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einfluss der psyche beim laufen

Abonniere einfluss der psyche beim laufen 6 Beiträge, 5 Stimmen

 

Kajakwolli_medium kajakwolli 137 Beiträge


als laufanfänger bitte ich die erfahrenen ein wenig zu berichten, welchen einfluss die psyche auf das laufen hat.



ich persönlich glaube, dass ein gutteil des marathons durch den kopf bestimmt wird, deshalb würde michs ehr interessieren was ihr während des marathons “DENKT”.



ich habe wiederholt festgestellt, dass wir barrieren im kopf enstehen lassen. so ist es völlig klar dass ich, wenn ich mir 14 km vornehme, nach 12 km keine lust mehr habe, während dasselbe beinem vorgenommenen hm, erst ab km 20 passiert.



also wohl alles eine eisntellungssache.



auch das tempo. als ich den letzten hm in 04:30/km lief war es hart, aber es ging. jetzt bei 04:45/km im marathon-renntempo hab ich dieselben gedanken, allerdings sind da dann 04:30 plötzlich unvorstellbar.



wieso machen wir uns selbst solche schranken, engen uns ein- und wie können wir das verhindern?



wie macht ihr das?



erfahrene, lasst uns teilhaben,





danke





wolli



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hallo Kjakwolli,



ja, dass ist eine interessante Frage der momentan auch in einer aktuellen Arbeit der Uni Landau ( schau evtl. mal nach:  in div. Laufzeitungen werden da über eine Anzeige noch Teilnehmer gesucht ) nachgegangen wird.



Da jeder Mensch in seinem Gedankengut ( hier sollte mal ein Psychologe ans Werk ) ja sehr individuell “unterwegs” ist, lässt sich das Allgemeingültig schwer beantworten, gleichwohl diese Frage auch in unserer Gruppe immer wieder auftaucht.



Das hat sicherlich auch mit dem Thema Motivation und Zielsetzung, und nicht zu letzt mit dem Erreichen dieser Ziele zu tun.



Manch einer läuft z.B. nur um abzunehmen oder sein Gewicht zu halten, schafft er dass nicht, wächst natürlich der Frustrationsgrad, und das laufen wird zum Übel aller Dinge -> Folge, man lässt es ganz.



Also kleine oder Teilziele Ziele setzen, z.B. mal an einem Wettkampf teilzunehmen, und dann die Situation des Wettkampftages im Kopf durchspielen, beginnend mit der Anfahrt, dem Umziehen, der Taktik….usw. Du wirst sehen, es ist erstaunlich, dass eine solche Simulation, z.B. eines 10er Wetkampfes, einen manchmal 20km lang beschäftigen kann :)



Wenn Du evtl. immer die gleichen Strecken läufst, laufe sie mal in die andere Richtung. Oder nehme Dir vor, gerade die letzten eins / zwei Kilometer schneller zu laufen ( muss ja nicht am Anschlag sein ).



Die Konzentration auf den Untergrund oder auch das drumherum helfen auch häufig.



Letztendlich muss aber auch ich ab und zu damit kämpfen, aber es ist im Laufe der Jahre viel besser und "unterhaltsamer" geworden.



Also, ich wünsche dir weiterhin viel Spass bei einer der schönsten Nebenbeschäftigungen der Welt. Und denk daran, laufen soll glücklich machen und dich gesundhalten, es soll kein Krampf werden.



Gruß



Fastfoot  



 
Black_boot_medium BlackBoot 23 Beiträge


Auch hilfreich ist es sich jemanden zu suchen, der mitläuft. Ich hab das Glück, dass der Freund meiner Schwester etwas fitter ist als ich (oder er hat zumindest mehr Kraft) und er hält lange Strecken eher durch. Ich will mir aber vor ihm keine Blöße geben, also laufe ich mit, selbst wenn es mir schwer fällt. Die Geschwindigkeit passt er an mich an aber einfach aufhören will ich dann auch nicht.



 
Kajakwolli_medium kajakwolli 137 Beiträge


also mir ist der halbmarathon in mondsee in bester erinnerung. ich hab mein wettkampftempo im training nie länger als 5 km ausgehalten und wusste dementsprechend, dass es ein hartes rennen wird.









dummerweise stand ich am start ziemlich hinten um den schnelleren nicht im weg herumzutrampeln. dann ging es los und sogleich wurde der weg ziemlich eng, so dass an überholen bis km4 nicht zu denken war. dann war ich glatt eine minuten hinter dem soll und musste nun nicht nur sehr schnell, sondern noch schneller lauf. ich rechnete und lief einfach um die 5 sec schneller als geplant.



andauernd war ich am rechnen und am überholen udn wenn ich grade an nichts dachte, dann sagte ich mir: ich bin der beste, ich schaffe das locker. ich laufe gaaaaaaaaaaanz locker und leichtfüßig. so motivierte ich mich andauernd, den ganzen lauf hindurch.



irgendwann stellte ich fest dass ich voll im plan lag und es wirklich locker schaffen werde. am ende hatte ich das gefühl, dass es eine wesentlich ebssere zeit werden hätte können, wenn ich mich etwas mehr verausgabt hätte.









ich glaube also, dass die psyche eine wahnsinnig große rolle spielt.






deshalb würden mich eure gedanken während eines wettkampfes sehr interessieren,



vielen dank



wolli



 
Neumi_medium neumi 59 Beiträge

Hallo kajakwolli,
ich denke, dass die Psyche bei allem, was wir tun, eine Rolle spielt, und dann natürlich auch beim Sport. Meiner Meinung nach hängt es hier aber auch wieder davon ab, was man läuft, Wettkampf oder Training, und dann spielt sicherlich auch das Tempo eine Rolle. Du fragtest speziell nach den Gedanken beim Marathon. Auch hier kommt es natürlich darauf an, wie lange Du unterwegs bist.
Bei Läufen unter drei Stunden bleibt, so blöd sich das anhört, kaum Zeit zum Nachdenken. Hier muss man mit voller Konzentration zu Werke gehen, damit man nicht den Druck verliert. Ansonsten drehen sich die Gedanken um Flüssigkeitsaufnahme, Zwischenzeiten und ggf. vor einem laufende Gruppen, die man erreichen möchte. Und dann ist die Zeit schon wieder vorbei.
Bei längeren Läufen können die Gedanken auch damit zusammen hängen, wie man sich fühlt. Der gut trainierte Läufer kann sicher seine Gedanken auch schweifen lassen. Ich kenn z.B. Triathleten, die den Ironman schwimmen/radeln/laufen, die sich vor den Wettkämpfen besonders schöne Bilder vor ihrem geistigen Auge zurecht legen, damit sie bei Kilometer 25 in der sengende Sonne etwas haben, woran sie denken können. Also mentale Vorbereitung.
Schließlich ist bei mir auch noch kein Marathon vergangen, an denen ich nicht mindestens einmal die folgenden zwei Gedanken hatte:
1.) “Was machst Du hier eigentlich?”
2.) “Ich schaffe das!”
Viel Spaß also bei der mentalen Vorbereitung.
Gruß
Rudolf




 
Icon_missing_medium anneundfrank 1 Beitrag


Hallo Wolli



Die Psyche auszutricksen ist nicht leicht,besser ist es einen Konsenz zu finden.Ich baue bei meinem Training auch immer was für meine Psyche ein,wie zum Beispiel 10km auf der Bahn zu laufen.Viele würden sagen,Ach du meine Güte 25 Runden ,dass ist übel ,aber genau das ist es, was wir dann nicht nur bewust warnehmen wir üben auch das Gehirnunter erschwerten Bedingungen .Einfach mal Dinge tun die nicht Rational sind ,so stellt sich auch Psyche darauf ein flexsibel zu sein.



Viel Spass



Frank



PS Nur keinen zu hohen druck ausüben



 



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