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Ist Musik hören beim Laufen gesund?

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Marathon_1a_medium Running Gag 105 Beiträge

Hallo,

 

ich bin ein begeisterter Leser der Zeitschrift “PM Fragen und Antworten”. Allerdings weiss ich auch, dass man auch dieser Zeitschrift nicht alles glauben darf und muss, denn was die heute schreiben, wiederlegen die vielleicht schon wieder in ein paar Monaten selbst.

 

Allerdings war nun ein Artikel unter der o.g. Überschrift in der neuesten Ausgabe, den ich den Nichtlesern dieser Zeitschrift mal nicht vorenthalten will. Folgendes steht in der Ausgabe:

 

" Ist Musik hören beim Laufen ungesund?

Der Neuseeländer Arthur Lydiard gründete 1961 den ersten Jogging-Club, und als in den 1980er-Jahren der “Walkman” in Mode kam, wurde die Mitnahmemusik zum beliebten Begleiter der schweisstreibenden Körperertüchtigung. Forscher der Universität North Carolina sind jetzt der Frage nachgegangen, ob der Klangteppich im Ohr tatsächlich – wie viele Läufer annehmen – einen leichteren Fuss macht. Die Vorstellung liegt nahe, dass uns die Lieblingsmusik im iPod zu größeren Leistungen anspornt. Falsch gedacht! Überraschendes Resultat der Uni-Studie: Läufer können ihren Trainingseffekt mit Pop, Rock oder Klassik zwar um bis zu 20 % steigern, nämlich dann, wenn die beim Laufen gehörten Stücke konsequent 120 bis 140 Schläge pro Minute aufweisen. Aber diese Leistungssteigerung gilt nur für Profisportler. Der normale Freizeit-Athlet sollte besser in aller Ruhe auf die Piste gehen, denn selbst die eher beruhigend anmutenden Musikstücke offenbarten beim Laufen schädliche Nebeneffekte, weil das Stresshormon Cortisol in die Blutbahn gepumt wird, was im Extremfall sogar zu Herzproblemen führen kann. Außerdem erhöht sich mit der Musik die Hauttemperatur, so wie es etwa bei Wutausbrüchen üblich ist. Dies wiederrum kann zu Magen- und Darmproblemen führen. Der Körper ist beim Laufen schon genügend Stress ausgesetzt – die zusätzlichen akustischen Signale überreizen ihn!"

 

So, was haltet Ihr davon? Wir hatten ja schon einige Threads, die sich mit der Lieblingsmusik beim Laufen beschäftigt haben. Hat jemand schon mal festgestellt, dass er durchs Laufen Magenprobleme bekommt?

 

Michael

 
Profilbild4_mf_kopie_medium khel76 133 Beiträge

Hallo Nobody,

 

was mich betrifft: ich höre beim Laufen keine Musik. Aber nicht weil ich das Gefühl habe, es könnte ungesund sein, sondern weil die Musik mich nervt und stört. Das bewahrt mich natürlich nicht davor, dass mich unvermittelt irgendein Ohrwurm heimsucht, besonders bei richtig langen, langsamen Läufen. Und wenn das dann zufällig ein Lied ist, was ich mag, passiert es (ohne dass ich das will), dass ich innerlich mit"singe". In solchen Momenten gerät mein Puls für eine gewisse Zeit aus dem Tritt, und das geht mir dann ziemlich auf den Geist. Leider kann ich diesen inneren “Gesang” nur schwer abstellen.

 

Es kann m.E. also durchaus sein, dass Musik beim Sport eher nicht so gut ist. Aber ich bin mir sicher, dass Dir etliche andere MSP-User das Gegenteil erzählen werden. Ganz nach dem Motto: “Opinions are like assholes, everybody’s got a different one.”

 

Und was die amerikanischen Wissenschaftler in diesem Zusammenhang nun im Einzelnen herausgefunden haben, ist mir ziemlich Banane. Wer fragt vor der Publikation solcher oder ähnlicher sensationeller wissenschaftlicher Nachrichten in seiner Zeitschrift schon immer nach dem Studiendesign, nach der Größe von Probandengruppen o.ä.? Ich würde mal sagen: Ball flachhalten und auch mal auf seine eigenen Erfahrungen und Instinkte schauen, bevor man aufgrund einer angeblichen Neuentdeckung glaubt, sein Leben und seine Gewohnheiten komplett umkrempeln zu müssen (das sollte jetzt kein Plädoyer für das Tragen von Scheuklappen und für das Ignorieren des wissenschaftlich-technischen Fortschritts sein).

 

LG Kristian

 
Dsc02710_medium Landlaeuferl... 3 Beiträge

Hallo Michael!

Obwohl ich sehr musikbegeistert bin höre ich aus unterschiedlichen Gründen beim Laufen keine Musik:

 

1) Die Zeit des Laufens ist meine Zeit mit mir ohne das irgendjemand mich zutextet oder anderweitig einnimmt. Ob

    meines Berufes geniesse ich es mal völlig in Ruhe und Forderung meiner Person zu sein! Herrlich!

 

2) Wie mein Nick besagt, lebe und laufe ich auf dem Land, d.h. wenn ich auch auf Feldwegen laufe und weniger

    durch die Musik von meiner Umwelt wahrnehme, höre ich zu spät wenn Schlepper oder sonstige landwirtschaft-

    lichen Fahrzeuge sich mir nähern. Nicht das ich mich plötzlich erschrecke, einen Schritt zur Seite mache und im

    Radkasten lande… Eben das Gleiche gilt im Wald oder auf Radwegen, das zu späte Wahrnehmen von anderen

    Verkehrsteilnehmern jeglicher Form…

 

3) Die Kopfhörer, Ohrstöpsel u.ä. würden mich völlig nerven! Und auch wenn man die Lautstärke reduziert hält, ist

    durch die Abdeckung des Gehörgangs das Hören Geräusche um einen herum stark begrenzt…

 

Bei Wettbewerben liebe ich die musikalische Untermalung an der Strecke! Die Unterschiedlichkeit, verschiedene Lautstärken, verschiedene Rhytmen puschen einen durch zehrende Phasen des Wettkampfes!

Ich kann mir aber gut vorstellen, das gewisse Musikrichtungen den Herzrhytmus erhöhen und damit das Laufen in einer höheren Belastung stattfinden lassen. Aber da denke ich auch das es individuell extrem unterschiedlich ist. Daher gilt: Wer es nicht selbst ausprobiert, kann auch nicht von Hilfe oder Belastung durch Musikhören beim Laufen berichten…

Die Wirkung von Musik hängt definitiv von ihrer Art und der Einstellung des Hörers zu ihr ab, das ist meine Meinung und daher hätten die Forscher sich die Zeit und das Geld sparen können und eher in sinnvollere Forschungsprojekte (HIV,ALS,…) investieren sollen!

Es grüßt

 

Frauke

 
Derwaldseeer Beff 156 Beiträge

Ich laufe immer ohne Musik – die einzige Ausnahme sind Intervall / Tempoeinheiten – aber ich schaue trotzdem, dass ich dann voll auf meinen Laufstil und meine Technik konzentriert bin – das sollte man dabei nicht verlieren – sonst geht die Effektivität des Trainings verloren und man kann leicht umknicken, etc.

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