christian_medium der_christian 139 Beiträge


werde am 07.10. meinen ersten Marathon in Köln laufen – dort gibt es Pacemaker für alle “halben Stunden”. Werde versuchen den Mann für 3:30 nicht aus den Augen zu verlieren ;)






Im Ernst – Brustgurt werd ich zu Hause lassen, Uhr aber definitiv am Arm haben. Wie gesagt sollte das Gedränge um die Pacemaker zu groß sein (wovon ich ausgehe) starte ich in meinem “End-Zeit Block” lieber etwas weiter hinten (auf keinen Fall starte ich von ganz hinten). Auf den ersten Kilometern überprüfe ich meine Zeit (5min / km – das kann man ja auch ganz gut rechnen ;)) … bei km 5 sollte ich mein Rhythmus dann gefunden haben. Dieser wird dann gelaufen…kontrolliert wird alle 5 – 10 km ob ich noch im Zeitfenster bin (wegen ein paar Minuten hin oder her werd ich mich nicht verrückt machen). Hoffentlich fühle ich mich bei km 30 noch ganz ok um dann noch etwas drauflegen zu können oder verlorene Zeit wieder gutmachen zu können.



Evtl. nehm ich meinen Trinkgürtel mit – ist so ein kleiner mit 4×125ml, der stört null und ist auch nicht schwer. Da kann man auch noch einen Riegel mit reinpacken und dann (wenns nötig ist) zwischen den Versorgungsstationen einen kleinen Schluck zu sich nehmen.



 
Mp69_medium MP69 3 Beiträge


Hallo Jan,



ich kann allen hier nur beipflichten: Erster Marathon = genießen! Und Berlin ist dafür bestens geeignet! Eine Uhr zur Kontrolle empfehle ich in jedem Fall auch, dazu nehme ich immer noch die Tempotabelle meiner Zielzeit mit, liegt bei mir daran, dass ich mir diese vielen Zwischenzeiten nicht wirklich merken kann!



Ich trag übrigens meinen Pulsgurt. Ist aber mehr wie die Spickzettel in der Schule – vorbereitet und dann braucht man sie doch nicht -, meiner Erfahrung nach ist das Gefühl (wie viele andere bereits geschrieben haben) tatsächlich der beste Ratgeber.



Also, viel Spaß bei der Premiere und toi toi toi! Laufe auch in Berlin, meinZiel 3:45.



Gruß



Marco (MP69) 



 
Der_christian_medium der_christian 139 Beiträge


Soooo – hab’ gestern meine Startnummer für Köln bekommen. Jetzt wirds so langsam wirklich ernst :)






Allerdings nervt mich eine Sache: Da es mein erster Marathon ist konnte ich bei der Anmeldung keine bisherige Bestzeit angeben…was ich nicht wußte ist, dass man anhand seiner Bestzeit in die Startblöcke eingeteilt wird.



Jetzt bin ich in den vorletzten Startblock “Yellow” eingeteil – na toll! Anscheinend kann man die Startblöcke auch nicht wechseln oder sich woandrs einreihen. Da ich schon fest geplant hatte den Schnitt von 5min/km von Anfang an durchzuziehen (nicht umsonst habe ich die letzten Wochen und Monate hart trainiert) bin ich etwas besorgt irgendwo im Feld “festzuhängen” und meine Taktik (auch evtl. mich am Pacemaker zu orientieren) nicht verfolgen kann.



Hat hier jemand Erfahrung mit dieser Situation – evtl. schon wer in Köln gelaufen…ist das Feld beim Start sehr eng?



 
Gluecksritter74_medium Gluecksritter74 14 Beiträge


Hallo Christian,



mach Dir mal keine allzu großen Sorgen über den Startblock. Auch wenn das in Köln nicht optimal organisiert ist, da der Start in einem langgezogenen Startblock erfolgt, sollte es Dich nicht zu sehr von Deinem Rythmus abbringen. Ich selbst bin meinen ersten Citymarathon in Hamburg gelaufen und musste auch von ganz hinten starten. War aber wirklich nicht so schlimm. Es waren ja jede menge Leute in der selben Situation und so gab es dann auch schnell einige Leute mit denen ich zusammen laufen konnte. Außerdem sind natürlich auch viele Läufer die leistungsmäßig schwächer sind als Du vor Dir gestartet und bei entzerrtem Feld hast DU so geügend “Opfer” die Dir beim Überholen ein gutes Gefühl verschaffen und Dich zusätzlich motivieren. Wie es ín Köln mit dem Zielzeitläufer ist weiß ich leider nicht, aber ich nehme an, dass der im entsprechenden Startblock losläuft und somit ziemlich weit vor Dir sein wird. Aber das macht nix, Du hast doch gut trainiert und kannst Dein Tempo selbst einschätzen.
Ich hatte mir für den Hamburg Marathon damals auch die 3:30 als Ziel gesetzt, bei km 36 hab ich dann den Zielzeitläufer überholt, der 10min vor mir gestartet war! Ich bin mit einem unbeschreiblich guten Gefühl nach 3:19:XX über die Ziellinie gelaufen. Es war der schönste Lauf an dem ich bisher teilgenommen habe, auch wenn ich meine Zeit bei anderen Läufen noch verbessern konnte.



Ich wünsch Dir einen ähnlich schönen Debütmarathon wie ich Ihn hatte und warte dann im Ziel mit einem Kölsch auf Dich, ich laufe dieses Jahr nämlich auch in Köln, starte aber ein bisschen weiter vorne.



Gruß Jörg





 
Der_christian_medium der_christian 139 Beiträge


Hey Jörg!






Vielen Dank für die netten Worte – das baut mich wirklich auf. Also das Kölsch im Ziel ist gebongt – auch wenn ich aus Düsseldorf komme ;)



Wahrscheinlich hast du recht und es ist gar nicht so schlimm … das wär natürlich Knaller den 3:30er Mann zum Schluss noch zu überholen. Na ja, jetzt heißt es wohl einfach abwarten und das Beste geben. Ouh mann, wenn ich nur dran denke geht mein Puls auf Wettkampftempo.



Wünsche dir natürlich auch einen wunderschönen Lauf und dass du deine Zielzeit unterbieten kannst!!



Dann mal bis nächsten Sonntag – viele Grüße vom Christian



 
Neumi_medium neumi 59 Beiträge


Hallo Jan,




ich kann den vielen “Vorschreibern” hier nur beipflichten, kann es aber auch noch ein wenig konkretisieren.



Wenn Du Deine Startnummer noch nicht abgeholt hast, dann geh’ doch einfach, wenn Du es tust, zu dem extra dafür vorgesehen Stand, und bitte die darum, Dich in einen Block weiter nach vorne zu stellen. Das klappt meist, da die Leute hier in Berlin ganz nett sind, und wenn Du sagst, dass Du auf 3:30 h trainiert hast, ist das kein Problem. Sollte es nicht klappen (oder Du hast die Nummer schon), dann versuche auf jeden Fall in Deinem Block weit nach vorne zu kommen. Auf dem 17. Juni wird kurz vor dem Ernst-Reuter-Platz gehörig gebaut, und die Strecke ist dort enger als in den Jahren zu vor.



Wenn Du es gewohnt bist, einen Brustgurt zu tragen, nimm ihn ruhig mit. Du musst nur ein paar Dinge bedenken. Schaue auf gar keinen Fall vor dem Start auf die Uhr, Du wirst aufgeregt sein, und daher wird der Puls schon auf Renntempo sein (trotzdem die Uhr außerhalb des Startfeldes anmachen, aber das weißt Du, Du bist ja schon einen HM gelaufen…). Das legt sich nach den ersten Kilometern. Laufe dann doch mehr nach Gefühl, und wenn Du nach zwei Stunden wieder drauf schaust, darfst Du Dich nicht wundern, nach ca. 2 Std. (je nach Tempo und Strecke) steigt der Puls um ca. 5 Schläge pro Stunde an (wie übrigens auch Deine Körpertemperatur ansteigt). Eine “Marschtabelle” mit den Kilometerzeiten ist auf jeden Fall empfehlenswert, weil sich ca. 80 % der Läufer bei so einem Rennen verrechnen, wenn sie erst einmal auf der Strecke sind. Und ich würde ruhig Dein Ziel von 3:30 h nehmen und noch 2 – 3 Sekunden abziehen (also schneller)



Und lass Dich am Anfang nicht mitreißen. Bei einem guten Trainingsplan solltest Du Einheiten in Deinem Marathon-Renntempo gelaufen sein, so dass Du ein Gefühl dafür hast. Hier ist der Brustgurt dann vielleicht doch ganz gut, weil man sich nach ein bis zwei Kilometern auf seinen Puls wieder verlassen kann. Man kann aber, wenn man zu schnell angeht, so viel Körner aufbrauchen, dass am Ende dann 10 km fehlen. Du wirst diese Leute an der Strecke sehen!



Im übrigen stimmt das, was Du gehört hast, man sollte die erste Hälfte mit 48/49 %, und die zweite Hälfte mit 51/52 % laufen. Aber das ist schwer, da sollte man gut vorbereitet sein, und wirklich ruhig angehen. Wenn man Pech hat, glaubt man dann im Ziel, nicht alles gegeben zu haben. Ist eine Einstellungssache, ich habe es erst einmal geschafft.



Wichtig finde ich aber auch, dass Du vor dem Lauf Zehen, Brustwarzen und sonstige “Schwachstellen” besonders gut abklebst oder einschmierst, Marathon ist länger und vermutlich schneller, als alles, was Du bisher gelaufen bist. Da sollte dann nicht noch irgendwo eine aufgescheuerte Stelle dazu kommen. Außerdem wird es um 9.00 Uhr beim Start noch recht kühl sein. Trotzdem nicht zu dick anziehen. Lieber etwas Massageöl auf die Beine, das hält die Wärme in den Muskeln, und ggf. ein altes T-Shirt drüberziehen, dass kann man locker bis zum ersten Getränkepunkt tragen, da ausziehen und wegschmeißen (oder signiert einem Zuschauer in die Hand drücken ;) ).



Das mit dem Trinken haben schon alle gesagt, fang ab dem ersten Getränkepunkt damit an und trinke ab dem 15. km dann ggf. von den Sportgetränken, die gereicht werden. Kleiner Tipp: Ich glaube bis km 20 sind die Getränkestände auf beiden Seiten der Straße aufgebaut. Laufe die linke Seite an, da ist meist weniger los. Außerdem sind die Stände irre lang, lauf eine Weile in der Mitte und gehe dann erst an den Rand. Es gibt immer wieder Läufer, die an den ersten Tisch gehen, und da einfach stehen bleiben…



Ansonsten kann ich auch nur sagen: genießen. Ich bin ein wenig neidisch, weil ich schon zum zweiten Mal aus gesundheitlichen/beruflichen Gründen nicht laufen kann. Letztes Jahr habe ich Haile vom Sofa aus verfolgt, mal sehen, was ich dieses Jahr mache…



Viel Spaß und einen guten Lauf wünscht



neumi





 
Icon_missing_medium Jan 37 Beiträge

Na das ging doch gut! Vielen Dank für die Tipps.
Ich bin mit Uhr und Pulsband gelaufen. Pulsband hätte ich mir aber auch sparen können. Bin immer schön mit gefühlten 150er Puls gelaufen.

Zu den Pacemakern: Im Startbereich war der 4:30-Scherge vor mir. (Ich musste ja von ganz hinten starten). Bin schnell über den Fussgängerweg dran vorbei, und hatte ihn hinter mir. Nach 4km hab ich ca. 100m vor mir den 4-Stunden-Ballon fliegen sehen.  Zu dem bin ich schnell hingewetzt (Fehler, weil etwas schnell, aber ohne Folgen). Da war aber ne riesen-Traube von Läufern drumherum. Darum habe ich mich entschieden, den Ballon einfach hinter mir zu behalten. Davor hat man nämlich mehr Platz. Und irgendwie isses nen gutes Gefühl. :)

Pace: Hatte mir vorher ausgerechnet, dass ich ca. 5:30/km laufen muss. Lässt sich auch gut rechnen —> 2km=11min. Bis zum HM hatte ich, wie empfohlen, nen 5:25er Schnitt und wurde dann nur unwesentlich langsamer (insgesamt nen 5:32er Schnitt).

Zum “festhängen”: Du kannst probieren, in deinem Startblock vorne zu Starten. Dann kannst Du frei laufen und das Feld vor dir ist teilweise für immer weg bzw. gut entzerrt. Außerdem hilft es, seitlich außen zu laufen. Wie die Lemminge laufen alle stur in der Nähe der Ideallinie. In Kurven kannst Du außen überholen (und gleich noch mit den zuschauenden Kids abklatschen:))

 
Icon_missing_medium Jan 37 Beiträge

Na das ging doch gut! Vielen Dank für die Tipps.
Ich bin mit Uhr und Pulsband gelaufen. Pulsband hätte ich mir aber auch sparen können. Bin immer schön mit gefühlten 150er Puls gelaufen.

Zu den Pacemakern: Im Startbereich war der 4:30-Scherge vor mir. (Ich musste ja von ganz hinten starten). Bin schnell über den Fussgängerweg dran vorbei, und hatte ihn hinter mir. Nach 4km hab ich ca. 100m vor mir den 4-Stunden-Ballon fliegen sehen.  Zu dem bin ich schnell hingewetzt (Fehler, weil etwas schnell, aber ohne Folgen). Da war aber ne riesen-Traube von Läufern drumherum. Darum habe ich mich entschieden, den Ballon einfach hinter mir zu behalten. Davor hat man nämlich mehr Platz. Und irgendwie isses nen gutes Gefühl. :)

Pace: Hatte mir vorher ausgerechnet, dass ich ca. 5:30/km laufen muss. Lässt sich auch gut rechnen —> 2km=11min. Bis zum HM hatte ich, wie empfohlen, nen 5:25er Schnitt und wurde dann nur unwesentlich langsamer (insgesamt nen 5:32er Schnitt).

Zum “festhängen”: Du kannst probieren, in deinem Startblock vorne zu Starten. Dann kannst Du frei laufen und das Feld vor dir ist teilweise für immer weg bzw. gut entzerrt. Außerdem hilft es, seitlich außen zu laufen. Wie die Lemminge laufen alle stur in der Nähe der Ideallinie. In Kurven kannst Du außen überholen (und gleich noch mit den zuschauenden Kids abklatschen:))

 
Der_christian_medium der_christian 139 Beiträge


Hallo liebe msp-Community!



Soooo – bin in der letzten Planungsphase für Köln [hab ich alles? was muss ich wann, wo, wie machen…?]. Beim durchgehen der Strecke und den Verpflegungsstellen ist mir aufgefallen dass neben Wasser auch Tee angeboten wird (ab km23 dann auch Cola) – ist das zu empfehlen? Also ich meine Tee – oder soll ich dann lieber die ganze Zeit beim Wasser bleiben? Tee
hatte ich im Training nie probiert. Da ich mich dazu entschlossen habe meinen Trinkgürtel mit Basica zu Hause zu lassen (zuviel Zeugs) bin ich mir nicht sicher ob es schlau ist die ganze Zeit über nur Wasser zu trinken? Und Cola – was ist damit? Kann ich mir überhaupt nicht vorstellen dass das gut sein kann … also mein Gefühl sagt mir die Cola auf jeden Fall stehen zu lassen. Leider werden in Köln keine, der üblichen verdächtigen, isotonischen Drinks angeboten (die ich alle gut vertrage).



Wie ich mitbekommen habe gibt es in Köln doch keine Pacemaker – also nur so zur Info, falls jemand drauf spekuliert hat sich wo ranzuhängen. Is leider nicht.



Ansonsten war gestern schon einiges los in der Stadt … fette Tribüne am Rudolfplatz :top: Wetter scheint ja bombig zu werden – De lieve Jott is ne Kölsche Jung…



Wir sehen uns in Köln :)



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Hallo Christian…



Also leicht gesüßter Früchtetee ist laut meiner Erfahrung fast das Beste was man bekommen kann… Wenn du´s aber noch nie probiert hast, wäre ich auch lieber vorsichtig damit….



Was ISo betrifft wäre ich sowieso sehr vorsichtig… Auch wenn du´s im Training vertragen hast ist es beim Marathon was anderes… In der Regel reagiert der MAgen da sehr empfindlich… Ich würde es nur stark verdünnt trinken… (entweder mit Wasser mischen, oder lieber Finger weg)



Cola ist dagegen gar nicht so schlecht… Viele Erfahrene schwören darauf… Gerade wenn´s einem Schlecht geht… Durch den vielen Zucker und dem Coffein baut es einen oft wieder ein wenig auf… Aber man muß halt aufpassen, ob´s der Magen verträgt…. Am besten leicht verdünnen und erst ein wenig probieren und wenn´s klappt dann an der letzten Verpflegung nochmal… RedBull ist übrigens noch besser, schlägt aber noch viel mehr auf den Magen und ist ja fast schon Doping…



Im Ziel trink ich dann immer RedBull und/oder Cola… Das baut einen schnell wieder ein wenig auf….



 
Der_christian_medium der_christian 139 Beiträge


Danke René!!



Werde wohl an der dritten Station, da bin ich dann hoffentlich voll im Rythmus, ein bisschen Tee verdünnt probieren…wenns magentechnisch funktioniert – prima!



Das mit der Cola werd ich dann spontan entscheiden … je nach Verfassung. Wenns richtig bitter wird geht auf jeden Fall eine mit. Sollte es jedoch “laufen” verzichte ich drauf und bleibe beim Tee.



Aber schonmal gut zu wissen dass rein theoretisch alles gut funktionieren kann – danke :)






An der letzten Station bei ~km38 wird tatsächlich auch Red Bull angeboten, tja – dann werd ich da wohl zugreifen, hehe :) (Dann ist an der neuen Red Bull Werbung wohl doch was dran, die ich nebenbei bemerkt ganz witzig finde…“neiin, nicht auf die Autobahn” lol … aber das ist eine andere Geschichte)



Bis dahin – viele liebe Grüße vom Christian



 
Dirka_gedesby_medium dirka 107 Beiträge


Hallo Christian,






erstmal viel Spaß und viel Glück bei Deinem Debut am Sonntag in Köln!



Zu Cola kann ich sagen, dass ihr beruhigende Wirkung auf den Magen nachgesagt wird. Ursprünglich sollte daraus ja mal ein Magenbitter werden. Das ist dann nur teilweise gelungen. Die beruhigende Wirkung beruht meines Wissens auch darauf, dass die Cola im Magen aufschäumt und die Magenschleimhaut beruhigt. Beim Laufen habe ich selbst noch keine Cola getrunken. Wenn mir durch schweres Essen jedoch übel auf dem Magen ist hat sich Cola als Hausmittel jedoch bewährt. Außerdem spielen bei der Cola sicher der Zuckergehalt und das Coffein eine Rolle. Bei der Triathlon Weltmeisterschaft in Hamburg wurde den Athleten ebenfalls Cola gereicht, wovon diese auch regen gebrauch gemacht haben.



Nun aber mein Rat: Wenn Du es vorher nicht schon probiert hast, lass es sein! Keine Experimente! Solche Wunderwirkungen hat Cola dann doch nicht.



Was den Tee betrifft sehe ich keine Probleme. Den habe ich in Berlin auch auf den letzten 15 km getrunken. Der war leicht süß, was ich als angenehm empfunden habe und sogar ein bisschen warm. Vielleicht habe ich das aber auch nur halluziniert :).



Also, nochmal viel Erfolg. Mad ed jod – oder so.



Viele Grüße



dirka



P.S.: Viel Glück, Spaß und Erfolg natürlich auch allen anderen Köln Startern und Startern der übrigen Veranstaltungen am Wochende.



 
Der_christian_medium der_christian 139 Beiträge


Hey Dirk!






Vielen Dank – werd’ versuchen das Beste rauszuholen und den Lauf so gut es geht zu genießen. Bin schon mächtig nervös…



Lasse erstmal die Finger von der Cola…wenn es jedoch so kommen sollte (was ich nicht hoffe), dass ich nix mehr zu verlieren hab – probier ichs. Wie sagt der Kölner “Wat kütt, dat kütt.”



Kleiner Bericht folgt :)



Dann mal bis später und viele liebe Grüße vom Christian



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Nochmal zu RedBull:



Da gabs mal eine Studie, bei der RedBull in Zusammenhang mit Ausdauersport getestet wurde….



Ich kann sie leider nicht mehr finden… Aber soweit ich mich erinnern kann soll die Glukose, das Koffein und noch ein paar andere Stoffe ideal für den Marathonläufer sein. Aber erst am Ende….  Daher erst bei km 38…. Das Koffein wirkt ja nur kurz…



Irgend eine Leistungssteigerung, ich glaube 5-10% oder so wurde da auch nachgewiesen….



(Aber wenn ich mich nicht irre war die Studie von RedBull beauftragt und veröffentlicht… :) )



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


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