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Tipps für Marathon in 3:10 bis 3:15

Abonniere Tipps für Marathon in 3:10 bis 3:15 18 Beiträge, 7 Stimmen

 

Frbf1816_medium Chrimuh 77 Beiträge


Hallo zusammen,



ich will nächsten Sonntag in Frankfurt eine PB aufstellen (mein 3. Marathon), die steht bisher bei 3:31, ich möchte 3:10 – 3:15 laufen. Ich hab mich mit dem Greif-Trainingsplan (6 Tage) vorbereitet, heisst also 8 Wochen mit 100 – 120 km. In der Vorbereitung bin ich einen HM in 1:30 gelaufen, ich denke also, die Grundlagen sind geschaffen, jetzt braucht nur noch das Wetter passen.



Da es erst mein 3. Marathon ist, habt ihr da vielleicht noch ein paar Tipps für mich bezüglich Ernährung / Vorbereitung in der letzten Woche vorm Wettkampf oder dem großen Tag selbst? Ich denk, in der 1. Stunde sollte ich nur Wasser trinken, ab km 20 wollte ich mir alle 5 km ein Powergel reinziehen.



Welche Renntaktik sollte ich einschlagen? Gleichmäßig das ganze Rennen oder 2. Hälfte schneller?



Ich wollte auf jeden Fall mit kurzer Hose laufen, Oberteil je nach Wetter kurz oder lang. Was meint ihr? Welche Kleidung bei welcher Temperatur/Witterung?



Danke schon mal im Voraus für die Tips!



MfG



Christian



 



 



 
Sg101952_medium ThomasKnacks... 50 Beiträge


Hallo Christian,



eine kurze Antwort zu deinem Eintrag: Zunächst einmal ist eine Steigerung von 3:31h auf 3:10 – 3:15h kein Pappenstiel. Im Gegenteil, es ist ein echter Hammer. Die Halbmarathonzeit von 1:30h zeigt zwar einen positiven Trend, aber es ist ein Halbmarathon. Mit den Zeiten auf Unterdistanzen ist es dabei immer so eine Sache. Es ist ein bisschen, als wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht. Wenn du nach Peter Greif trainiert hast, bist du ganz sicher tempohart, und wenn du das Training ohne Malessen überstanden hast auch robust, aber ob die Grundlagenaudauer für solch eine Steigerung ausreicht? Ich wünsche es für dich.



Die Renneinteilung: Erste oder zweite Hälfte schneller hat mich ein wenig schmunzeln lassen. Wenn Du eine 3:40 laufen wolltest, okay, aber auf Bestzeit? Ich trainiere seit etlichen Jahren Dutzende von Marathonläufern. Dabei ist maximal eine Handvoll dabei, die es geschafft hat eine Bestzeit zu laufen, bei der die zweite Hälfte auch noch schneller war. Mach dir mal den Spaß und schau dir die Splitzeiten, zum Beispiel vom Berlinmarathon an; da kannst du diejenigen, die in der zweiten Hälfte schneller sind mit der Lupe raussuchen. Diesbezüglich solltest du in jedem Fall gleichmäßig laufen. Ich wage zu prognostizieren, dass jede erste Hälfte unter 1:07 h dich in allergrößte Schwierigkeiten bringen könnte.



Die Bekleidung ist die am leichtesten zu beantwortende Frage. Man kann sich nur zu warm anziehen. Es sei denn, es herrschen winterliche Temperaturen. Ansonsten liegst du mit kurzer Hose und Oberteil nach Wahl schon richtig.



Last not least, die Versorgung. Meiner Meinung nach reicht für Zeiten um die drei Stunden das gute alte Wasser und die Banane aus. Aber gut, man kann auch Gels nehmen. Wenn, würde ich jedenfalls, während des Rennens, bei 15 und 30 KM etwas nehmen. Immer vor einem Getränkestand, damit man anschließend trinken kann. Ich persönlich würde alle 5 KM ein Gel gar nicht runterkriegen. Das erscheint mir übertrieben. Und so toll, schmecken die Dinger ja auch nicht. Wie gesagt: Notwendig sind sie ohnehin nicht.



Dann wünsche ich dir viel Glück für dein Rennen und das Du deine Ziele erreichst. Ich hoffe, ich habe dich mit meiner Meinung nicht verunsichert. Wichtiger als die von dir angeschriebenen Punkte sind für mich, dass Du den Respekt vor der 3:15h nicht verlierst. Es wird mit Sicherheit kein Spaziergang. Wenn Du diesen Sprung um mehr als 15 Minuten packst, kann ich dir in jedem Fall Talent bescheinigen. Denn nur mit Training allein ist das auf die Schnelle nicht zu schaffen.



Viele Grüße



 



Thomas



 



 
Sg101952_medium ThomasKnacks... 50 Beiträge


Ich meine natürlich 1:37h für die erste Hälfte und nicht 1:07h.



Thomas



 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge


Hallo Thomas, das die meisten Marathonläufer die 2. Hälfte langsamer laufen hat folgende Gründe: 95% aller starten einfach zu schnell und mit den 35km Läufen wird als erstes im Training gespart. Gerade 35er mit Endbeschleunigung machen die wenigsten. In den Greif Plänen sind die Standard. Ich bin meine 3 besten Läufe immer mit zweiter schnellerer Hälfte gelaufen. Das hat das erste mal bei der 2:45 super geklappt (1:25 und 1:20), bei der dann folgenden 2:39 auch (1:22 und 1:17) und bei der 2:37 (1:20 und 1:17) ebenfalls. Das das funktioniert hat mit denGlykogenspeichern und der Glukoneogenese zu tun. Einfach mal in aller Ruhe damit auseinandersetzen, es ist kein Geheimnis oder höchste Wissenschaft. Man muss es halt nur auch trainieren. Und meine Prognose für Christian: die 3:10 wird ohne Wind machbar sein. So schnell ist das pro km für einen Läufer der nach Greif mit 100km die Woche trainiert nun auch nicht. Die Frage ob wirklich gut nach Greif gelaufen wurde und ob die 35er auch echte 35km lang waren, kann natürlich nur Christian beantworten. Auf jedenfall nicht mit dem DLV gedanken starten (“ich bin froh überhaupt dabei zu sein, das krieg ich ja besser sowieso nicht hin…”). Man muss an den Erfolg glauben, nur so werden Sieger und Bestzeiten gemacht. Also Christian: Zertrete die Mainzer Landstr und zeig der Oper wie Bestzeiten entstehen ! Viel Erfolg! Gruß credo



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hallo Christian,



dann auch noch mein Senf dazu :)



Zunächst darf ich Dir Mut zusprechen, eine Zeit um 3:10-3:15 Std. sollte mit deinem Training gut möglich sein, zumal die Strecke in Frankfurt nochmal optimiert wurde ( nebenbei, es hat die letzten drei Jahre in Frankfurt während des Marathons nicht mehr geregnet, gleichwohl der Wind speziell in Höchst immer ein Thema war ).



Auch eine zweite schnellere Hälfte ist gut machbar, vorausgesetzt, Du bist geduldig ! Ich war es bei meinen ersten beiden Marathons in Kandel und Frankfurt 2006 mit 3:08 und 3:12 Std. ( total versemmelt :) ) nicht. Erst letztes Jahr bei meinem Bestzeitenlauf in Frankfurt bin ich die erste Hälfte in 1:25:57 und die zweite in 1:24:44 Std. gelaufen. Und ich hätte die erste Hälfte locker in 1:20 laufen können, aber wer weiss was dann passiert wäre……also Geduld ist das A und O an der Sache.



Hier meine Ratschläge für das “operative” Geschäft:



  1. Ernährung bis zum Marathon: keine Experimente mehr, wenn es geht keine blähenden Sachen, und: versuch nicht mehr an Gewicht zu verlieren.
  2. Am Morgen des Marathons: ich esse in der Regel Toastbrot mit Honig und trinke Fenchel/Anis/Kümmel Tee :) Vor dem Lauf ( 1 Std. davor ) dann entweder noch ein Gel oder einen süssen Riegel ( Milky Way passt ganz gut, also nix mit Nüssen, Cereialien etc. )
  3. Eine halbe Std. vor dem Lauf: dann 250ml eines hypotonen Getränks ( zur raschen Flüssigkeitsresorption ) und eine viertel Std. vor dem Start noch mal 250ml. Gut eignet sich dazu Ultra Sports Buffer oder Basica Sport ( solltest Du aber schon mal getestet haben.
  4. Am Start: kann ich Dir empfehlen eine kleine 250ml. Flasche mit dem gleichen Getränk in der Hand mitzuführen, welches Du dann bei ca. 7,5 km trinkst. WARUM: es ist bei einem Marathon enorm wichtig seinen Rythmus zu finden, und den findet man schwer, indem man auf den ersten 10 oder 15 km ständig die Getränkestände anläuft. Wenn Du das Getränk bei 7,5km getrunken hast, langt der nächste Stopp dann bei km 15, bis dahin solltest Du gut unterwegs sein.
  5. Zeitplan: entweder nimmst Du die Zeitbändchen vom Asics-Stand auf der Marathon-Messe in Anspruch, oder Du benutzt gut klebendes Pflasterband, welches Du mit den 5km Zeiten beschriftest ( und natürlich der HM Zeit ). Nimm eine Unterzeit und eine Oberzeit ( z.B. 3:10 und 3:15 Std. ) so kommst Du nicht arg so dramatisch in Zugzwang und musst nicht ständig auf die Uhr schauen. Falls Du eine Uhr mit km-Anzeige hast, stelle diese dann entsprechend ein.
  6. Gel: meine Empfehlung ist, Gels erst so ab dem HM einzusetzen, und dann auch sehr dosiert. Xenofit z.B macht Gelbeutel mit nur 25gr. Inhalt ( Power-Bar 45gr. ) das genügt, zumal sonst die Trinkerei wirklich überhand nimmt. Ich habe in Frankfurt dann immer bei 15- bei 25- bei 35km das “leckere” Rosbacher Sport getrunken ( wird besser als Wasser resorbiert ), und bei km 40 nochmal Cola. schließlich ist es nicht ganz so warm. Besser mal an den Zwischenstationen mit einem Schwamm die Salzkristalle an den Armen weggewischt, damit der Schweiss wieder besser ablaufen kann.
  7. Wind: wie gesagt, speziell Richtung Höchst kann es mal Windig werden. Hier solltest Du dich frühzeitig in einer Gruppe “verstecken” um Kraft zu sparen. Nennt sich zwar Lutschen, aber es hilft…
  8. Kleidung: Also da kann ich mich auch nur anschließen. Besser zu wenig als zu viel. Bei schätzungsweise 10-12° ohne Regen ( so die annähernde Vorhersage ) kannst Du mit einem Singlet und einer kurzen Hose laufen. Handschuhe sind ganz gut “Warme Hand gut gerannt”.


 



So, dass war es von meiner Seite. Hoffentlich nutzen Dir die Tipps. Ich selbst bin übrigens für Frankfurt gemeldet, und wollte dieses Jahr auch Richtung 2:45 Std. laufen. Es gab aber ein paar Umstände, die eine optimale Vorbereitung verhindert haben.



Der Marathon musste sich diesmal dem Leben unterordnen und nicht wie sonst umgekehrt. Möglicher Weise ( bin noch am überlegen ) laufe ich aber trotzdem ohne Anspruch auf eine Bestzeit. Vielleicht, falls ich laufe, sehen wir uns ja. Mal sehen.



 



Ich wünsche Dir alles Gute, glaub an dich und an eine schnellere zweite Hälfte ! Sei geduldig und habe den unbedingten Willen, dann geht der Rest von alleine !



 



Fastfoot



 
Frbf1816_medium Chrimuh 77 Beiträge


Hallo zusammen,



danke für die zahlreichen Tipps. Ich werd mir also nicht soviel Gel reinziehen und nicht zu warm anziehen. Ich bin eigentlich auch guter Dinge, die 2. Hälfte schneller zu laufen. Bin zwar bisher nur 2 HM und 2 Marathon gelaufen, aber bisher war die 2. Hälfte immer schneller. Die 35 km waren echte 35 km Training mit Endbeschleunigung. Am Samstag mit 6 km Endbeschleunigung war bei uns ein Benifizlauf im Stadion, jede Runde 1 Euro, ich bin also die 35 auf der Bahn gelaufen plus 1 km auslaufen, also 90 Runden. War eine besondere Erfahrung, ich habe aber noch 3 Tage lang leicht mein rechtes Knie gespürt. Ich würde es also keinem zum Nachmachen empfehlen. Ich hab mir auch 2 Zeiten zurrecht gelegt, 3:10 (=4:30) bis 3:17 (=4:40).



Meine 3:31  bin ich 2007 gelaufen, da bin ich das ganze Jahr nur knapp über 1000 km gelaufen, davon alleine ca. 700 in den 12 Wochen Vorbereitung. Dieses Jahr hab ich schon 2500 km hinter mir plus eine Menge Selbstbewusstsein dank Greif. Die Texte rum um den Trainingsplan sind einfach super. Ich werd euch berichten, wie es mir ergangen ist. Alles unter 3:20 werde ich als Erfolg feiern.



Danke nochmals



Christian



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


guten morgen chrimuh,



ich werde dich am Sonntag anfeuern- ich steh an der Strecke- ich glaub an Dich und deine pesönliche Bestzeit! Viel Erfolg wünscht dir



TT



 
Tadek_medium tadek 1 Beitrag


Hallo



du kannst dich die Zeitfähnchen von Peter Greif runterladen und nach Vorgabe laufen.Mit Gel sei vorsichtig ein für 10 Km



reich wenn es nötig wird.Am besten mit Wasser verdünen.Ich drücke die Daume



Tadek



 
Frbf1816_medium Chrimuh 77 Beiträge


Hallo zusammen,



danke nochmals für eure Tipps. Hab einige umgesetzt, vor allem die von Fastfoot. Wie ist es bei dir gelaufen?



Ich habe meine bisherige Bestzeit, wie es Greif sagt, pulverisiert. 3:09:53. 1. Hälfte in 1:36:14, 2. Hälfte in 1:33:39. Meine 5 km Zeiten wurden immer schneller (außer 20 -25, da waren es 7 Sekunden mehr als 15 -20). Ich kann Greif nur jeden empfehlen, der macht dich hinten raus so schnell, und wenn du zum Ende hin an den anderen vorbei fliegst, dann motiviert dich dasnochmals mehr.



@Thomas: Dein Schmunzeln und Bedenken waren umsonst, ich scheine Talent zu haben. 



Die Organisation fand ich super, nur die Startblocks waren etwas schwierig zu finden. Ich stand dann zwar irgendwann im richtigen, aber anscheinend waren viele langsamere viel zu weit vorne (die meisten wahrscheinlich unabsichtlich). Wetter war hervoragend und Wind gab es auch kaum.



Also “keep on running” und ich ich schiel schon mal auf die 3 Stunden!



MfG



Christian 



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Hallo Christian!



Da muss ich mich auch mal wieder zu Wort melden…



Herzliche Glückwünsche zu deinem Klasse Erfolg… 2. Hälfte schneller, als die Erste!!! Dies hab ich in 9 Marathons noch nicht einmal geschafft… Da steckt noch ne Menge Potential drin…



Auf gehts, die 3h Marke zu knacken… In unserem Alter ist es gut möglich solch einen Sprung in einem Jahr zu schaffen… (ich bin der gleiche Jahrgang wie du) 



 



liebe Grüße und weiter so…



René



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


hallo Christian,



GRATULIERE!!! du warst so schnell, hab dich gar nicht gesehen…. klasse Leistung.



grüßle Traudl



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hallo Christian,



eine super Leistung, herzlichen Glückwunsch !



Eine zweite schnellere Hälfte zu laufen, zeigt dein Talent, dass steht völlig außer Frage !



Und es freut mich ungemein, dass Dir meine Tipps weitergeholfen habe ( das waren die 7 sec. zur 3:10 :) ).



Ich selbst bin nicht an den Start gegangen, es wäre einfach zu unvernünftig gewesen :(



Also, auf jeden Fall alles Gute und eine tolle Regeneration. Ach und zum Schluß ( das kann ich mir an dieser Stelle einfach nicht verkneifen ;) ) : Beim nächsten Marathon solltest Du nach einem Prochnow-Plan trainieren, dann ist dier eine Zeit unter 3 Stunden sicher :)



So, und jetzt genieße deinen Triumph !!!



Alles Gute aus Hessen.



Fastfoot



 



 
Sg101952_medium ThomasKnacks... 50 Beiträge


Hallo Christian,



zunächst einmal Glückwunsch zu deiner hervorragenden Leistung. Darauf kannst Du stolz sein. Ich habe den Eintrag erst jetzt gelesen, da ich mit unserer Truppe beim Schwäbisch Alb Marathon war. Was die Sache mit dem Talent angeht: Das hast du wirklich. Falls Du jemanden brauchst, der dir das schriftlich gibt, kann ich das gern übernehmen. Du brauchst also in Zukunft nicht “plangläubig” werden. Mit deinem Potential wirst Du dich sicher noch weiter verbessern. Ab und an bekomme ich Peter Greif zu Gesicht, Seesen ist nicht all zu weit von uns weg, dann werde ich ihm deine positiven Erfahrungen mitteilen. Für meine Gruppe sind mir Peters Pläne allerdings zu “hart”. Wer sie durchsteht, wird auf jeden Fall schneller, aber wenn es in Bereiche weit unter drei Stunden geht, fallen mir einfach zu viele Läufer verletzt oder überfordert aus(Das ist meine persönliche Meinung und auf gar keinen Fall repräsentativ zu betrachten).



Genieße deinen Erfolg und vergiß auf keinen Fall Fastfoots Hinweis auf die Regeneration. Dann wirst Du auch in Zukunft deine Zeit noch nach unten schrauben können.



 



Viele Grüße



 



Thomas



 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge


Hallo Christian, ich habe Dir ja auch geschrieben, dass es klappen wird. Also: Herzlichen Glückwunsch!  Ich bin damals nach Greif die 2:45 gelaufen und zwar in 1:25 und 1:20. Dann waren mir die Pläne zu lasch (liegt daran, das ich schon immer irgendwie Sport getrieben habe), bin dann zur LD und habe das Programm umfangreicher und intensiver gestaltet, wobei jede 4. Woche Regenération war (nur 5 lockere 70min. Läufe). Greif ist z.B. der Meinung die 3 × 3000 reichen, alles andere führe in das Übertraining. Kann heutzutage sein. In den Plänen der 80er waren das Standardeinheiten. ich will Dich damit jetzt nicht auffordern, dies so direkt umzusetzen. Aber so hart sind die Pläne von Greif nun wirklich nicht mehr. Wenn Du aber jetzt 4 Wochen Regeneration betreibst und dann systematisch nochmal die Umfänge erhöhst (evtl. auch durch eine morgendliche 8km und Nachmittags die richtige Einheit), könnte die 2 vorne stehen. Schau mal unter Fuchs/Reiss nach, da gibt es Anregungen die den Greif Plänen ähnlich, aber etwas anspruchsvoller sind. So bin ich meine Bestzeit gelaufen (1:20 und zweite Hälfte in 1:17). Das schöne im Marathon: Jeder ruhige zusätzliche km wirkt auch. Wenig muskulären Diskomfort wünscht credo!



 
Frbf1816_medium Chrimuh 77 Beiträge


Hallo zusammen,



danke für die Glückwünsche, war die ganze letzte Woche auf einem Seminar, deshalb komme ich erst jetzt wieder zum schreiben. Muskelkater ist verhältnismäßig harmlos gewesen, war schnell wieder erholt.



Fastfoot, vorallem danke an dich! Aber ist Prochnow wirklich so empfehlenswert? Ich hab 1 Plan mit 4 Einheiten die Woche gefunden bzw. einen mit 6 Einheiten, wenig genaue Anweisungen, nur 3 Läufe über 2:30 – 3:00 h, das sind bei langsamen Tempo wahrscheinlich gerade mal 30 km. Da bringt dir Greif wahrscheinlich viel mehr, denk ich mir mal. Ich vermute, das würde man ab km 35 zu spüren bekommen.



Dirka, ich hab mich relativ genau an den Greif gehalten, ab und zu den Ruhetag verschoben, und 4 der 8 Dienstagseinheiten habe ich durch 1 h Badminton ersetzt. Mit etwas offensiverer Renneinteilung wäre evtl. noch 1 oder 2 min drin gewesen, aber ich bin mit der Leistung hoch zufrieden.



Thomas, falls du Peter Greif siehst, bitte sag ihm schöne Grüße und danke, dass ich dank seinem Plan meine PB pulverisierte habe, ich denke über 21 Minuten kann man definitiv so nennen!



Credo, ich hab unter Fuchs/Reiss nichts gefunden. Kannst du mir einen Link senden? c.luber@web.de



Wie wärs mit einem neuen Forum Greif vs. Prochnow? Wenn ich mir die Pläne von Prochnow ansehe, dann kann ich mir im 1. Augenblick nicht vorstellen, dass die dich schneller machen als Greif.



MfG



Christian



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hi Christian,



zunächst noch mal Danke für deine Blumen.



Prochnow-Pläne: kommt auf den Plan drauf an. In meiner letzten Belastungswoche vor dem Marathon in 2007 in Frankfurt hatte ich 145km. Samstags 35km “MSL” Lauf und Sonntags dann 42km. So lasch ist das gar nicht…..;)



Dr. Thomas Prochnow ist aktuell der erfolgreichste Deutsche Langstreckentrainer und hat immerhin Leute wie Stephan Freigang ( BZ 2:09:45 Std. ) und Dr. Klaus Goldammer zu ihren Erfolgen gebracht. Zugegeben, er ist nich so in der Masse bekannt, aber das will er auch gar nicht. Er propagiert zwar seine Pläne über die Zeitschrift Laufzeit, aber aus einer anderen Intension wie Herr Greif.



Ich habe in anderen Threads bereits häufig meine Meinung zu Peter Greif und seinen Methoden geäußert, deshalb lass ich es hier. Letztendlich bin ich ja auch kein Missionar. Jeder muss so trainieren, wie es zu ihm passt. Dem einen liegt Greif besser, dem anderen Prochnow. Fakt ist auf jeden Fall, dass Prochnow einen weitaus fundierteren wissenschaftlichen Hintergrund hat wie Peter Greif.



Also, am besten selbst testen. Wichtig ist letztendlich ja, dass man etwas tut, und Du bist auf dem richtigen Weg !



Deshalb von meiner Seite ob Prochnow, Greif oder wer auch immer, alles Gute weiterhin.



Gruß



Fastfoot



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hallo Dirk,



der Vorteil von Prochnow ist sicherlich auch sein Bestreben ständig an einer Weiterentwicklung der Pläne zu arbeiten. Daher findet man selten einen Plan von ihm, der dem anderen exakt gleicht. Das Grundprinzip bleibt sicherlich immer das Gleiche, aber man muss auch bedenken die Pläne nicht aus dem Zusammenhang zu reissen, will sagen, bin ich nun jemand, der das Ganze Jahr entsprechend nach einem Marathon ausrichtet und entsprechend periodisiert trainiert, oder bin ich jemand, der einfach nur in 16 Wochen zusehen will ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen.



Mit den Plänen auf der Lauf-Power Seite kann ich persönlich auch nichts annfangen. Mein Fundament hat zum einen der abgedruckte Plan für Fortgeschrittene aus der Laufzeit Ausgaben 06-08 2008 sowie die Empfehlungen aus seinem Buch “Die Lauffibel” gebildet. Es war also ein Mix aus Vorgaben und eigenen Erfahrungen in Abhängikeit auch vom Befinden, so konnte es sein, dass ein empfohlener 30km Lauf auch mal 35km und länger war ( was sollte auch schon passieren ).



Hier liegt auch der Hund begraben, die meisten halten sich Stur an Pläne und verzweifeln dann nicht selten daran. Es sind und bleiben aber nun mal Empfehlungen. Ich bleibe z.B. bei meiner Auffassung das in jede Marathon-Vorbereitung ein langer Lauf mit 38-40km bzw. 4 Std. reingehört ( entsprechender Aufbau vorausgesetzt, sprich der Vorletzte Lange wäre so einer ). Und wer das nicht hinbekommt, der soll Halbmarathon laufen.



Gut, ich wollte nicht abschweifen. Auf der Homepage der Laufzeit kann man sich Pläne von Prochnow erstellen lassen, aber es ist natürlich illusorisch zu glauben, die wären individuell.



Fazit aus meiner Sicht: Ein guter Plan als Grundlage gespickt mit den eigenen Erfahrungen, Leistungsgrundlagen, Mut, Motivation und der nötigen Disziplin verspricht ein gutes Marathonergebnis. Prochnow bietet hier den notwendigen Entscheidungsfreiraum. Er fordert einen geradezu auf mitzudenken, und sich nicht vollends abhängig zu machen. Das finde ich persönlich sehr gut, aber das ist eine Sache der Mentalität.



Gruß



Fastfoot  



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


FEHLERTEUFEL:



Der angesprochene Plan in der Laufzeit ist nicht aus 06-08/2008 sondern aus 06-08/2007



Sorry !



Fastfoot



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