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Foren laufen / Laufen allgemein Wenn man mit dem Laufen aufhören muss

Wenn man mit dem Laufen aufhören muss

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Icon_missing_medium wuhletaler 13 Beiträge

Guten Tag, liebe Läuferinnen und Läufer,

vor zwei…drei Jahren hatte ich mich hier an Foren beteiligt. Ich war nach Jahren ärztlich verordneter sehr großer Laufpause Wiedereinsteiger und betrieb ein regelmäßiges anspruchsvolles Lauftraining. Es gab noch einmal eine Verletzungspause, aber 2011 lief ich mit 60 Jahren meinen ersten Marathon — und bin gut im Ziel angekommen. Nun wird man älter, man ist fit, aber die Gelenke werden nicht jünger. Das kann man manchmal sogar hören. Deshalb verzichtete ich dieses Jahr auf den Marathon, den ich eigentlich geplant hatte, und lief stattdessen bei einem schönen 25-km-Wettbewerb mit. Eine Woche danach bei einer leichten Trainingseinheit passierte es — dickes Knie, Erguss und Blockierung. Danach fanden schrittweise die üblichen Untersuchungen statt. Die Diagnose nach einer MRT lautete als Hauptursache auf Meniskusriss (degenrativ, “schön” lang und schräg). Da die Schmerzen und die Blockierung inzwischen vollständig weg sind, raten mir Sportarzt und Orthopäde von einer OP ab. Aber sie raten mir auch davon ab, es mit dem Laufen überhaupt noch einmal zu versuchen.

Das trifft den gut trainierten Läufer natürlich hart. Schwimmen (besonders Flossenschwimmen) und Rad fahren werden mir als Sportarten empfohlen. Rad bin ich, parallel zum Laufen immer gefahren (nur mit ‘nem Treckingrad). Mit dem Schwimmen tu’ ich mich etwas schwer. Wegen des Zeitaufwandes (Fahrt mit dem Fahrrad zum Gewässer) lässt es sich nicht so leicht in den Tagesablauf eines Berufstätigen einbauen.

Seit etwa zwei Jahren habe ich mich bereits einer Sportgruppe “Vielseitigkeitsgymnastik” angeschlossen. Zum Glück — kann ich nur sagen. Das hilft im Moment recht gut.

Aber ich habe etwas Probleme, mit den anderen Sportarten auch die von mir angestrebte, und ärztlich empfohlene, Pulsfrequenz von 130/min zu erreichen. Vor meinem Wiedereinstieg ins Laufen betrieb ich Walking, bzw. Powerwalking. Damit habe ich jetzt, auf supergedämpften speziellen Schuhen, wieder begonnen.

Wie geht ihr mit so einem “Laufverbot” um? Welche “Ersaztsportarten” helfen euch am besten, besonders, wenn ihr euch etwas höher belasten wollt?

Noch zwei Anmerkungen: Ich hatte im anderen Knie schon mal einen Meniskusriss. Der ist operativ saniert worden — mit sehr gutem Ergebnis. Leider sieht der aktuelle Riss ganz anders aus und ist größer, und eine OP verspräche keinen guten Erfolg.

Manche Sportfreunde empfehlen mir zusätzlich einen Fahrrad-Hometrainer oder Crosstrainer zu verwenden. Leider ist dafür meine Wohnung zu klein — und Fitness-Studios kommen für mich aus einem anderen Grunde nicht in Frage. Außerdem bin ich vom “Typ” her, sowieso mehr der “Allwettersportler”, der auch im tiefsten Winter nie eine Laufpause gemacht hat.

Auf eure Antworten freut sich

Peter, der Wuhletaler

 
2016_mh_profilbild_medium mspmartin 93 Beiträge

Hallo Peter,

das tut mir sehr Leid für dich. Ich kann das nachvollziehen! Ich war zwar nie der Läufer, hab immer mal wieder begonnen, aber auf Grund meiner frühen Knieverletzung mit ebenfalls Meniskusriss (mit ca. 15 Jahren), habe ich relativ schnell das Radfahren und Schwimmen für mich entdeckt, Wasserratte war ich eh schon immer.

Ich kann dir nur empfehlen das Radfahren zu intensivieren, sofern es denn Spaß macht! Das ist die Hauptsache. Ich hab mir ein schickes Mountainbike zugelegt und toure hier durch die Gegend rum, auch manchmal etwas anspruchsvollere Strecken. Das Problem bei mir ist nur: Radfahren ist nicht schlecht fürs Knie, nur bei steilen und langen Bergpassagen gerät auch das Knie gerne mal in Mitleidenschaft. Da muss ich öfter mal absteigen und Pause einlegen, damit sich das Knie wieder erholt. Aber je öfter ich fahre, desto besser wird es (bei einem Meniskusriss sind vor allem die Muskeln um das Knie besonders wichtig, da die teilweise Ersatz für den Meniskus bieten, aber eben nur teilweise).

Vom Home/Cross-Trainer halte ich auch nicht viel, abgesehen davon, dass ich auch keinen Platz hätte, will ich auch mal raus aus den 4 Wänden ;)

 

Wenn die Ärtze sagen, der Riss sei einigermaßen saniert und eine OP nicht notwendig, kann ich dir wirklich nur empfehlen Rad zu fahren, da kann man sowohl ruhige Touren machen, als auch mal den Puls ordentlich in die Höhe treiben ;)

 

 

Viele Grüße

Martin

 
_dsc8422_-_kopie_medium Phil81 9 Beiträge

Hallo Peter,

so schnell würde ich mich nicht geschlagen geben,

schau doch mal bitte auf folgenden Seiten nach

http://www.dr-feil.com/

http://www.allsani.com/

durchlesen,informieren,evtl. den pesönlichen Kontakt zum Team suchen.

Die sind sehr hilfsbereit..

Gruß Philipp

 
Ziel_sehr_gut_medium Leissprecher 154 Beiträge

Hallo Wuhletaler

das Problem mit den Gelenken kenn ich aus eigener Erfahrung nur zu gut. Hab selbst am 14.05.2013 ein neues Hüftgelenk rechts implantiert bekommen (siehe mein Blog). Das viele Laufen (bis zur achtfachen Belastung) und die Arbeit als Kraftfahrer waren dem Erhalt des Gelenkes nicht förderlich, zwei Drittel des Knorpels hatten sich ins Nirvana verflüchtigt.

Als Alternative habe ich auch das Radfahren und das Schwimmen gewählt. Mit der Pulsfrequenz von 130 Schlägen pro Minute habe ich im Nordhessischen Bergland keine Probleme. Diese Grenze errreiche ich sehr oft und überschreite sie auch (Spitze war mal 188 Schläge). Hier gibt es Steigungen bis zu 20%, wenn auch manchmal sehr kurz distanzmässig gesehen. Was mir in den letzten Wochen aufgefallen ist, es klappt nicht mehr so gut mit dem Gewicht. Hab schon 4 Kg zugenommen, trotz ganz vieler Radkilometer (siehe Rennsteigradwanderung). Insgesamt hab ich schon ca. 1700 Km mit dem Treckingrad in diesem Jahr geschafft (davon stand das Rad aber ca. 4 Monate im Schuppen, Winter und OP und Reha). Mal sehen was ich dann im Winter mache. Mit dem Rad fahr ich dann hier bei Schnee und Eis nicht mehr , ist mir zu gefährlich.

Das wird!!! Gruss vom Leissprecher

 

 
Icon_missing_medium wuhletaler 13 Beiträge

Ein freundliches Hallo in die Runde!

Danke, Martin, Philipp und Leissprecher!

Danke für eure guten Wünsche. Gerade hatte ich hier etwas ausführlicher geschrieben, konnte aber (Fehler 422) das Geschriebene ncht speichern. Ich melde mich später noch einmal.

Mit sportlichen Grüßen Peter

 
Icon_missing_medium wuhletaler 13 Beiträge

Hallo und vielen Dank noch einmal.

Heute versuche ich es noch einmal etwas ausführlicher. Ihr bestätigt mich bei meiner Wahl hinsichtlich schwimmen und Rad fahren. An die Anschaffung eines Mountainbikes habe ich auch schon gedacht. Aber da ich Sturzverletzungen noch aus einem anderen medizischen Grund möglichst völlig ausschließen muss, werde ich erst einmal davon absehen. Manchmal gibt es eine überraschende Lösung für ein Problem. Mein Sportverein, bei dem ich Mitglied in der Gymnastik-Gruppe bin, hat mir angeboten, dass ich die dort vorhandenen modernen Fahrradergometer zu jeder Zeit nutzen darf, egal, welche Gruppe gerade in der Halle trainiert. Damit habe ich meine Fahrrad-Lösung für die Zeit mit Dauerregen oder Glatteis. In den letzten Tagen habe ich auch direkt von meinen Lauffreunden, die alle kleinere oder größere Knieprobleme haben, weitere Hinweise erhalten. Einer berichtete mir davon, dass er trotz “Meniskus” fünfmal in der Woche je eine halbe Stunde läuft (auf einer Tartanbahn). So kommt er jetzt auf 25 km in der Woche. Früher war er auch auf den langen Strecken zu Hause und trainierte entsprechend viel. Seine gute Erfahrung lässt mich überlegen; und mit so einer halben Stunde habe ich gleich einmal probiert. Ich habe es schmerzfrei geschafft. Zur dringenden Empfehlung meines Sportarztes sagte er: Geh’ noch mal zu einem anderen Arzt! Mit einem meiner ehemaligen Mitläufer, der wegen der Wirbelsäule zum Nordic-Walking wechseln musste, bin ich inzwischen auch auf einer recht “straff” gelaufenen Runde im Gelände unterwegs gewesen – ich allerdings (noch) ohne Walkingstöcke. Das Tempo imponierte mir. Durch probieren und vergleichen der Wirkungen werde ich meine “Mischung” finden, denke ich.

Was ich noch anmerken wollte: Gewichtsprobleme hatte ich noch nie — eher war ich für meine 1,81 m oft etwas zu leicht. Und für eine gute ausgewogene Ernährung, einschließlich Vitaminen und Mineralien, habe ich schon immer gesorgt; da wäre ich jetzt nicht so sehr motiviert, eine ganz neue Richtung dabei einzuschlagen.

Aber ich freue mich natürlich auch über solche entsprechenden Hinweise und Erfahrungen. Sie sollen ja nicht nur mir, sondern allen helfen, die sich hier am Forum beteiligen.

In diesem Sinne — macht bitte weiter!

Peter der Wuhletaler

 
Rab11-04_0734_2_medium VitalCoachin... 6 Beiträge

Hallo Peter,

 

hast du schonmal Aquajogging probiert? Falls du Zugang zu einem örtlichen Schwimmbad hast, kann ich dir regelmäßiges Aquajogging echt nur empfehlen. 

Die Orthopädische Belastung ist sehr gering und auch hier kannst du von der Intensität her sehr vielseitig trainieren.

Ich mache selber auch gerne Aquajogging, besonders wenn mal wieder etwas schmerzt oder im Winter.

 

Beste Grüße,

Niklas

 
Icon_missing_medium wuhletaler 13 Beiträge

Danke Niklas,

danke für deine Anregung. Habe andere verletzt gewesene Läufer begeistert übers Aquajogging berichten hören. Ich setze es mit auf meine Liste der alternativen Sportarten. Zwei Probleme habe ich; für die in meiner Nähe angebotenen Aquajogging-Kurse geht es mir zu gut, heißt, ich würde mich dort unterfordern. Für individuelles Probieren ist hier in der Schwimmhalle zu wenig Platz, bzw., keine schwach frequentierte Zeit. Aber ich werde mir noch weiter entfernt gelegene Schwimmhallen und deren diesbezüglichen Angebote ansehen.

Beste Grüße

Peter

 
Icon_missing_medium wuhletaler 13 Beiträge

Hallo in diese Läuferrunde,

mir ist noch etwas eingefallen. Wahrscheinlich können wir Läufer noch mehr Schäden an den Gelenken vermeiden, wenn wir noch genauer auf unseren Körper “hören”. Ihr kennt es sicher auch, das mehr oder weniger laute Knacken im Kniegelenk. Bei mir trat es etwa 6 Monate vor dem Meniskusriss auf; bei jedem Schritt knackte es zweimal. Ich hätte es besser wissen müssen. Der Meniskusriss im anderen Knie hatte sich vor drei Jahren auch mit lautem Knacken angekündigt. Nur wusste ich das damals nicht; und lief bis das Knie bei einem Training plötzlich blockierte.

Bei dem aktuellen Risss (der im anderen Knie konnte per arthroskopischer OP saniert werden) ist es jetzt so. Nachdem Schwellung und Blockaden verschwunden waren, und ich schmerzfrei war, war auch das zweimalige Knacken bei jedem Schritt verschwunden.

Wir sollten deshalb beim Laufen auch sehr genau hinhören, um Warnungen unseres Körpers rechtzeitig richtig wahrzunehmen.

Beste Läufergrüße

Peter

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