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Ärzte, Reha und gesund? Oder der Lauf in den Sie schauen

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Goofman_medium goofman 42 Beiträge


Hallo an alle, ich möchte euch gerne meine Erfahrungen mit den weißen Göttern, Diagnosen und Gesundwerdung erzählen.



Seit dem Berliner Halbmarathon hatte ich starke Schmerzen auf der Innenseite meines rechten Knies. Das normale Prozedere, Orthopäde, Strombehandlung und nach 4 Wochen auskuriert. In der Zwischenzeit Einlagen bekommen, angenehm zu tragen doch Schmerztechnisch nicht zum Laufen genutzt. Anfang Juni ergab sich dann ein stechender Schmerz in der rechten Pobacke mit Austrahlung in den rechten Oberschenkel. Und wie immer dachte ich “ach, das geht schon wieder weg”. Dann, am 25. Juni, ein schöner Morgen hat es “Knack” gemacht. Durch 2 Bandenscheibenvorfälle kannte ich dieses Gefühl, Bewegung war nicht möglich, also ab ins Krankenhaus. Erste Diagnose: Lendenwirbelsyndrom L3 rechts. So weit so gut. Dumm nur das mir am nächsten Tag der Rücken keinerlei Probleme bereitete. Dafür starke Schmerzen im Oberschenkel. Nun liefe die Maschinerie in einem Krankenhaus an: Schöne lange Spritzen in den Rücken, über CT, nach 7 Tagen MRT, nach 10 Tagen entlassen. Nur viel besser ging es mir nicht. Einzig die süße Physiotherapeutin gab mir Mut, einzig sie erkannte muskuläre Veränderungen und bearbeitete mit Freude (beim finden der Schmerzpunkte) meinen Oberschenkel. Wenn ich Rückenschmerzen hatte, dann einzig von der durchgelegenen Matratze, selbst liebste Bitten diese doch auszutauschen blieben fruchtlos. Da ich nun schon zwei Bandenscheibenvorfälle hatte, konnte ich recht gut unterscheiden wie die neue Schmerzlage war: Rücken vollkommen ok, motorisch und Kraft beidseits vorhanden – nur der Oberschenkel machte keine Freude.



Netterweise haben die mir dann noch ne Reha verpasst. Mit Schmerzen entlassen, Rehaantrag nach 4 Wochen genehmigt. Nun wartete ich gespannt auf die Reha – kann ja nur gut sein.



Am ersten Tag von Kopf bis Fuß durchgemessen, viel Schriftkram und eingeordnet als Wirbelsäulenpatient – LWS L3 rechts. Auf meine Intervention hin, das mein Rücken ok ist, volle Beweglichkeit, nur der Oberschenkel sensibilisiert ist wurde mir gesagt das wäre normal, kommt alles vom Rücken. Nun gut, also 3 Wochen ambulante Reha.



Und das Grauen begann. So schöne Kurse wie progressive Muskelentspannung, Tai Chi, Nichtrauchertraining, Bewegungsbad, Wirbelsäulengymnastik in der Gruppe. Ich dachte ich bin im falschen Film. Meine Mitpatienten (an Krücken, wirklich unbeweglich) hatten Probleme mit den Übungen, ich kannte diese schon. Also mitmachen, kann ja nicht schaden. In den 3 Wochen Reha ganze 4x Krankengymnastik (so 1:1 mit Physiotherapeutin, nicht in der Gruppe). Immer eine andere, jedesmal schauen die auf den Laufzettel: Aha, LWS. Das mein Oberschenkel das Problem ist hatt nicht interessiert. Also habe ich eigenmächtig die übernommene Diagnose vom Krankenhaus durchgestrichen und durch die wahre Problematik ersetzt. Auch meine Angaben, dass die MRT Aufnahmen keinen Bandscheibenvorfall ergab, interessierte niemanden. Einmal eingestuft, kommt man da nicht mehr raus.



Am 26.08.08, meinem vorletzen Tag, Abschlußgespräch mit dem Arzt. WIe es mir gehe, ob alles ok war. Und er bekam zu hören das nix ok ist, die Probleme immer noch vorhanden sind und nu auch langsam meine Leiste Probleme macht. Das fand er nun doch sehr schade und weshalb ich nicht schon eher was gesagt hätte.



Gestern, letzter Tag, noch einmal Krankengymnastik, wieder ne neue. Und ein Wunder geschah – sie hörte mir zu, und begrief. Schwere Quetschung der Nervenbahnen, dadurch ist ein Muskel im Umfang um 4 cm zum rechten Bein geschrumpft. Da der Muskel nun nicht mehr will, übernehmen die Adukktoren die Aufgabe, die sind nur überlastet mit dieser Arbeit.



Und die gute Dame rät mir, umgehend einen Neurologen aufzusuchen. Nun gut, die 20 Minuten sind vorbei, ich mach ein Päuschen, fängt die Hektik an. Ich möchte nocheinmal zum Onkel Doktor kommen. Da sitze ich dann so und Onkelchen ist gaaaanz traurig das es mir nicht besser geht. Ob ich den noch die CD mit den Aufnahmen vom Krankenhaus hätte. Also gab ich ihm nochmal die CD (alle Aufnahmen sollten am ersten Tag mitgebracht werden).



So ergab sich am letzten Tag meiner Reha das Wunder, dass sich Onkelchen doch mal die Bilder angeschaut hat. Und wie ein Wunder das Onkelchen einen Bandscheibenvorfall ausschloß. “Ja Herr Jensch, da kann die Reha auch nicht helfen, da hätten sie zu einem Neurologen gehen müssen, das tut mir jetzt aber leid”.



Und gedanklich setzte sich der Lauf auf seine Stirn.



3 Wochen verschenkt, durch meine Arbeit doppelt Streß, Besserung null, verarscht von der Mafia Vivantes.



Doch weiß jetzt nun endlich welche Chancen ich habe auf Genesung, so nach 8 Wochen.



An alle: Laßt euch wenigstens nicht verarschen, spannt den Hebel, drückt ab solange ihr noch könnt.



 



Ich habe fertig!!!



 



Goofy



 
Cimg1758_medium silberpfeilchen 23 Beiträge


Hallo Goofy,



ich kann dich sehr gut verstehen, da ich ein sehr ähnliches Problem habe gnahnt LWS L5S1 Syndrom.



Das bereitet mir schon fast drei Jahre Shcmerzen im rechten Bein. Seit dieser Zeit war ich bei zahlreichen Ärzten, die mir fast alle was anderes gesagt haben und mir im Schluss auch nicht helfen konnten. Haben mir auch Physio verschrieben. Diese war sehr schmerzvoll, aber verbessert hat sie die ganze Sache nicht.



Als ich Anfang 2008 mit dem Laufen anfing hörte der Schmerz für einige Wochen auf und ich war überglücklich von der Wirklung dieses Wundersports. Aber dann meldete sich mein Knie. Ich reduzierte mein Laufpensum und die Schmerzen kamen wieder. Also ab zum Sportarzt, der mich zum MRT schickte, wo man die Ursache für die Schmerzen rausfand.



Jetzt muss ich mal sehen, wie es weiter geht. Laufen darf ich wieder, auch wenn es mir erst ein Arzt verboten hatte.



Darfst du denn noch Laufen? Wie wird es weitergehen?



Liebe Grüße und alles Gute.



Silberpfeilchen.



 
Goofman_medium goofman 42 Beiträge


Na Laufen werde ich erst wieder wenn mir der Neurolge sagt was nun genau mein Problem ist, woher das kommt, was ich dagegen machen kann. Abwarten, hoffen einen “fähigen” Arzt zu erwischen.



Das Laufen fehlt mir ungemein, rein schon für den seelischen Ausgleich.



Grüße zurück und beste Gesundheit,



 



Goofy



 
Cimg1758_medium silberpfeilchen 23 Beiträge


Auf den Neurologen würde ich mich nicht nur verlassen. Der hat mir nämlich gesagt, dass ich auf keinen Fall laufen darf. Soll noch nicht mal Nordicwalking sollte ich machen. War so mit die schlimmst Nachricht, die ich erwartet hatte.



Der Orthopäde hingegen hat mir geraten mehr auf meinen Körper zu hören. Das sei wichtiger, als Hinweise oder Verbote von Ärzten. 



Was machst du jetzt für Sport?



Na dann alles Gute für die Läuferzukunft.



Silberpfeilchen



 
Dirka_gedesby_medium dirka 107 Beiträge


Oje Goofy, was für eine Horrorgeschichte! Wir sehen uns morgen, reden und spülen vielleicht ein bisschen davon mit einem Bierchen weg ;).



Viele Grüße



dirka



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