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Umstellung auf Fettverbrennung

Abonniere Umstellung auf Fettverbrennung 11 Beiträge, 4 Stimmen

 

Trikot_medium BobderBaumei... 81 Beiträge


Hallo,
ich habe da mal eine Frage:
In einem Artikel habe ich gelesen, dass er bei KM 30 gemerkt hat, dass der Körper auf Fettverbrennung umgestellt hat.



Wodurch hat er das gemerkt?
Wie merkt man es, ob der Körper auf Fettverbrennung umgestellt hat?



- Fängt der Körper dann an zu “Jucken”? -
Nee, im Ernst, wie reagiert der Körper sichtbar dabei?



Gruß
BobderBaumeister



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


@BobderBaumeister



Hi Bob,



also, zunächst darf ich Dir einen Link zu Dr. Moosburger senden. In der PDF ist auch schön dargestellt, was, warum, und wie die Fettverbrennung funktioniert: http://www.dr-moosburger.at/pub/pub031.pdf und gleichzeitig werden die Mythen darum betrachtet.



Daher an dieser Stelle keine großartigen Erklärungen dazu, denn das wolltest Du vermutlich auch nicht gefragt haben.



Was passiert mit Dir, wenn die Kohlenhydratspeicher leer sind, und dein Körper / Stoffwechsel komplett auf Fettverbrennung umstellen muß:



Nun, es beginnt so ein leichtes Gefühl von ufff, jetzt wirds aber langsam beschwerlich mit der Lauferei, dein Schritt wird schwerer, deine Atmung flacher und angestrengter. Alles fühlt sich nicht mehr so leichtfüßig an, und es kostet ein wenig Überwindung weiter zu laufen.



Die Umstellung ist auch nicht von den gelaufenen KM abhängig, sonder einfach davon, wie groß deine Glycogenspeicher (  Kohlenhydrate werden in Glycogen umgewandelt ) im Körper sind und sich im laufe der Zeit leeren. Sind die trainiert und größer gehts länger, und sind sie noch nicht so trainiert eben kürzer. Der Körper speichert Glycogen im Unterhautfettgewebe in der Leber, in den Muskeln und im Blutkreislauf und wandelt sie zur Energiebereitstellung in Glucose um > das ist deine Energie ( uups, jetzt fange ich ja doch an mit diesem Wissenschaftskrempel :) )



Will damit nur sagen, bist Du trainiert, stellt der Körper vielleicht erst nach 90 Minuten um ( wie gesagt je nachdem wieviel Speicher -> Kalorien zur Verfügung stehen, wie schnell Du läufst, wie kupiert das Gelände ist etc. ) und wenn Du untrainiert bist vielleicht schon nach 60 Minuten.



Deswegen versucht ein Langläufer seine Depots zu erhöhen, und das geschieht zum Beispiel durch lange Läufe, oder durch zum Beispiel einen schnellen depotentleerenden Tempolauf an der anaeroben Schwelle ( hier ist die Verbrennung am effektivsten ) Samstags, dem ein langer Lauf Sonntags drangehängt wird. Damit gibt es dann richtig Stress, denn der Körper durch eine darauffolgende Vergrößerung der Depots zu kompensieren versucht ( daher auch die Bezeichnung “Superkompensation” < in diesem Bereich, den der Effekt “Superkompensation” ist auch für andere Bereiche des Körpers, wie denen der Muskeln etc. zu verwenden ) und somit schlußendlich länger leistungsfähig laufen kann.



Fazit: stellt der Körper auf reine Fettverbrennung um ( denn vorher verbrennt er auch schon Fett, nur eben in einem ausgewogenem Verhältnis. Ein einschlägiger Spruch dazu "Fett verbrennt im Feuer der Kohlenhydrate" ) wird es einfach nur deutlich anstrengender zu laufen.



So, und nun sorry, wenn ich doch ein wenig näher erklärt hat, aber da geht einem halt immer der Gaul durch :)



Gruß und viele “Fette” Läufe wünscht Dir



Fastfoot 



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Wo hast du das denn gelesen????



Ich halte das für Quatsch…. Soweit ich weiß, beginnt der Körper nach ca 20 min körperlicher Betätigung Fett zu verbrennen… Da ist wahrscheinlich ein Körpersignal falsch gedeutet worden… Bei KM 30 hat sich wahrscheinlich der Sauerstoffmangel der Muskeln bemerkbar gemacht….






m.f.G René



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Hui Cay war schneller und kennt sich noch viel besser aus….






Klingt plausibel…



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


@bobderBaumeister



einen kleinen Nachtrag, denn noch besser, bzw. spezifischer, erklärt ist es hier: http://www.dr-moosburger.at/pub/pub023.pdf





 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


@rene



Danke Rene :)



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Hab jetzt auch mal nachgelesen…



Soweit ich das verstanden habe, geht es hierbei um das Glykogendepot der Muskeln… Dieses ist je nach Trainingszustand zwischen 60 und 90 min Belastung aufgebraucht und man erreicht den “toten Punkt”, an dem die Energiegewinnung der Muskeln umgestellt wird und man zwangsläufig langsamer wird… Diesen “toten Punkt” kann man jedoch durch entsprechend angepasstes Tempo(von Anfang an) und rechtzeitige(bevor der Speicher leer ist) Zufuhr leicht resorbierbarer Kohlenhydrate bedeutend hinauszögern….



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


soweit ist das richtig. Es geht aber letztendlich um die kompletten Vorräte. Beim Lauf: die Kohlehydrate müssen mit entsprechend viel Flüssigkeit ( bei Gels ) eingenommen werden. Ansonsten können sie nicht optimal resorbiert werden und der Magen zieht sich die Flüssigkeit aus dem Darm ( einfach ausgedrückt ) was dann  wiederum zu Durchfall führen kann.



Nebenbei bemerkt: Jetzt auch nicht gleich Kiloweise Bananen futtern, der Fruchtzucker verzögert nämlich sonst auch wieder die Aufnahme von Flüssigkeiten.



Das optimal Tempo liegt ( denn man will den Marathon ja auch schnell beenden :) ) an der anaeroben Schwelle.



An dieser Stelle darf ich auch ( neben den Publikationen von Dr. Moosburger ) auch auf eine sehr gute und fundierte Lektüre hinweisen: Melvin H. Williams; Ernährung, Fitness und Sport ( auch für Nichtwissenschaftler gut zu verstehen ).



 
Kajakwolli_medium kajakwolli 137 Beiträge


hallo rene :)



ich würde eine andere wortwahl bevorzugen. immer alles erst mal für quatsch zu halten halte ich für quatsch, denn im meisten steckt ein körnchen wahrheit :)



ich hab auch schon mal geäußert, dass ich direkt merke wie der körper umgeschalten hat. du hast recht wenn du meinst, dass das nicht ganz richtig ist:



denn er schaltet nicht um, sondern der punkt ist erreicht wo das glykogen zu ende ist. aus fenito, oder immerhin fast.



das ist für mich der mann mit dem hammer. gleiche leistung zu erbringen kostet fortan deutlich mehr kraft, der puls geht um 10 schläge hinauf usw.



und die sache mit der fettverbrennung. wieso nach 20 minuten?



wieso nach 60 oder 90 und warum nicht bei 18 minuten und 24 sekunden?



ständig und immer, jede sekunde wird fett verbrannt. die frage ist nur wie hoch der prozentuale anteil ist.



der mythos fettverbrennungspuls ist die größte läuferlüge aller zeiten und sie war nur für eines gut:



dass auch übergewichtige läufer begonnen haben LANGSAM und sachte zu laufen.



es war gewissermaßen eine notlüge und zwar eine recht vernünftige.



:)





 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


@kajakwolli



Jaja der Rene der alte "Quatschmacher " :) so isser halt



….auch eine recht nette Sache mit der Lüge für Übergewichtige.



Die Zeit wann der Körper auf eine reine Fettverbrennun umstellt ist ja auch nur eine sehr theoretische Rechnung.



Wenn wir mal zugrunde legen, dass ein trainierter Sportler in etwa 500gramm ( ca. 2000kcal ) Glycogenvorräte speicher kann, kann das in etwa für 1 Std. oder auch für 1,5 Std. Leistung ( wenn man gaaaanz langsam läuft auch länger ) an der anaeroben Schwelle reichen.



Aber Du hast schon recht, mit der Lüge, nur hat keiner erwähnt, dass der Schwergewichtige wahrscheinlich eher schneller Platt ist, als die Depots leer :) Trotzdem besser als auf der Couch hocken und das Gegenteil tun.



Gruß



Fastfoot



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


JA, tut mir leid…



Hab mich durch mein “umfangreiches HALBWISSEN täuschen lassen…. Bin wirklich manchmal zu voreilig… Vieleicht hätte ich erst nachlesen und besser überlegen sollen……



BESCHÄMTdenKOPFsenk



:(



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